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Körperhaltung – und was sie über uns aussagt!

Die Körperhaltung beschreibt die Art, wie wir stehen, gehen oder sitzen. Medizinisch betrachtet ist die Körperhaltung das Zusammenwirken von Muskeln, Bändern und Knochen.
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Die Körperhaltung sagt viel über unseren gesundheitlichen Zustand aus, und dass sowohl bezogen auf unsere körperliche als auch unsere seelische Verfassung. Bei körperlichen Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenschmerzen oder auch nach einem Unfall, kann es sein, dass wir gar nicht in der Lage sind, unsere natürliche Körperhaltung einzunehmen – ein aufrechter Gang ist dann vielleicht nicht möglich. Seelische Leiden zeigen sich häufig auch, wie zum Beispiel in einer gebuckelten Haltung, so als trage man eine schwere Last auf seinen Schultern.

Die Körperhaltung eines jeden Menschen ist so individuell wie der Mensch selbst und sagt somit auch viel über seine Charaktereigenschaften aus. Die Körperhaltung drückt Stimmungen aus, ist eine Körpersprache und sendet Signale an unsere Mitmenschen, und dass ohne das gesprochene Wort.
Inhalt

Körperhaltung – Gesundheitliche Probleme durch Fehlhaltung
Körperhaltung beim Gehen
Körperhaltung beim Stehen
Körperhaltung beim Sitzen
Körperhaltung – Ausdruck und Gemütslage
Körperhaltung – Gesundheitliche Probleme durch Fehlhaltung

Eine dauerhafte Fehlhaltung führt zu einer Reihe körperlicher Beschwerden, wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Verspannungen. Und tatsächlich zählen Rückenschmerzen und Verspannungen heutzutage zur Volkskrankheit. Warum? Viele von uns sitzen zu viel und bewegen sich zu wenig. Wenn dann auch noch falsch gesessen wird, zum Beispiel vorn übergebeugt vorm PC, sind Verspannungen die Folge und aufgrund der Schmerzen eine gekrümmte Körperhaltung.

Am Arbeitsplatz ist daher Ergonomie schon seit vielen Jahren ein Thema. Das heißt, es werden Arbeitsbedingungen geschaffen, die sich dem Menschen anpassen. Ein Beispiel dafür ist der Büro-Arbeitsplatz: Hier betrifft es die Form des Bürostuhls, die Höhe und Position des Schreibtisches sowie die Tastatur, bei der die Form abgerundet ist und die Buchstaben schräg angebracht sind, so dass die Hände nicht nach außen abknicken (Leider hat sich die ergonomische Tastatur nicht durchsetzen können).

Dauerhaftes falsches Gehen, Stehen oder Sitzen hat gesundheitliche Probleme zur Folge. Selbst eine vorübergehende sogenannte Schonhaltung, die wir beispielsweise annehmen, wenn ein Körperteil schmerzt, führt dazu, dass der dann überbelastete Körperteil schmerzt. Ein über- bzw. falsch belasteter Bewegungs- und Stützapparat zieht folgende körperliche und auch psychische Beschwerden nach sich:


Was kann man also tun, um seine Körperhaltung zu verbessern? Nachstehend ein paar Tipps und auf was Sie achten sollten:
Körperhaltung beim Gehen

Zunächst einmal ist es wichtig, bequeme Schuhe zu tragen, die weder den Fuß einengen noch aufgrund synthetischen Materials die Füße darin schwitzen. Frauen sollten hochhackige Schuhe mit flachen Schuhen im Wechsel tragen (hochhackige Schuhe verkürzen die Sehnen). Am besten ist es, wann immer es möglich ist, barfuß zu laufen, ob in der Wohnung oder im Sommer draußen: Beim Barfußlaufen wird die Fußmuskulatur durch das richtige Abrollen des Fußes beim Gehen gestärkt, was für eine gesunde Fußmuskulatur sorgt. Das wirkt sich positiv auf die gesamte Körperhaltung aus.

Oder üben Sie daheim mal den „aufrechten Gang“, indem Sie sich ein Buch auf den Kopf legen und damit in der Wohnung herumspazieren. In einigen Ländern, wie Indien zum Beispiel, werden nicht selten Lasten auf dem Kopf tragend transportiert – ein aufrechter Gang ist dafür die Voraussetzung. Um die gesamte Muskulatur zu lockern und gegen Verspannungen vorzubeugen reichen manchmal schon kleine Maßnahmen aus, wie zum Beispiel beim Treppensteigen nebenbei die Schultern im Wechsel hochzuziehen und wieder fallen lassen.
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Körperhaltung beim Gehen
Körperhaltung beim Stehen

Sicherlich kennen einige von uns noch den Spruch unserer Mütter oder Großmütter: Bauch rein, Brust raus! Und tatsächlich – beherzigt man diesen Tipp – steht man im Nu gerade. Bei Sportlern kann man das gut beobachten: Die aufrechte gespannte Körperhaltung spiegelt die Konzentration vor einem Wettkampf wider.

Bei einer beruflichen Tätigkeit, die überwiegend Stehen erfordert, zum Beispiel hinter einem Verkaufs-Tresen, ist es wichtig, seine Position wechselnd zu verändern. Das heißt, nicht nur eine Körperseite belasten und sich ab und zu auf die Zehenspitzen stellen sowie immer mal wieder die Beine lockern.
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Körperhaltung beim Sitzen

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Das Hauptproblem beim Sitzen ist, dass die meisten von uns zu viel sitzen, erst recht, wenn der Arbeitsplatz eine sitzende Position erforderlich macht. Von viel Sitzen spricht man, wenn man mehr als vier Stunden am Tag sitzend verbringt – bei einem Bürojob kommen da schon mal acht Stunden zusammen. Wichtig ist das aufrechte Sitzen, wobei man den Rücken anlehnt und die Schulter gerade hält. Eine zusammengesunkene Körperhaltung beim Sitzen führt dauerhaft zu Rückenschmerzen und Nackenverspannungen und macht außerdem müde. Man sollte darauf achten, immer mal wieder die Sitzposition zu verändern und vor allem zwischendurch aufstehen und sich bewegen. Während des Sitzens auch mal die Füße bewegen, anspannen und lockerlassen oder sie kreisen lassen. Genauso wie die Schultern zwischendurch nach vorn und nach hinten im Wechsel abrollen oder die Arme ausstrecken, so dass auch sitzend der Körper zumindest etwas in Bewegung ist.
Körperhaltung – Ausdruck und Gemütslage

Unsere Körperhaltung sowie unsere Mimik und Gestik sagt aus, was für ein Typ wir sind – es ist unsere Körpersprache. Sie zeigt sowohl unsere Gemütslage an, als auch unseren Gesundheitszustand. Bei körperlichen Beschwerden, und seien es nur Kopfschmerzen oder eine Erkältung, wird die Körperhaltung eine andere sein, als wenn wir uns fit fühlen. Wenn jemand Kummer und Sorgen hat, zeigt sich das häufig in einer nach vorn übergebeugten Haltung – der Ausspruch „jemand hat sein Päckchen zu tragen“ oder „alle Last auf seinen Schultern“ trifft daher zu. Häufig bekommt man dann auch zu hören oder sagt sich selbst „reiß dich zusammen“ oder „am Riemen reißen“, was nichts anderes bedeutet als seinen Körper anzuspannen und eine gerade Haltung einzunehmen – das reicht manchmal schon aus, um die Dinge wieder etwas positiver zu sehen und ein Problem „anzupacken“

Natürlich ist die Körperhaltung so wie wir gehen, stehen oder sitzen u. a. auch typbedingt. Ein eher „gewichtiger“ Mensch wird nicht federleichten Fußes daher gehen und der eher rastlose und aufgedrehte Typ wird wahrscheinlich drei Treppenstufen auf einmal nehmen und meist schnell unterwegs sein.
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Wie wir auf andere wirken, können wir daher kaum ändern. Außer, wenn wir bestimmte Ziele vor Augen haben, also was erreichen wollen, wie zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespräch. Dabei spielt die Körperhaltung eine nicht unerhebliche Rolle. Das lässt sich trainieren! Eine aufrechte Körperhaltung und seinem Gegenüber in die Augen schauen ist dabei eine Grundvoraussetzung. Wohingegen vor dem Körper verschränkte Arme ablehnend oder sogar provozierend wirken können. Versteckte Hände zeigen Unsicherheit und Nervosität. Und das sind nur einige Beispiele von vielen.

So ist die richtige Körperhaltung nicht nur für unsere körperliche Gesundheit wichtig, sondern wirkt sich auch positiv auf unsere Psyche und unser Selbstbewusstsein aus.

Über Körperhaltung und Körpersprache gibt jede Menge Literatur und Kurse, die das Erlernen der richtigen Körpersprache sowie Rhetorik anbieten. Eins ist jedoch klar: Wie wir letztendlich auf Andere wirken – darauf haben wir keinen Einfluss. Denn zu viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, wie zum Beispiel die Stimme, die Art, wie wir sprechen, unsere Mimik, der Ausdruck unserer Augen, unsere Körpergröße usw. Das können wir an uns selbst testen, indem wir einmal unser Gegenüber ganz bewusst wahrnehmen, was uns an ihm stört und was wir sympathisch finden.
Fazit: Eine aufrechte Körperhaltung ist in jedem Fall gut, nicht nur für unsere Knochen und Gelenke, sondern auch für unser seelisches Wohlbefinden.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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