Einschlafen der Hände – Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Fingern - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Einschlafen der Hände – Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Fingern

Naturheilung

Karpaltunnelsyndrom (CTS)

Ein Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl in den Fingern oder sogar das Einschlafen einer oder von beiden Händen ist auf eine verminderte Durchblutung durch den Karpaltunnel zurückzuführen. Häufig sind Zeige- und Mittelfinger davon betroffen, eher seltener die Daumen. Der Karpaltunnel ist eine Durchtrittsstelle für Sehnen und Nerven am Handgelenk. Hier verlaufen die Beugesehnen und ein Nerv (Nervus medianus). Wird dieser Nerv zusammengedrückt, hat dies eine verminderte Durchblutung zur Folge. Die Hand kann geschwollen und kalt sein. Meist treten diese Symptome zunächst erst nachts auf. Im weiteren Verlauf auch tagsüber, z. B. beim Schreiben, Computerarbeit, Telefonieren usw..


Unter bestimmten Bedingungen, wenn die Symptome während einer Schwangerschaft auftauchen, sind die Chancen gut, dass die Beschwerden nach der Geburt des Kindes abklingen.

Bei einem ständig, auch tagsüber anhaltendem Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Fingern sowie das Einschlafen einer oder beider Hände können auf eine fortgeschrittene Nervenschädigung hindeuten. Es kann bei einem anhaltenden Druck zu starken Gefühlsstörungen und Muskelschwund (Atrophie) im Daumenballenbereich kommen.
Inhalt
Symptome Karpaltunnelsyndrom
Ursachen
Diagnose
Tipps zur Linderung der Beschwerden
Schulmedizinische Behandlung
Behandlung Homöopathie
Die Schüßler-Salze
Behandlung durch Akupunktur oder Akupressur
Weitere Themen

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Symptome Karpaltunnelsyndrom

  • Einschlafen und/oder Kribbeln in den Fingerspitzen, nachts (später auch tagsüber)

  • Brennende Schmerzen in der Hand, die häufig bis in Oberarm und Schulter ausstrahlen.

  • Morgensteifigkeit

  • Schmerzen beim Halten oder Aufnehmen von Gegenständen


Aber auch ein eingeklemmter Nerv an der Halswirbelsäule oder Durchblutungsstörungen der Finger sowie Abnutzungserscheinungen im Bereich der Halswirbel können ähnliche Symptome verursachen.

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Ursachen

  • Einlagerung von Gewebswasser (z.B. in der Schwangerschaft).
  • Hormone (Wechseljahre, Schilddrüsen-Über- oder Unterfunktion).
  • Überbelastung des Handgelenkes (Stricken, Computerarbeit).

  • Ständiger Druck, der auf die Handfläche ausgeübt wird (bestimmte Handwerksberufe).

  • Nicht richtig verheilte Knochenbrüche.

  • Überbein (Ganglion). Ein Ganglion ist eine Zyste, welche von einer Gelenkkapsel oder einer Sehnenscheide ausgeht.

  • Lipom (gutartige Fettgeschwulst).

  • Entzündliche Schwellungen (Sehnenscheidenentzündungen, Blutergüsse).
  • Knochenumbauprozesse im Bereich des Karpaltunnels.

  • Rheumatische Erkrankungen, wie Arthrose an den Handgelenken.
  • Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes, Nierenschädigungen, Schilddrüsenunterfunktion).
  • Borreliose

  • Infektionen im Handbereich

  • Alkohol

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Diagnose

  • Sonographie (Ultraschall)

  • Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten

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Ultraschall der Schilddrüse

Tipps zur Linderung der Beschwerden

  • Frühstadium: Schütteln der Arme oder Waschen mit kaltem Wasser

  • Frühstadium: Nachts Ruhigstellung der Hand mittels Schiene oder Handgelenksmanschette (vermindert den Druck auf den Nerv).

  • Überbelastung des Handgelenks vermeiden.

  • Wärme oder Kältetherapie (Kälte wird bei akuten Schmerzen meist besser vertragen).

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Bild: Clip-Dealer

Schulmedizinische Behandlung

Diagnosestellung mittels Röntgen, Messung der Nervenleitfähigkeit (Elektroneurographie) und Messung der Muskelfunktion (Elektromyographie). Untersuchung mittels CT (Computertomogramm) oder MRT (Magnetresonanztomogramm).

  • Ruhigstellung durch Tragen einer Schiene oder Handgelenksmanschette (vermindert den Druck auf den Nerv)

  • Nichtsteroidale Antiphlogistika

  • Cortison-Injektionen

  • Operation bei sichtbarem Muskelschwund des Daumenballens. Durchtrennung des Handgelenksbandes, Knochenvorsprünge und entzündlich verdicktes Gewebe werden entfernt. Durch die Druckentlastung ist meist der Schmerz sofort gelindert, Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen können aber noch Monate anhalten.

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Behandlung Homöopathie

Je früher das Karpaltunnelsyndrom behandelt wird, desto größer sind die Chancen der Heilung. Hierbei kann die Klassische Homöopathie gut helfen. Besonders Schwangere, die aufgrund der Nebenwirkung von Medikamenten kaum Möglichkeit haben, die Beschwerden zu lindern, hilft die homöopathatische Behandlung (keine Nebenwirkungen).

Um mit homöopathischen Arzneien behandeln zu können, ist eine Besprechung, bei der viele Fragen geklärt werden müssen, unbedingt erforderlich.

Fragen zur Krankheitsvorgeschichte (Anamnese)

  • Krankheiten in der Familie

  • Angaben über die Ernährung

  • Veränderungen im Schmerzablauf

  • Intensität der Symptome

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Schüßlersalze die in Frage kommen

Die Schüßler-Biosalze (benannt nach Dr. Schüßler) stellt eine Unterabteilung in der Homöopathie dar. Es gibt 12 verschiedene Salze, die auf ihre Wirksamkeit getestet wurden. Die Anweisung der Einnahme richtet sich nach den zuvor erstellten Arzneimittelbildern. Dabei ist es u. a. wichtig den akuten Zustand von dem chronischen Zustand zu unterscheiden. Allerdings variiert nur die Dosierung und kaum die Potenz der Mittel (die gibt es nämlich nur in der D6 und D12).

In akuten Fällen kann sogar alle 5 Minuten eine Gabe vom passenden Mittel verabreicht werden, in chronischen Fällen reicht manchmal eine Dosierung 1-mal die Woche. Einige Mittel werden hoch dosiert eingenommen, wie z. B. das Schüßler-Salz Nr. 7, dabei werden 10 Tabletten Magnesium phosphoricum in heißem Wasser aufgelöst und getrunken.

1- calcium fluoratum- bei Bindegewebsschwäche. Schlechte sackartige Haltung. Schlechte Zähne. Neigung zu, Krampfadern, Hämorrhoiden, und Plattfüße. Dieser Zustand ist nicht akut, sonder chronisch. Hier sollte man 1 Tablette am Tag nehmen, um diese Symptome zu mildern

2- calcium phosphoricum- bei blutarmen (blassen), sehr schlanken und lebhaften Menschen. Sie ernähren sich gern herzhaft. Schwache Wirbelsäule und schlechte Haltung. Die Bauchdecke ist schlaff und trotz ihrer Schlankheit haben diese Menschen einen dickeren Bauch. Sie haben häufig ein Schweregefühl in Armen und Beinen sowie ein Kribbeln und/oder Einschlafen der Hände. Hinzu kommt, dass diese Menschen unter starker Schweißbildung leiden.
Erwachsene nehmen 3 x täglich 1 Tablette, Kinder 1 Tablette vor dem Frühstück.

3- ferrum phosphoricum- blutarmer Typus mit blasser Hautfarbe mit bläulichen (bei gelblicher Gesichtsfarbe bräunlichen) Schatten unter den Augen. Schwitzen und frieren leicht, wobei das auch mit den oft beklagten Durchblutungsstörungen und mit der Neigung zu Rheuma zusammenhängt. Diese Menschen haben einen Ekel vor Fleisch und Milch, trinken aber gern viel Wasser. Frauen leiden oft unter Regelstörungen (zu starke und verfrühte Blutungen). Dies wird in der Schulmedizin auf Eisenmangel zurückgeführt und mit Eisentabletten therapiert wird, kann jedoch genauso gut mit ferrum phos D6 behandelt werden. In homöopathischer Form zugeführt, lassen sich die Eisenionen viel besser einbauen.

4- kalium chloratum- ist ein Katarrhmittel. Empfindliche Schleimhäute, weiß-grauer Zungenbelag. Schnupfen und Zuschwellen der Ohren. Durchfallneigung und Darmkatarrh. Unverträglichkeit bei kalten Getränken. Dieser Typus ist vom Körperbau eher rundlich.

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5- kalium phosphoricum- das Nervenmittel unter den Schüßler-Salzen. Dieser Typus ist schlank, schwach, missmutig, oft grundlos niedergeschlagen. Nervös bedingte Störungen wie Hautjucken Magenschmerzen, Herzerkrankungen oder Asthma. Kreislaufbeschwerden. Krankhaft bedingte Absonderungen riechen sehr unangenehm.

6- kalium sulfuricum- gute Wirkung auf Nerven und Gelenke. Diese Menschen sind überempfindlich, traurig und ängstlich, leiden immer wieder unter Gesichts- oder Kopfnervenschmerz. Sie wachen nachts häufig mit Herzklopfen auf. Juckreiz, sobald sich das Bett erwärmt hat. Der Typus leidet unter Rheuma. Gelbliche, schleimige Absonderungen, z.B. Schleimrasseln in der Brust, auch ohne Erkältung.

7- magnesium phosphoricum- Der Typus ist der sehr schmerzempfindliche Magere, sehr eigensinnige, übernervöse mit Neigung zu Migräne. Häufig von Schluckauf geplagt. Die Menschen leiden häufig unter einem Engegefühl in der Herzgegend, hervorgerufen durch versetzte Blähungen und Stuhlverstopfung sowie Bauchkrämpfen (mit Schüßler-Salz Nr. 7, die "heisse 7", s. o.) auch sehr gut behandelbar.

8- natrium muriaticum- Kochsalz in der homöopathischen Verdünnung. Anwendbar bei klopfendem Kopfschmerz, typisch, die kalte Nasenspitze, Heißhunger auf gesalzene Speisen, aber schnelle Sättigung. Neigung zu trockener und schuppiger Haut. Gelegentliche Neigung zu Durchfall. Es wird auch bei einer Vielfalt von Beschwerden des bleichsüchtigen Rheumatikers eingesetzt.

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9 - natrium phosphoricum- Diese Menschen reagieren schnell „sauer“, leiden unter ständig übersäuertem Mangen. Die Gesichtsfarbe ist fahl und gelblich und die Lymphdrüsen sind geschwollen. Neigung zu Rheuma und Gicht.

10 - natrium sulfuricum- ein Mittel vor allem bei Neigung zu Übergewicht und Gichtanfällen. Bräunlich-grüner Zungenbelag. Beschwerden wie Leberleiden oder Zuckerkrankheit. Blähungen treten linksseitig auf und es besteht eine Neigung zu Durchfall. Diese Menschen fühlen sich oft benebelt und dusselig im Kopf.

11 – silicea- Mittel bei Eiterungen und üblem Geruch. Dieser Typus wird als hohlwangig und graublass beschrieben. Er leidet unter Bindegewebsschwäche. Er reagiert überempfindlich auf Geräusche, ist weinerlich, leidet unter Verdauungsschwäche mit einer Abneigung gegen Fleisch. Hinzu kommen Handschweiß, Nagelerkrankungen und Schweißfüße.

Zur Vorbeugung während der Schwangerschaft; sollten Schwangere, um Mangel-Schäden vorzubeugen, Calc phos D6 und Calc fluor D12 und evtl Silicea D12 einnehmen.

12 – calcium sulfuricum- Dieses Mittel hilft bei Arthrose und rheumatischen Entzündungen. Leber und Galle werden gestärkt. Linderung bei eitriger Angina, bei Bronchitis und Nebenhöhlenvereiterung. Das Mittel wird eingesetzt gegen Furunkel und Abszesse. Der Typus hat eine weiße, alabasterartige Hautverfärbung (Gipshaut) und Neigung zu Altersflecken.

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Behandlung durch Akupunktur oder Akupressur

Eine weitere Möglichkeit, die Schmerzen beim Karpaltunnelsyndrom zu lindern, ist die Akupunkturbehandlung oder die Akupressur. Bei der Akupunktur liegen die Punkte an den Händen, Handgelenken, am Daumen am Hals, am oberen Rücken und an den Beinen. Die Behandlung muss, je nach Schwere der Krankheit, mehrmals wiederholt werden. Diese Behandlung ist für Schwangere sehr interessant, da keine Nebenwirkungen auftreten.

Ebenso kann auch die Laser-Akupunktur für diese Krankheit verwendet werden.
Eine weitere Behandlungsoption ist die Akupressur, ähnliche Vorgehensweise wie bei der Akupunktur, jedoch ohne Nadeln. Stattdessen wird Druck auf bestimmte Punkte des Körpers angewendet. Durch den Druck wird der Blutfluss durch die betroffenen schmerzenden Stellen erhöht. Die Akupressurpunkte liegen hierbei an den Händen, Handgelenken und Unterarmen.

Aber auch diese Behandlungsmethoden müssen durch einen erfahrenen Arzt oder Homöopathen durchgeführt werden.

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Weitere Themen

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Bild: website5

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.

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