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Wasser in den Fingern- Ursache, Diagnose und Behandlung

Naturheilung
„Wasser in den Fingern“ – so bezeichnet man umgangssprachlich geschwollene Finger. Es handelt sich hierbei um eine Flüssigkeitsansammlung bedingt durch einen Blutstau. Die Finger sind dick und gerötet und können sogar stellenweise aufplatzen und bluten. Die Beweglichkeit der Finger ist eingeschränkt, was für den Betroffenen sehr unangenehm ist und die Abläufe im Alltag sehr behindert.
Wasser in den Fingern – Diagnose
Bild: pixabay website5
Inhalt

Wasser in den Fingern – Ursachen
  • Hitze
  • Unnatürliche Haltung
  • Einseitige Belastung
  • Verletzungen
  • Infektionen
  • Arthrose und Rheuma
  • Venenschwäche und Bindegewebsschwäche
  • Herzerkrankungen
  • Lymphstau
  • Schwangerschaft
  • Menopause
  • Medikamente
Wasser in den Fingern – Diagnose
Wasser in den Fingern – Behandlung
Wasser in den Fingern – Vorbeugen
Wasser in den Fingern - Ursachen

Die Ursachen, die zu einer Flüssigkeitsansammlung in den Fingern und somit zu den geschwollenen Fingern führen, können sehr vielseitig sein und reichen von eher harmlos, wie starke Hitzeeinwirkung, bis zu schwerwiegenden Erkrankungen, wie Herz- oder Nierenerkrankungen, bis hin zu Verletzungen oder verschiedenen Medikamenten.

Zu den möglichen Ursachen gehören:

Hitze: Bei hohen Temperaturen im Sommer gibt der Körper mehr Wärme ab. Die Gefäße sind erweitert, was zu einem Rückstau des Blutes in Venen und Kapillaren führt, so dass Flüssigkeit in das Gewebe eindringt. Besonders gefährdet sind dabei übergewichtige Personen und Menschen mit einem schwachen Bindegewebe. Zudem muss darauf geachtet werden, gerade bei Hitze, ausreichend zu trinken. Bei Hitze sind häufig nicht nur die Finger geschwollen, sondern auch die Füße.

Unnatürliche Haltung: Viele kennen das: Geschwollen und steife Finger am Morgen. Dies ist meist auf eine unnatürliche Haltung im Schlaf zurückzuführen. Die Schwellung geht jedoch meist nach kurzer Zeit nach dem Aufstehen und durch Bewegung der Hände zurück.

Einseitige Belastung: Tatsächlich besteht auch ein Zusammenhang zwischen Sportarten wie Joggen oder auch Wandern und geschwollenen Händen. Beim Joggen ist es wichtig, die Arme nicht einfach baumeln zu lassen, sondern in Spannung gewinkelt am Körper zu halten und mit dem Lauf in Bewegung zu halten. Ansonsten folgen das Blut und Flüssigkeiten der Schwerkraft und lagern sich letztendlich in den Fingern ab. Durch angewinkelte Arme oder auch Pumpbewegung der Hände kann man dem entgegenwirken.

Verletzungen: Verletzungen an der Hand oder an den Fingern, zum Beispiel durch einen Stoß oder auch Schnittverletzungen können zu Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führen.

Infektionen: Bedingt durch eindringende Krankheitserreger in kleinste Verletzungen oder auch bei Insektenstichen können Infektionen auftreten, die die Finger bzw. die gesamte Hand anschwellen lassen.

Arthrose und Rheuma: Häufig kommt es zu „Wasser in den Fingern“ als Begleiterscheinung bei Grunderkrankungen, wie Arthrose oder Rheuma. Das Blut zirkuliert nicht mehr reibungslos, sodass die Finger anschwellen können und unbeweglicher sind.

Venenschwäche und Bindegewebsschwäche: Bei einer Venenschwäche wird das Blut nicht mehr richtig in Richtung Herz gepumpt, wodurch, bedingt durch den Stau, Wasser in das Gewebe übertritt und sich an den tiefsten Punkten des Körpers sammelt. Das können sowohl die Füße sein als auch die Finger. Bei Frauen kommt dies, auch in Zusammenhang mit einer Bindegewebsschwäche und im fortgeschrittenen Alter, häufiger vor.

Herzerkrankungen: Liegt eine Herzerkrankung vor, wie zum Beispiel eine Herzmuskelschwäche, ist die Pumpleistung eingeschränkt. Als Begleitsymptom können Wassereinlagerungen in den Beinen oder auch in der Lunge auftreten. Die Finger sind hiervon eher selten betroffen.

Lymphstau: Ist das Lymphsystem gestört bzw. der Abfluss kommt es zu einem Lymphstau, woraus Lymphödeme entstehen. Lymphödeme zeigen sich, wie auch die Wassereinlagerungen, meist an den Händen, Beinen und Füßen. Diese sind geschwollen und die Haut ist prall und glatt. Auf Druck bleiben Dellen zeitweise zurück oder bilden sich gar nicht mehr zurück.

Schwangerschaft: Gerade während der Schwangerschaft sind Wasser in den Fingern oder in den Füßen häufige Begleiterscheinungen. Besonders an heißen Tagen oder auch nach längerem Stehen oder Sitzen treten zusätzliche Beschwerden, wie Druckschmerzen auf. Zudem kann ein erhöhter Blutdruck in Verbindung mit der Wassereinlagerung stehen. Eine engmaschige Betreuung durch den Frauenarzt ist sehr wichtig. Selbst sollte man auf eine ausgewogene und salzarme Ernährung achten und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Menopause: Zu Wassereinlagerungen in den Fingern kann es in der sogenannten Menopause kommen, also nach der letzten Menstruation im Leben der Frau. Dies hängt mit den hormonellen Veränderungen im Körper zusammen; hier vor allem mit dem fehlenden Progesteron, welches unter anderem ausschwemmend wirkt.

Medikamente: Zu den Medikamenten, die Ödeme verursachen können, zählen Bluthochdruckmittel, Glukokortikoide und Antidepressiva.
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Wasser in den Fingern – Diagnose

Zu geschwollenen Fingern kann es aus ganz unterschiedlichen Gründen kommen. Viele davon sind harmlos und die Schwellung bildet sich nach kurzer Zeit zurück. Ist das jedoch nicht der Fall und die Schwellung bleibt über einen längeren Zeitraum, sollte man dies unbedingt von einem Arzt abklären lassen, da eine Grunderkrankung, die es zu behandeln gilt, dahinterstecken könnte.

Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, der in der Regel, bereits anhand der Krankenakte, erste Schlüsse ziehen kann. Des Weiteren ist ein Gespräch über Ernährung und Lebensweise wichtig. Weitere Fragen sind, seit wann die Finger geschwollen sind und ob sie schmerzen und die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Der Arzt wird die Finger in Augenschein nehmen und abtasten.

Erst wenn der Grund für die Flüssigkeitsansammlung in den Fingern gefunden ist, kann der Arzt die Diagnose stellen und weitere Schritte einleiten.
Wasser in den Fingern – Behandlung

Je nach Ursache, die zu den geschwollenen Fingern geführt haben, sind entsprechende Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Bei hin und wieder mal auftretendem Wasser in den Fingern kann man schon mit einfachen Hausmitteln oder Mitteln aus der Naturheilkunde oder Homöopathie Abhilfe schaffen.

Manchmal helfen schon Massagen oder bestimmte Fingerübungen, um die Flüssigkeit abzuleiten, sodass die Schwellung zurückgeht. Eine einfache Übung hierfür ist das Öffnen und Schließen der Faust oder auch Greifübungen und Pumpbewegungen. Zudem sollte man darauf achten, dass man die Arme nicht hängen lässt und die Hände hochlagert, um dass das Blut leichter wieder abfließen kann. Sind die Finger zudem auch gerötet und warm, hilft Kühlung. Besonders effektiv sind kühlende Umschläge, wobei dem Wasser etwas Apfelessig beigemengt wird. Eine weitere Möglichkeit und sehr angenehm sind kalte Aufgüsse mit Minze oder Salbei. Sehr empfehlenswert ist auch ein Quarkwickel. Quark kühlt und nimmt die Wärme. Der Wickel sollte so lange auf den Fingern verbleiben, bis der Quark trocken ist.

Aus der Naturheilkunde stehen, je nach Ursache der Wassereinlagerung, einige Schüßler Salze zur Wahl, wie Schüßler Salz Nr. 8 Natrium chloratum – regelt einen guten Flüssigkeitshaushalt, Schüßler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum – wirkt abschwellend, Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum – wirkt antientzündlich.

Aus der Homöopathie sind Apis mellifica und Arsenicum album die Mittel der Wahl.

Wichtig ist, dass die ursächliche Erkrankung behandelt wird. Vor allem, wenn die zuvor genannten Maßnahmen und Mittel nicht helfen, müssen genaueste körperliche Untersuchungen folgen und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung verschrieben werden.
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Wasser in den Fingern – Vorbeugen

Wasser in den Fingern lassen sich nicht wirklich vorbeugen, zumal zum Beispiel eine Verletzung oder ein Insektenstich, die Auslöser dafür sein können, nicht vorhersehbar sind. Ansonsten kann man aber einiges tun, um den Blutfluss anzukurbeln und fit zu halten. Dazu gehört vor allem ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung und Lebensweise.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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