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Faszien - Schmerzen durch verklebte Faszien
Von verklebten Faszien sind häufig der Nacken und der Schulterbereich betroffen. Das liegt daran, dass diese Körperregionen im Arbeitsbereich oft stundenlang in der gleichen Position verbleiben.

Dadurch kann es zum Beispiel zu folgenden Beschwerden kommen:

Inhalt

Was sind Faszien?
Schmerzen durch verklebte Faszien
Verklebte Faszien: Was kann helfen?
Was sind Faszien?

Faszien durchziehen den gesamten Körper. Es handelt sich bei Faszien um ein netzartiges, reißfestes und vor allem auch elastisches Bindegewebe, dass sich überall im Körper befindet. Es umgibt einzelne Muskelfasern, Muskelstränge, Muskelgruppen und Organe, aber auch Sehnen und Knochen. Zudem verbindet die Gewebeschicht die Bestandteile des Körpers miteinander.

Sehen kann man das zum Beispiel an einem rohen Stück Fleisch. So sind die milchig-weißen Häute, die das Steak umgeben, schnell zu erkennen. Das gleiche geschieht auch beim Menschen, denn auch hier hüllen die Faszien das Muskelgewebe ein und können dadurch einzelne Muskelgruppen voneinander abgrenzen.

Darüber hinaus haben sie aber noch andere Aufgaben.

So zum Beispiel:

  • einzelne Muskeln von ihren „Nachbarn“ zu trennen
  • die Reibung der Muskeln untereinander zu verhindern
  • Kräfte von einem Muskel auf den anderen zu übertragen

Zudem geht die Wissenschaft inzwischen davon aus, dass sich auch die Faszien selbst zusammenziehen (kontrahieren) können, um so zum Beispiel die Muskeln bei federnden Bewegungen und Sprüngen zu unterstützen.

Faszien heben sich von anderen Gewebeschichten durch ihre leicht durchsichtige weiße Farbe ab. Ihre Dicke beträgt nur wenige Millimeter.

Neben gekreuzt verlaufenden Kollagenfasern und Elastin – zwei Stütz- und Strukturproteine des menschlichen Körpers – enthalten Faszien vor allem viel Wasser und Bindegewebszellen, wie Fibroblasten. In dem Gewebe befinden sich zusätzlich Nervenzellen und Rezeptoren zur Sinneswahrnehmung.

Früher galten die Faszien in der Medizin als einfaches Hüllgewebe. Das änderte sich erst, als ihre Bedeutung weiter erforscht wurden. Heute weiß man, dass sie Nervenzellen und Rezeptoren zur Sinneswahrnehmung enthalten.

Kaum eine Lebensform kommt ohne diese Hautschichten aus, denn die trennenden und formgebenden Häute und Gewebe bilden das Grundgerüst eines jeden Körpers.

Jeder Mensch hat etwa 18 bis 25 Kilogramm Bindegewebe, das die Zellen und Organe mit Nahrung versorgt.

Das Gewebe erneuert sich ständig. Allerdings schreitet diese Erneuerung langsam voran, so dass sich die Hälfte des Fasziengewebes erst nach einem Jahr ausgetauscht hat
Schmerzen durch verklebte Faszien
Bild: pixabay website5
Schmerzen durch verklebte Faszien

Zu Schmerzen kommt es, wenn sich die Faszien zum Beispiel verdrehen, verhärten oder verfilzen. Kommt es dazu, spricht der Mediziner von verklebten, verdrehten, verhärteten oder verfilzten Faszien. Vom Aussehen her erinnern sie dann an verfilzte Wolle.

Ursachen können zum Beispiel sein:

  • Überlastung einzelner Bereiche
  • Verletzungen
  • Bewegungsmangel
  • Übersäuerung
  • fortgeschrittenes Alter
  • Stress

Die häufigsten Beschwerden durch verklebte Faszien finden sich im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich als auch in den Gelenken wieder. Infolge verklebter Faszien kann die Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein und Schmerzen können entstehen Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass diese Körperregionen im Arbeitsalltag zum Teil stundenlang in ein und derselben Position verharren. Die Folge sind verhärtete Faszien, Schmerzen und eine Schonhaltung, die wiederum die Überlastung von anderen Körperstellen bewirkt.

Das Fasziengewebe durchzieht den gesamten Körper, es ist also alles verbunden, so dass sich eine veränderte Spannung der Faszien an einem Ort häufig auch auf die Faszien anderer Körperbereiche ausdehnt.

Zur Behandlung dieser Beschwerden wurden spezielle Methoden entwickelt, um die aneinanderhaftenden Fasern wieder zu lösen.
Verklebte Faszien: Was kann helfen?

Die sogenannten Verklebungen der Faszien können mit speziellen Übungen oder einer Faszienrolle gelöst werden und der Muskel dadurch generell leistungsfähiger gemacht werden.

Zu beachten ist, dass zwar verklebte Faszien als häufige Ursachen für Beschwerden im Rückenbereich verantwortlich gemacht werden, aber auch andere gesundheitliche Probleme können diese auslösen.

Um festzustellen, ob eventuell verklebte Faszien die Schmerzen verursachen, kann man folgenden Test durchführen:

Nehmen Sie eine Hautfalte der betroffenen Region zwischen die Finger und heben sie diese vorsichtig an. Verspüren Sie dabei Schmerzen, können verklebte Faszien dafür verantwortlich sein.

Für eine bessere Diagnose machen Sie den Sichttest. Achten Sie darauf, ob die Hautfalte in der schmerzempfindlichen Region dicker ist als die Umgebung. Ist das der Fall hat sich zu viel Flüssigkeit angestaut, die der Körper nicht mehr richtig abtransportieren kann. das spricht für eine Verklebung der Faszien.

Um die verklebten Faszien zu lösen hilft zum Beispiel Bewegung. Bewegungsmangel ist der natürliche Feind des Bindegewebes. Bewegt man sich nicht ausreichend, verliert das Fasziengewebe seine stabile und zugleich geschmeidige Struktur und es verhärtet, verfilzt und verklebt.

Ein weiterer häufiger Auslöser für verklebte Faszien ist Stress. Zurückzuführen ist das auf Hormone, welche bei Stresssituationen ausgeschüttet werden. Diese bewirken eine Anspannung der Faszien. Hält diese psychische Belastung länger an, verhärten diese, was zu schmerzendem Fasziengewebe führt.

Das Fasziengewebe lässt sich durch ein spezielles Faszientraining sehr gut stärken. Mit diesem Training können zum Beispiel verklebte Faszien im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich sehr gut gelöst werden. Um das Training in den eigenen vier Wänden durchzuführen benötigt man eine sogenannte Faszienrolle. Vor Anwendung der Faszienrolle sollten Sie jedoch die richtige Handhabung der Rolle unter professioneller Anleitung erlernen. Wichtig ist zudem, dass das Training regelmäßig durchgeführt wird.

Durch spezielle Übungen mit der Faszienrolle kann man die Verklebungen lösen.
Bild: pixabay website5
Was hilft bei verklebte Faszien
Faszienrolle Übungen
Die Vorteile dieser Selbstmassage sind:

die Muskulatur entspannt sich
die Faszien bleiben weich und beweglich
es wird für mehr Leistungsvermögen und Elastizität im Bewegungsapparat gesorgt
der Stoffwechsel, die Durchblutung und die Dehnfähigkeit wird gesteigert
der Regenerationsprozess nach dem Sport wird gesteigert (Muskelkater vorbeugen)

Darüber hinaus ist die Selbstmassage eine gute Ergänzung für das

  • Krafttraining
  • Muskelaufbau
  • Muskeltraining und/oder Ausdauertraining

Nahezu alle Bereiche des Körpers können Sie mit der Faszienrolle bearbeiten und Verhärtungen aufspüren. Am effektivsten ist die Anwendung

  • am Schulter-Nacken-Bereich
  • am oberen und unteren Rücken
  • am Gesäß
  • äußere und innere Oberschenkel
  • an den Oberschenkelinnenseiten
  • an den Waden

Nicht geeignet ist die Faszienrolle für weiche Körperteile, wie zum Beispiel am Bauch. Zudem sollte nicht über Gelenke und Knochen gerollte werden.

Bei bestehenden Vorerkrankungen, zum Beispiel bei Krampfadern, Venenleiden, Osteoporose, Muskelerkrankungen oder Hautleiden sollten Sie vor einer Anwendung mit der Faszienrolle mit ihrem Arzt Rücksprache halten. Ebenso sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Sie an einer Erkrankung leiden und regelmäßig Präparate einnehmen, wie zum Beispiel blutverdünnende Mittel.

Wollen Sie ihre verklebten Faszien behandeln lassen, kann das meist am besten ein Physiotherapeut oder Osteopath. Im besten Fall kann er sogar eine Zusatzausbildung zur Faszientherapie vorweisen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, an einem speziellen Kurs in einem Fitnessstudio teilzunehmen. Auch dort können Sie sich die Übungen von einem professionellen Trainer oder Therapeuten zeigen lassen.
Fazit: Haben Sie verklebte Faszien können verschiedene Ansätze helfen, da verklebte Faszien eine mögliche Ursache von Rückenschmerzen sind – auch bei chronischen Beschwerden – kann sich eine entsprechende Therapie lindernd auf die Schmerzen auswirken.
Behandlungsmöglichkeiten sind zum Beispiel sogenannte Fasziendistorsionsmodelle (FDM) und das Rolfing. Bei beiden Behandlungen wird mit bestimmten Handgriffen gearbeitet. Durch die speziellen Anwendungen werden die verklebten Faszien gelöst und der Körper wird dazu animiert, neues Kollagen zu produzieren. Dazu kommt das oben erwähnte Bewegungstraining, das häufig mithilfe einer Faszienrolle durchgeführt wird.

In verschiedenen Studien steht, dass nur knapp 20 Prozent der Rückenleiden im Zusammenhang mit den Bandscheiben stehen. So sind verklebte Faszien und andere Ursachen wesentlich häufiger Auslöser dieser Beschwerden als bisher angenommen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Bild: pixabay website5
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