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Johanniskraut – Heilpflanze

Eine der bekanntesten Mittelmeerpflanze ist das Johanniskraut. Johanniskraut wird meist in Form von Tabletten bei Depressionen eingesetzt. Das Öl der Heilpflanze hilft z. B. bei Hautproblemen.
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Johanniskraut – Pflanzenbeschreibung
Johanniskraut – Geschichte
Johanniskraut - Verwendete Pflanzenteile
Johanniskraut – Inhaltsstoffe
Johanniskraut – Heilwirkung
Johanniskraut – Anwendungsbereiche
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde
Johanniskraut – Nebenwirkungen
Johanniskraut – Kontraindikation
Johanniskraut – Anwendung
Innerlich Anwendung
Äußerliche Anwendung
Naturheilkunde - Johanniskraut
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Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Tüpfel-Hartheu, Tüpfel-Johanniskraut, Unserer Frauen Bettstroh, Frauenkraut, Gartheil, Hartenaue, Hergottsblut, Jageteufel, Jesuswundenkraut
Johanniskraut – Pflanzenbeschreibung

Johanniskraut gehört zur Pflanzenfamilie der Hartheugewächse (Hypericaceae). Der wissenschaftliche Name der Heilpflanze lautete „Hypericum perforatum“. Das Johanniskraut ist eine mehrjährige Pflanze.
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Das Johanniskraut (Hypericum perforatum) kann bis zu einem Meter hochwachsen und treibt einen verzweigten Stängel aus. Rund um den Stängel befinden sich kleine ovale Blätter, die lauter rötlich braune Punkte haben. In diesen Punkten befindet sich das rote Öl. Heimisch ist die Pflanze in Europa, Nordafrika und Nordasien. Sie wächst an sonnigen trockenen Stellen an Wegrändern, Waldrändern oder Böschungen.

Im oberen Bereich ist die Pflanze buschig verzweigt. Das Johanniskraut blüht im Sommer goldgelb mit vielen Einzelblüten. Die Blüten haben je 5 Blütenblätter. Die braunen Staubblätter sind mit dunkelroten Drüsenpunkten übersäht.
Johanniskraut – Geschichte

Erwähnung findet das Johanniskraut schon in der Antike bei Dioskurides, Plinius Secundus und Galen. Das Johanniskraut wurde von den Heilkundigen bei Wunden, Hexenschüsse, Gicht und Rheuma eingesetzt.

Als wundheilende und blutreinigende Heilpflanze wurde das Johanniskraut von Paracelsus im Mittelalter empfohlen.

Geschmückt mit Johanniskrautkränzen tanzten die Menschen früher ums Sonnenwendfeuer und feierten den längsten Tag des Jahres. Anschließend warfen sie die Kränze ins Feuer oder übers Hausdach – das sollte vor Hexen, Dämonen und böser Zauberei schützen.
Johanniskraut - Verwendete Pflanzenteile

Arzneilich genutzt wird das ganze Kraut, also alle Pflanzenteile außer der Wurzel.
Johanniskraut – Inhaltsstoffe

Das Kraut enthält 0,1 bis 0,3 Prozent rote Farbstoffe (Naphthodianthrone), zum Beispiel die Substanzen Hypericin und Pseudohypericin. Außerdem finden sich zu 0,2 bis 4 Prozent sogenannte Phloroglucinderivate, insbesondere der Stoff Hyperforin, und Flavonoide
Johanniskraut – Heilwirkung

Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken

  • abschwellend
  • antibakteriell
  • schleimlösend
  • schmerzstillend
  • tonisierend
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • adstringierend
  • blutbildend
  • blutstillend
  • krampflösend
Johanniskraut - Anwendungsbereiche

Das Hauptanwendungsgebiet der Heilpflanze sind die Depressionen. Johanniskraut kann Stimmungen aufhellen, Angstzustände lösen und nervöse Unruhen lindern.

Die alleinige Einnahme von Johanniskraut (ohne chemische Antidepressiva) kann bei depressiven Episoden eine erste Therapie darstellen, jedoch nur unter medizinischer Beobachtung und Aufklärung über Art und Dauer der Anwendung.

Für schwere oder chronisch verlaufende Depressionen sind keine positiven Effekte von Johanniskraut beschrieben.
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

Basierend auf langjähriger Erfahrung kann die Heilpflanze innerlich auch bei zeitweilig auftretenden mentalen Erschöpfungszuständen und leichten Magen-Darm-Beschwerden sowie äußerlich (etwa in Form von Johanniskrautöl) bei leichten Hautentzündungen, wie Sonnenbrand und leichten Wunden angewendet werden.

Johanniskraut kann man bei weiteren Erkrankungen eingesetzt werden. So zum Beispiel bei:

Johanniskraut – Nebenwirkungen

Der Inhaltsstoff Hypericin kann die Haut lichtempfindlicher machen und zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen führen.
Johanniskraut – Kontraindikation

Da Johanniskraut mit zahlreichen Medikamenten Wechselwirkungen hat, ist vor einer Verwendung mit Johanniskraut auf jeden Fall eine Rücksprache mit einem Arzt erforderlich.
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Meist schwächt Johanniskraut die Wirkung der anderen Mittel ab. Das gilt zum Beispiel für Medikamenten, die das Blut verdünnen (Phenprocoumon), für Zytostatika, Medikament gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten, für die Antibabypille als auch für Medikamente, die gegen HIV/AIDS helfen.

Zudem raten Experten Schwangere und stillende Frauen von der Verwendung von Johanniskraut ab.
Johanniskraut – Anwendung

Johanniskraut gibt es in verschiedenen Darreichungsformen zu kaufen. Entweder als Kraut zur Teezubereitung, als Trockenextrakt in Kapseln, Pillen, Tabletten oder Dragees. Zudem gibt es die Heilpflanze als alkoholischen Auszug, in Form von Tropfen und als Frischpflanzenpresssaft sowie als Johanniskraut-Öl. Letzteres wird aufgrund seiner Farbe auch Rotöl genannt.

Für die Herstellung von Johanniskraut Präparaten werden die blühenden Zweigspitzen mit Blüten, Blättern und Stängel verwendet.
Innerlich Anwendung

Für eine innerliche Anwendung kann man Johanniskraut-Tee oder die Tinktur verwenden.
Äußerliche Anwendung

Man kann das Johanniskraut als Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Waschungen, Bädern und Umschlägen äußerlich anwenden.

Die bekannteste äußerliche Anwendung des Johanniskrautes ist jedoch das leuchtend rote Johanniskraut-Öl, das aus den frischen Blüten hergestellt wird.
Teemischung: 2 Teelöffel Johanniskraut wird mit einem Liter kaltem Wasser übergossen. Die Mischung wird erhitzt und nach etwa drei Minuten abgeseiht. Trinken sollte man täglich 2 bis drei Tassen, ungesüßt.
Johanniskraut-Öl Rezept: Man nimmt frisch aufgeblühte Blüten in ein helles Schraubglas. Das Glas wird dann mit einem kalt gepressten, guten Olivenöl aufgefüllt. Das geschlossene Glas wird für vier bis fünf Wochen an einen hellen Ort gestellt. Das Glas sollte mehrmals in der Zeit geschüttelt werden. Nach der Zeit wird die Flüssigkeit abgeseiht und in eine dunkle Flasche gefüllt.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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