Karde (Dipsacus fullonum L.) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Karde (Dipsacus fullonum L.) – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Als Heilpflanze wird die Karde schon seit der Antike genutzt. Schon der griechische Arzt Dioskurides empfahl Extrakte der Pflanze z. B. gegen Fisteln am Po und gegen Warzen.

Die Karde ist im Aussehen der Distel sehr ähnlich.

Trotz ihrer langen Tradition als Heilpflanze ist die Karde relativ unbekannt. Sie gewinnt aber immer mehr an Bedeutung, da Extrakte aus der Wurzel der Karde gegen Borreliose helfen sollen.
Heilpflanze - Karde
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Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Karde (Dipsacus fullonum L.) – Pflanzenbeschreibung
Karde (Dipsacus fullonum L.) – Geschichte
Karde - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Karde – Heilwirkung und Anwendungsbereiche
  • Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde
Karde (Dipsacus fullonum L.) – Nebenwirkungen Kontraindikation
Karde (Dipsacus fullonum L.) – Anwendung
  • Kardenwurzel Teerezept
  • Karde (Dipsacus fullonum L.) – Tinktur
Karde (Dipsacus fullonum L.) – Homöopathie
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Die Karde hat eine Vielzahl von volkstümlichen Namen.

So zum Beispiel:

  • Weber-Karde
  • Wilde Karde
  • Zisternenpflanze
  • Tuchkart
  • Immerdurst
  • Kardätschendistel
  • Krempeltestel
  • Raukarde
Karde (Dipsacus fullonum L.) – Pflanzenbeschreibung

Heimisch ist die Karde (Dipsacus fullonum L.) in Europa. Sie ähnelt sehr der Distel, ist aber keine Distel. Sie bildet eine eigene Pflanzenfamilie und gehört zur Pflanzenfamilie der Kardengewächse.

Die Karde ist eine zweijährige Pflanze und sie bevorzugt zum Wachsen steinige Böden oder Überschwemmungsflächen, an Ufern, auf Weiden und auf Erdaufschüttungen.
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Die Wachstumshöhe der Karde liegt zwischen 80 cm bis 150 cm. Der Stängel der Heilpflanze ist kantig. An den Stängelkanten und an der Mittelrispe der Blätter sitzen Stacheln. Die Blätter stehen sich gegenüber und ihre Ränder sind an der Basis paarweise zusammengewachsen, so dass sich ein Trichter bildet. In diesem Trichter sammelt sich das Regenwasser und der Tau.

Die Blütenstände sind eiförmig und 5 cm bis 8 cm groß und blühen von Juli bis August. Sie bestehen aus vielen violetten, röhrig verwachsenen Einzelblüten.

Die Früchte der Karde reifen von September bis Oktober und sehen aus wie kleine Nüsse.

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet „Dipsacus fullonum L.)“ und sie gehört zur Pflanzenfamilie der Kardengewächse (Dipsacaceae).
Karde (Dipsacus fullonum L.) – Geschichte

Seit mehr als 2.000 Jahren werden Extrakte der Heilpflanze genutzt. Schon der griechische Arzt Dioskurides verwendete die Extrakte gegen Fisteln am Po und gegen Warzen.

Früher wurden die abgeblühten Blütenköpfe zum Kämmen ungesponnener Wolle verwendet.
Karde - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Medizinische Verwendung findet die Wurzel der Karde.

Inhaltsstoffe

Die Wurzel beinhaltet zum Beispiel:

Scabiosid, Iridoide, Saponine, Glykoside, Mineralsalze
Karde – Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Der Karde werden folgende Heilwirkungen nachgesagt:

  • antibakteriell
  • blutreinigend
  • harntreibend
  • Immunsystem stärkend
  • schweißtreibend

Karde (Dipsacus fullonum L.) - Anwendungsbereiche

Die Hauptanwendung der Extrakte liegt bei der Behandlung der Borreliose.

Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

In der Volksheilkunde werden die Extrakte auch z. B. gegen

eingesetzt.
Karde (Dipsacus fullonum L.) – Nebenwirkungen / Kontraindikation

Da es zurzeit keine aussagekräftigen Untersuchungen zur Toxizität und Pharmakologie der Extrakte gibt, ist es noch nicht möglich eventuelle Nebenwirkungen/ Kontraindikation zu benennen.

Erfahrungen lassen annehmen, dass die Extrakte meist gut verträglich sind. Möglicherweise löst Kardentinktur oder Tee Hautausschläge aus, in seltenen Fällen Kreislaufprobleme, Herzrasen, Angstzustände oder Schüttelfrost.
Karde (Dipsacus fullonum L.) - Anwendung

Extrakte der Karde werden innerlich und äußerlich angewendet. So kann man aus der Kardenwurzel eine Tinktur oder Tee herstellen, die gegen Borreliose helfen. Gerade dann ist das hilfreich, wenn eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt. Man kann die Extrakte aber auch begleitend zu einer Antibiotika-Behandlung einsetzen. Zudem soll die Kardenwurzel das Immunsystem stärken.

Kardenwurzel Teerezept: Für einen Tee benötigt man einen Teelöffel voll zerkleinerter Kardenwurzel. Kocht sie mit einer Tasse Wasser kurz auf und seiht den Sud dann ab.

Der Tee wirkt z. B. blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend, entgiftend und ausleitend.

Er hilft z. B. bei Gicht, Gelbsucht Leberkrankheiten, Ödeme, Kopfschmerzen, Rheuma, Arthritis und entzündlichen Hautkrankheiten.

Karde Tinkturrezept: Hergestellt wird die Tinktur aus der Wurzel der Karde. Die zerkleinerte Wurzel wird gründlich gewaschen und kommt dann in ein Schraubdeckelglas. Ist das Glas halb gefüllt, wird es mit Doppelkorn oder Weingeist aufgefüllt. Das verschlossene Glas wird für ca. zwei bis sechs Wochen zur Seite gestellt. Ist die Zeit um, wird in eine dunkle Flasche abgeseiht.

An einem dunklen, kühlen Platz gelagert, hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.

Innerlich angewendet nimmt man zwei bis dreimal von der Tinktur 10 bis 50 Tropfen täglich - soweit vom Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker nicht anders verordnet.

Äußerlich kann man die Tinktur als Kompresse, verdünnt als Teilbad, verdünnt zur Waschung, Pur auftupfen oder in Cremes verwenden.

Hilft zudem bei Hautkrankheiten, Furunkel, Sommersprossen, Warzen oder Fingerwunden.

Konzentriert angewendet kann Karden-Tinktur die Haut reizen, daher sollte man sie in den meisten Fällen verdünnt anwenden.

Bei der Behandlung von Warzen ist die hautreizende Wirkung jedoch erwünscht. Zu diesem Zweck kann man die Kardentinktur pur auftupfen.
Karde (Dipsacus fullonum L.) - Homöopathie

In der Homöopathie gibt es die Karde in verschiedenen Verdünnungen.
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Die Urtinktur D1 wird zum Beispiel gegen Hautkrankheiten wie Warzen, Akne, Risse an den Lippen, Furunkel oder Schuppenflechte angewendet.
Fazit: Die Karde ist eine Heilpflanze, die in weiten Teilen Europas, Asiens und in Nordafrika ihre Heimat hat. Die Wurzel der Karde wird seit über zwei Jahrtausenden zur Herstellung von Heilmitteln verwendet.
Zurzeit liegen keine wissenschaftlichen Beweise vor, die die Wirksamkeit der Kardenwurzel bestätigen. Aber auf Grund der Inhaltsstoffe lässt sich ableiten, dass die Wurzel der Karde gewisse antibiotische und antientzündliche sowie zellschützende Aktivitäten vereinen dürfte.

Abschätzbar ist aus den vorhandenen Daten auch nicht, ob durch die Extrakte die Borreliose geheilt werden kann. Gegen eine begleitende Anwendung zur schulmedizinischen Therapie (Antibiotika) ist bei derzeitiger Datenlage jedoch nichts einzuwenden.

Bei bestimmungsgemäßer Einnahme in therapeutischer Dosis sind für die Karde keine Anwendungsrisiken und Nebenwirkungen bekannt.
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Wichtig: Meist haben Heilkräuter eine positive Wirkung auf den Körper. Trotzdem sollte man vor jeder Anwendung mit Heilpflanzen immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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