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Hodenhochstand beim Baby

Baby/Kinder
Unter einem Hodenhochstand (Maldescensus testis, Hodendystopie) versteht man einen nicht im Hodensack befindlichen Hoden. Davon betroffen sind ca. 3 – 6 % der neugeborenen Jungen. Hormonelle Fehler während der Embryonalphase können für die Fehlentwicklung ursächlich sein. Häufig entwickelt sich der Hodenhochstand jedoch innerhalb des ersten Lebensjahres in die richtige Richtung und ist dann im Hodensack tastbar. Wenn dies nicht der Fall ist, wird der Kinderarzt mit Ihnen über Behandlungsmaßnahmen sprechen, denn ein bleibender nicht behandelter Hodenhochstand schädigt das Hodengewebe und kann spätere Unfruchtbarkeit und ein erhöhtes Tumorrisiko zur Folge haben.
Hoden nicht im Hodensack- Babys
Bild: pixabay website5
Inhalt

Hodenhochstand - Ursachen
Verschiedene Formen des Hodenhochstands
Hodenretention (retentio = das Zurückhalten)
Hodenektopie (ektopia = Außerörtlichkeit)
Pendelhoden (Wanderhoden)
Hodenhochstand - Symptome
Hodenhochstand - Diagnose
Hodenhochstand - Therapie
Hodenhochstand - Zusammenfassung
Hodenhochstand - Ursachen

Ein Hodenhochstand kann auf folgende Ursachen zurückzuführen sein:

  • Hormonelle Störungen
  • Der Samenstrang ist zu kurz
  • Der Leistenkanal ist zu eng
Verschiedene Formen des Hodenhochstands

Je nach Lage des Hodenhochstands wird in verschiedene Formen unterteilt, und zwar:
Hodenretention (retentio = das Zurückhalten): Der Hoden verbleibt im Leistenkanal und wandert nicht bis in den Hodensack (Entwicklung in der 28. bis 32. Schwangerschaftswoche).
Hodenektopie (ektopia = Außerörtlichkeit): Der Hoden gelangt nicht über die vorgegebene Bandstruktur in den Hodensack, sondern setzt sich an anderer Stelle fest.
Gleithoden: Der Hoden ist im Leistenbereich zu ertasten und lässt sich manuell in den Hodensack schieben. Der Hoden gleitet aber wieder aus dem Hodensack hoch sowie man ihn loslässt und verbleibt im Leistenbereich.
Pendelhoden (Wanderhoden): Der Hoden ist eigentlich normal in den Hoden gewandert. Bedingt durch äußere Reize wie zum Beispiel Kälte oder durch Hautreize an der Innenseite des Oberschenkels, die Kontraktionen des Kremastermuskels (griech. Hodenheber) auslösen, kann es zu einer Hochlagerung des Hodens kommen, wobei sich der Hoden in der Leistengegend festsetzen kann.
Hodenhochstand - Symptome

Außer, dass der Mutter auffällt, dass ein oder beide Hoden im Hodensack nicht sichtbar oder zu tasten sind, gibt es keine Symptome.
Hodenhochstand - Diagnose

Für den Arzt ist die Diagnose relativ leicht zu stellen. Genau wie die Mutter zuvor tastet er den leeren Hodensack, der auch deutlich sichtbar ist. Abgeklärt werden muss nur, ob es sich um einen dauerhaften Hodenhochstand handelt oder um einen Pendelhoden. Die Untersuchung ist für das Kind schmerzfrei.
Hodenhochstand - Therapie

Ein Hodenhochstand muss auf jeden Fall behandelt werden. Die Eltern sind hier in der Verantwortung, denn eine Nichtbehandlung kann Spätfolgen nach sich ziehen, wie die Unfruchtbarkeit beim Mann oder das erhöhte Risiko an einem Hodentumor zu erkranken. Allerdings wird in der Regel das erste Lebensjahr des Jungen abgewartet, da in diesem Zeitrahmen der Hoden auch ohne Behandlung noch von selbst in den Hodensack rutschen kann. Eine Behandlung des Hodenhochstands sollte bis zum Ende des zweiten Lebensjahres abgeschlossen sein.

Meist wird die Behandlung mit einem hormonhaltigen Nasenspray vorgeschlagen. Das verschreibungspflichtige Spray wird in einem Zeitraum von vier Wochen verabreicht. Falls sich danach noch keine Wirkung zeigt ist eine weiterführende Behandlung mit Hormonspritzen mit einem anderen Hormon über einen Zeitraum von 3 Wochen möglich (hierbei besonders auf Nebenwirkungen achten). Führt diese Behandlungsmaßnahme nicht zu dem gewünschten Erfolg und der Hoden wandert nicht in den Hodensack ist eine Operation notwendig. Bei dem operativen Eingriff wird der Hoden in den Hodensack gezogen und fixiert, so dass er nicht mehr in die Leistengegen hochrutschen kann.

Ein Pendelhoden (Wanderhoden) muss dann nicht behandelt werden, wenn er sich überwiegend im Hodensack befindet.
Hodenhochstand - Zusammenfassung

Der Hodenhochstand bei männlichen Babys ist nicht selten und muss unbedingt behandelt werden. Die Therapie, wenn sie rechtzeitig erfolgt und korrekt durchgeführt wird, ist in der Regel erfolgreich und nicht mit Schmerzen oder Problemen verbunden. Selbst wenn eine Operation nötig ist, ist es wichtig diese durchführen zu lassen. Die Eltern sind hier in der Pflicht, die Spätfolgen einer Nichtbehandlung ihres Jungen, wie z. B. Unfruchtbarkeit, abzuwenden.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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