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Kinder, die sich im Wege stehen – Dyspraxie

Baby/Kinder
Ist das Kind ungeschickt, stürzt häufig, wird bei Klassenarbeiten nicht rechtzeitig fertig oder kann im Sport nicht mithalten, kann eine sogenannte Dyspraxie dahinterstecken.

Dyspraxie ist ein Entwicklungsrückstand der motorischen Funktionen. Es ist einfach genommen, die mangelnde Fähigkeit zur motorischen Planung. Die Erkrankung kann sowohl im grobmotorischen als auch im feinmotorischen Bereich sowie in allen koordinativen Aktivitäten auftreten.

Das betroffene Kind hat wenig Gefühl für seinen eigenen Körper. Durch die eigene mangelnde Körperwahrnehmung weiß das Kind zwar ganz genau, was das Ziel seiner Handlung sein soll, kann diese jedoch nicht Zielgenau ausführen.

Die Ursachen dieser Krankheit lassen sich selbst nicht behandeln, sie begleiten das betroffene Kind lebenslang. Durch gezielte Therapiemaßnahmen lassen sich die Grob- und Feinmotorik der Patienten jedoch deutlich verbessern.

Es leiden an der Erkrankung ca. acht bis zehn Prozent aller Kinder, die auch als Symptom des ungeschickten Kindes bezeichnet wird. Von der Dyspraxie sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen.

Die genauen Ursachen der Dyspraxie sind noch nicht vollständig geklärt und müssen weiter untersucht werden. Fest steht nur, dass sie aus einer Schädigung des Gehirns resultieren. Möglicherweise ist die Störung eine Folge unreifer Neuronenentwicklungen.
Dyspraxie – Symptome
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Inhalt

Dyspraxie – Symptome
Dyspraxie – Diagnose
Dyspraxie - Behandlung/Therapie
Dyspraxie – Vorbeugung
Weitere Themen
Dyspraxie – Symptome

Die Dyspraxie tritt zum Beispiel häufig mit dem Asperger-Syndrom, ADHS oder Autismus auf.

Anzeichen einer Dyspraxie sind grob- und feinmotorische Störungen. Es fällt den betroffenen Kindern schwer Bewegungen und Handlungen zu erlernen und zu planen. Das Kind kann bestimmte Bewegungsabläufe nicht speichern, um diese Bewegungen wieder abzurufen. Zudem hat das Kind Schwierigkeiten bei gleichzeitiger Bewegung von Armen und Beinen. Dadurch entstehen Probleme beim Ausführen von bestimmten Tätigkeiten.
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Genannt sei hier zum Beispiel Schnürsenkel binden, einen Ball fangen oder einen Turm mit Klötzen bauen.

Auch können die Gesichtszüge entgleiten und es kommt zu unkontrollierten Bewegungen einzelner Gliedmaßen. Zudem kommen die Kinder in der Schule nicht mit. Es zeigt sich zum Beispiel eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Zahlen werden verwechselt. So wird aus einer 18 eine 81 oder aus der 6 die 9 und aus einem b wird ein p. Bei der Dyspraxie haben betroffene Kinder Schwierigkeiten den Füller zu halten und gleichzeitig zu schreiben. Dazu kommen Schwierigkeiten mit Formen, Größen, Längen und Raumbeziehungen, die die Kinder nicht bestimmen können.
Dyspraxie – Diagnose

Den Dyspraxie-Kindern mangelt es am Erkennen von Bewegungsabläufen, so fallen sie aufgrund ihrer unkoordinierten Handlungen und Bewegungen auf. Auch benötigen sie eine längere Zeit bestimmte Dinge zu erlernen. Das können tägliche Aufgaben sein, wie beispielsweise das morgendliche Anziehen.

Sollten Sie bei ihrem Kind die oben genannten Symptome bemerken, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Bei einer Dyspraxie kommt es zu keiner Heilung. Die Erkrankung besteht ein Leben lang.

Eine frühzeitige Diagnose der Dyspraxie ist deswegen besonders wichtig. Nur dadurch können die Beschwerden erfolgreich verbessert werden.
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Der Arzt sollte spätestens dann aufgesucht werden, wenn das betroffene Kind Beschwerden bei der Koordination aufweist, aber auch dann, wenn das Kind einen unsicheren Gang aufweist oder Schwierigkeiten bei einfachen Bewegungsabläufen hat.

Unterscheiden wird der Kinderarzt in grobmotorischer Dyspraxie und der feinmotorischen Dyspraxie.

Bei der grobmotorischen Dyspraxie ist vor allem der Haltungs- und Bewegungsablauf zusammengefasst. Mögliche Symptome sind, dass sich das Kind öfters stößt oder stolpert. Das Kind ist unfallgefährdet. Seine allgemeine Haltung ist instabil. Es kann zum Beispiel nicht lange aufrecht sitzen oder stehen. Zudem ist es unruhig und kommt schnell aus dem Gleichgewicht. Betroffene Kinder zeigen sich auf den Spielplatz ungeschickt im Umgang der Spielgeräte, z. B. beim Klettern, Schaukeln oder der Kletterwand. Auch weiß es nicht, wie es wieder herunterkommt.

Das Kind wirkt eben plump und ungeschickt.

Die feinmotorische Störung der Dyspraxie beruht auf einer ungenügenden Verknüpfung von propriozeptiven (tiefensensiblen) und taktilen Reizen. Das Kind hat Probleme mit der Schere, der Stifthaltung oder bei der Handhabung kleiner Dinge, wie zum Beispiel mit Reißverschlüssen, Knöpfen usw. So ist auch das Schriftbild auffällig, die Schrift bleibt nicht auf der Linie, der Schriftdruck ist zu hoch und das Schreibtempo ist zu langsam. Bei Bastelarbeiten hat das Kind keinen Plan, wie etwas gemacht wird.
Je nachdem was der Kinderarzt feststellt, kommt es zu verschiedenen Therapien. Dazu gehören zum Beispiel Ergotherapie, Psychomotorik oder andere.
Dyspraxie - Behandlung/Therapie

Die Erkrankung besteht ein Leben lang und kann nicht geheilt werden. Eine Behandlung erfolgt symptomatisch.

Ist die Diagnose Dyspraxie gestellt, wird eine Behandlung mit verschiedenen Therapien durchgeführt.

Eine Therapie zielt vor allem auf die Komplikationen ab, die den Alltag erschweren. Möglich ist das leider nicht in allen Fällen.

Die Ursachen der Dyspraxie sind bisher nicht bekannt, so dass sie sich selbst nicht behandeln lässt. Durch verschiedene Therapien ist es jedoch möglich, die grob- und feinmotorische Koordinationen des Kindes zu verbessern.

Angewendet werden Methoden der Ergotherapie, Krankengymnastik oder Motopädie - Körper und Bewegung stehen im Zentrum des motopädischen Wirkens.

Während der Therapie müssen die Kinder gezielte Bewegungsabläufe unter Anleitung durchführen. Sie finden dadurch mehr Sicherheit in ihren Bewegungen. Der Betroffene erlernt, wie er eine Alltagsbewältigung mit den vorhandenen Einschränkungen meistern kann. Zudem kann, je nach Ausprägung der Krankheit, auch eine logopädische Behandlung notwendig sein. Zudem kann bei einer zielgerichteten logopädischen Behandlung das Problem beim Essen und Trinken behoben werden.

Aber auch die Eltern können helfen, indem sie für einen kontinuierlichen Tagesablauf sorgen. Der Tag sollte so konstruiert sein, dass er dem vorhergehenden Tag sehr ähnelt. Dazu gehören einfache Tätigkeiten wie zum Beispiel gemeinsam das Frühstück vorbereiten und zusammen die Kleidung auswählen. Es gehört viel Geduld, Fürsprache, Lob und Verständnis für das Kind dazu. Auch sollte man offen mit dem Kind über die Krankheit reden.

Durch erlernte motorische Fähigkeiten ist eine gute Lebensführung möglich.
Dyspraxie – Vorbeugung

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es einige Risikofaktoren, die die Krankheit begünstigen.

Dazu gehören Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt.

Komplikationen können zum Beispiel sein:

  • Wachstumsretardierungen des ungeborenen Kindes.
  • Infektionen während der Schwangerschaft.
  • Ein geringes Geburtsgewicht oder eine Frühgeburt.

Schwangere Frauen sollten sich während der Schwangerschaft ausgewogen ernähren und sehr auf ihre Lebensweise achten.

Zu beachten ist auch, je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser ist meistens auch der weitere Verlauf. Aus diesem Grund sollten die Eltern schon bei den ersten Anzeichen und Symptomen der Erkrankung einen Arzt aufsuchen, um eine Verschlechterung der Beschwerden zu verhindern.
Dyspraxie ist ein Entwicklungsrückstand
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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