Farbtherapie (Chromotherapie) - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Farbtherapie (Chromotherapie)

Bei der Farbtherapie handelt es sich um eine Behandlungsform, bei der mit Farben versucht wird Einfluss auf die menschliche Psyche und somit auf den menschlichen Organismus einzuwirken. Erreicht werden soll, dass durch die Farbgestaltung des Raumes und durch Einsatz von farbigem Licht. Der medizinische Fachbegriff nennt sich Psychoimmunologie.

Wenn man bedenkt, dass ca. 83 Prozent unserer Sinneseindrücke durch den Sehsinn wahrgenommen werden, ist es nicht verwunderlich, dass die Farbtherapie eine positive Wirkung auf Körper und Seele hat.

Schon der Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe hat ein Werk zur Farblehre 1810 veröffentlicht. Goethe beschäftigte sich seit 1791 intensiv mit der Farblehre. Er bezog sich in seinem Werk vor allem auf die Referenzsysteme von Aguilonius, Waller, Newton, Runge, Chevreul und Bezold.
Farblichttherapie (Chromotherapie)
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Inhalt

Das menschliche Auge
Farben wirken unterschiedlich auf den Menschen
Farblichttherapie (Chromotherapie)
Farblichttherapie – Anwendung
Das menschliche Auge

Unsere Augen sind in der Lage 200 verschiedene Farbtöne wahrzunehmen. Es unterscheidet rund 500 Helligkeits- und 20 Sättigungsstufen. Somit können wir Millionen von Farbkombinationen erkennen.

Der Sehvorgang ist eine starke Sinnesleistung des menschlichen Auges. Durch die Leistung des Auges ist der Mensch imstande mehrere Millionen Farben zu unterscheiden und sogar in der Dämmerung zu sehen.
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Diese Leistung des Auges beruht auf zwei lichtempfindlichen Zelltypen der Netzhaut - die Stäbchenzellen, die das Dämmerungssehen ermöglichen und die Zapfzellen, die das farbliche Sehen ermöglichen.

Die Lichtreize, die von den Zapfen und auch den Stäbchenzellen wahrgenommen werden, werden über den Sehnerv in das Gehirn weitergeleitet. Im Gehirn werden die Reize sortiert, verglichen und interpretiert. Dadurch wird die jeweilige Farbe wahrgenommen. Das Gehirn kann ca. 200 Farbtöne, ca. 26 Sättigungstöne und ca. 500 Helligkeitsstufen unterscheiden. So ergibt sich eine Zahl von mehreren Millionen Farbtönen, die der Mensch wahrnehmen kann.

So reagiert ein Zapfen speziell auf rotes Licht (L-Zapfen: das L steht für langwelliges Licht), der zweite speziell auf grünes Licht (M-Zapfen: das M steht für mittelwelliges Licht) und der dritte Zapfen speziell auf blaues Licht (S-Zapfen: das S steht für kurzwelliges Licht).

Reagiert jetzt ein oder zwei Zapfen oder sogar alle drei Zapfen nicht richtig, liegt eine Farbblindheit vor.
Farben wirken unterschiedlich auf den Menschen

Schon Redewendungen und Sprichwörter befassen sich mit Farben.
Zum Beispiel:

  • einen grünen Daumen haben
  • ein blaues Wunder erleben oder
  • sich schwarz ärgern

Farben haben unterschiedliche Wirkungen auf den Menschen. Jede Farbe hat eine andere Wirkung und eine für sie körperliche Wellenlänge und Energie. Grundsätzlich gilt jedoch zum Beispiel, dass blaues Licht beruhigend, das rote Licht anregend und wärmend, gelb wirkt erfrischend, braun gemütlich und rosa liebevoll und sanft wirkt.

Der Anblick verschiedener Farben löst jedoch nicht bei allen Menschen die gleiche Wirkung aus.

In der sogenannten Chromotherapie (Farbtherapie) nutzt man diese positiven Eigenschaften der Farben auf den menschlichen Organismus zu Heilzwecken.
Farblichttherapie (Chromotherapie)

Bei der Farblichttherapie wird die Wirkung von Licht auf die Psyche und den Organismus genutzt.

Das Farblicht (kurzwellige UV-Strahlung) soll den Körper stimulieren. Zudem soll das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden und es soll Krankheiten vorbeugen. Auch soll die Farblichttherapie positiv auf die psychologischen bedingten Stimmungsschwankungen wirken sowie das Immunsystem stärken.

Hinweis: Auch das natürliche Sonnenlicht trägt in sich viele Farben. Bewusst wird einem das, wenn man einen Regenbogen sieht. Scheint die Sonne und die Temperaturen steigt, verbessert sich meist unser Wohlbefinden.

Die heilende Kraft der Sonne nutzten schon die alten Kulturen wie die Azteken, Mayas und die Ägypter.

Zu verwechseln ist die Farbtherapie nicht mit der Lichttherapie. Bei der Lichttherapie wird ausschließlich mit UV oder Infrarotlicht gearbeitet und das unabhängig von Farben.

Seit wenigen Jahren kommt die Farb- und Farblichttherapie aufgrund ihrer überwiegend positiven Berichte auch im Wellness-Bereich oder in der asiatischen Lehre des Feng-Shui zur Anwendung.
Lichtreize - Farbtherapie
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Farblichttherapie – Anwendung

Farblicht, wissenschaftlich betrachtet sind elektromagnetische Wellen, wobei jede Farbe eine andere Wellenlänge, auch Schwingungsfrequenz genannt, hat.

Wir Menschen haben die Möglichkeit innerhalb eines bestimmten Schwingungsbereiches z.B. hoch schwingende Infrarotstrahlen, die Wärme erzeugen oder niedrig schwingende Ultraviolettstrahlen, die Kälte erzeugen, sowohl über die Augen als auch über die Haut wahrzunehmen. Wahrgenommen werden solche Schwingungen über Rezeptoren in der Haut, so dass die Lichtschwingungen und Energie über die Nervenbahnen an das Zentrale Nervensystem (ZNS) weitergegeben werden. Im Gehirn ruft das dann eine Reaktion hervor, die zum Beispiel unser Wohlbefinden beeinflussen kann.

Bei der Therapie wird der ganze Körper mit farbigem Licht bestrahlt, um die körperlichen oder psychischen Beschwerden zu lindern. Eingesetzt wird die Therapie meist unterstützend zu einer anderen Behandlung.

Eingesetzt wir die Therapie zum Beispiel bei:


Jede Farbe wirkt unterschiedlich auf unser Wohlbefinden, bzw. auf den Organismus.

Rot gilt zum Beispiel als Farbe für Antrieb, Energie, Liebe, Freude, Leidenschaft, Blut und Optimismus.

Die Farbe hilft bei Schwäche, Lethargie, Minderwertigkeitsgefühlen, Müdigkeit und fehlendem Selbstbewusstsein.

Grün fördert die Kreativität und hilft bei Stimmungsschwankungen. Grün steht auch für Wachstum, Heilung, Gleichgewicht, Harmonie, Hoffnung, Barmherzigkeit, Gesundheit und Gift.

Grün wirkt auf den ganzen Körper entspannend und erholend. So wird auch das Immunsystem gestärkt und es hilft mit bei einer Regenerierung von Muskel und Gewebezellen sowie zu einer besseren Regulierung des Blutdrucks.

Verwendet wird Grün zum Beispiel bei Schlafstörungen, Nervosität und Gereiztheit.

Die Farbe Blau steht für Treue, Freiheit, Tiefe, Entspannung, Ruhe oder Gelassenheit. Blau wirkt schmerzstillend, kühlend, blutdrucksenkend, wundheilungsanregend und nervenberuhigend.

Eingesetzt wird die Farbe Blau zum Beispiel bei Unruhezuständen und Aggressionen sowie bei Schlafproblemen. Auch dämpft Blau Erregtheit und Nervosität.
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Gelb steht für Licht, Freude, Neid, Geiz, Eifersucht, Offenheit, Frische, und Freiheitsdrang. Die Wirkung der Farbe ist verdauungsfördernd, stimmungsaufhellend und konzentrationsfördernd.

Das Gelb wird bei der Farblichttherapie bei Ängsten, Mutlosigkeit, Spannungen, Niedergeschlagenheit und Unlustgefühlen eingesetzt.

Orange hilft bei Niedergeschlagenheit und Traurigkeit, Türkis hilft bei Sorgen und Belastung, während violett reinigend und entschlackend wirkt.

Die Bestrahlungsdauer sollte bei 15 bis 20 Minuten liegen und kann mit Entspannungsmusik, ätherischen Ölen oder Räucherstäbchen ergänzt werden.

Neben der Farbtherapie als Bestrahlung gibt es die Farbakupunktur, bei der verschiedene Akupunkturpunkte des Körpers mit farbigem Licht bestrahlt werden oder aber das Farbbad, wobei das Wasser gefärbt wird oder man das Wasser mit farbigem Licht bestrahlt.
Augen

Bei der Farbtherapie über die Augen wählt der Mediziner oder Homöopath entsprechend den Beschwerden des Patienten die entsprechende Farbe aus, auf die dieser dann konzentriert schaut.
Nahrungsmittel

Bei einer Farbtherapie über Nahrungsmitteln wird das Nahrungsmittel vor dem Essen mit farbigem Licht bestrahlt. Auch ist es möglich seine Getränke mit farbigem Licht zu bestrahlen.
Wohnungen

Farben wirken in Wohnungen stimulierend. So erzeugen warme Farben eine gefühlte Mehrtemperatur und kalte Farben vermitteln Kälte. Wohnräume sollten deswegen in gelb und rot gehalten werden.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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