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Efeu - Heilpflanze

Heilpflanzen
Der Efeu (Hedera helix) ist ein wucherndes Gewächs. Er wächst als rankende Pflanze an Häusern und Bäumen hoch. Findet der Efeu jedoch keine Möglichkeit zum Hochwachsen, dann kriecht er auch über große Strecken auf dem Boden.
Inhalt

Beschreibung der Pflanze
Geschichte der Pflanze
Welche Pflanzenteile werden in der Naturheilkunde verwendet
Dem Efeu wird Heilwirkung bei folgenden Erkrankungen nachgesagt
Anwendung:
Innerliche Anwendung
Äußerliche Anwendung
Anwendung Efeu z. B. bei:
Naturheilkunde Efeu
Bild: pixabay website5
Beschreibung der Pflanze

Ist der Efeu jung, wächst er sehr langsam, hat er jedoch erst einmal Fuß gefasst, kann er riesige Areale überwuchern.

Die Blätter des jungen Efeus sind fünffach gelappt und nach mindestens acht Jahren wachsen die Blätter in Birnenform, deren Stengel sich nicht festhalten, sondern frei in der Luft stehen. An diesen freistehenden Trieben bilden sich im Spätsommer kugelförmige Blüten. Im Laufe des Winters bilden sich aus den Blüten schwarze Beeren, die für den Menschen giftig sind.

In Europa hat die Efeupflanze eine lange Tradition als Kulturpflanze. Als immergrünes Gewächs stand sie für ewiges Leben und die Unsterblichkeit der Seele.
Geschichte der Pflanze

Schon in der Antike galt der immergrüne Efeu (Hedera helix) als Sinnbild für ewiges Leben und die Unsterblichkeit der Seele. Neben der Weinrebe war der Efeu im antiken Griechenland das Attribut des Dionysos, im römischen Kulturkreis Bacchus und im ägyptischen Kulturkreis Osiris – des Gottes des Weines, des Rauches und der Fruchtbarkeit. Ein alter Brauch war es auch, die Dionysos- oder Bacchusstatuen mit Efeu zu schmücken. Diese erregten die bacchische Ausgelassenheit, indem sie das Blut in weintrunkene Wallung brachten. Der griechische Dichter Sophokles (497/496 bis 406/405 vor Christus) erwähnte z. B.: „Oh sehet, es erregt mir den Geist der Efeu, der zum bacchischen Lusttaumel mich entrückt“.

In der Antike wurden die Blätter, die Früchte und Wurzeln des Efeus innerlich und äußerlich gegen Ohren, Kopf- und Zahnschmerzen, Gicht, Milzbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Lungenleiden, Fieber und Brandwunden verwendet.

Heute kommen überwiegend Extrakte aus den Blättern des Efeus zum Einsatz.
Welche Pflanzenteile werden in der Naturheilkunde verwendet

Die wichtigsten und wirksamsten Inhaltsstoffe der Pflanze befinden sich in den Blättern. Die Blätter enthalten 2,5 bis sechs Prozent Triterpensaponine, diese Triterpensaponine gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Vor allem die Substanzen Hederacosid C und B sowie alpha-Hederin spielen für die Wirkung eine Rolle. Daneben kommen in den Blättern Flavonoide, Kaffeesäurederivate und ätherisches Öl vor.

In der Heilkunde war der Efeu früher eine sehr wichtige und beliebte Heilpflanze, heute hingegen spielt der Efeu nur noch eine Nebenrolle in der Naturheilkunde. Zu beachten ist, dass der Efeu in starken Dosierungen giftig ist. Das mag auch der Grund sein, dass er heute seltener angewendet wird. Äußerlich kann der Efeu als Umschlag oder Packung jedoch ungefährlich eingesetzt werden.

Heute werden von der Pflanze nur noch die Blätter in der Naturheilkunde verwendet. ganz selten kommen auch die Blüten des Efeus zur Anwendung.
Inhaltsstoffe

  • Triterpensaponine
  • Saponine
  • Helixin
  • Hederin

Triterpensaponine regen über Nervenfasern im Magen reflektorisch die Bronchialschleimhaut dazu an, dünnflüssigen Schleim zu produzieren. Durch diesen Vorgang lässt sich das Sekret dann besser abhusten. Efeuextrakt greift aber auch direkt an der Bronchialmuskulatur an und bewirkt, dass der Schleim besser abtransportiert wird.

Zudem wird die Bronchialmuskulatur entspannt und entkrampft damit die Atemwege.
Durch diese Effekte dient Efeu als pflanzliches Mittel gegen Husten. Meist kommt der Efeu im Hustensaft, Tropfen oder Tees zur Verarbeitung

Helixin und Saponin aus den Blättern und Früchten des Efeus haben eine gefäßverengende, hämolytische Wirkung und reizt die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes.

Bei einem zu hohen Verzehr von großen Mengen an Efeufrüchten kann es zu scharlachartigem Ausschlag, Halluzinationen, Schock und Atemstillstand kommen.
Dem Efeu wird Heilwirkung bei folgenden Erkrankungen nachgesagt

Anwendung

Innerliche Anwendung: Man muss bei der innerlichen Einnahme von Efeu vorsichtig sein und ihn nicht zu stark und lange anwenden.

Befindet sich Efeu als ein Bestandteil von Mischtees in der Packung, ist der Efeu weniger gefährlich. Häufig befindet sich Efeu in Bronchialtees.
Äußerliche Anwendung: Efeu kann man äußerlich unbedenklich anwenden. Er eignet sich als Kompressen, Breiumschläge und Bädern bei Cellulite, Wunden, Geschwüren und Schmerzen.
Anwendung Efeu z. B. bei:

Blähungen: man nehme je 30 Gramm Efeublätter, Koriandersamen, Selleriesamen und Sternanissamen, 50 Gramm Engelwurz (Angelika). Die Zutaten werden dann gut gemischt und ein Teelöffel der Mischung wird in 250 ml Wasser gegeben. Die Mischung muss 10 Minuten kochen und wird danach abgesiebt. Von diesem Tee trinkt man je eine Tasse voll nach den Mahlzeiten.
Husten: ein Teelöffel voll getrockneter Blätter werden mit 250 ml kochendem Wasser übergossen. Der Tee muss 10 Minuten ziehen. Täglich sollte man von diesem Tee bei Husten zwei Tassen voll trinken. Süßen kann man den Tee mit Honig.
Cellulite: 3 Esslöffel voll getrockneter Efeublätter werden mit zwei Liter heißem Wasser übergossen und zwei Minuten gekocht. Danach wird abgesiebt. Die Kompresse wird damit getränkt und dann auf die zu behandelnden Stellen aufgelegt.
Der Effekt der Anwendung ist, dass das Unterhautgewebe wieder gestrafft wird.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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