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Krank durch Hormonspirale?

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Die EMA (Europäische Arzneimittelbehörde) prüft zurzeit, ob die Hormonspiralen des Pharmakonzern Bayer – „Mirena, Jaydess und Kyleena“, ein Risiko für die Gesundheit ist. Vermutet wird, dass das in den Spiralen verwendetes Hormon Levonorgestrel verantwortlich ist für Nebenwirkungen. So kommt es vermutlich zu Ängsten, Stimmungsveränderungen, Schlafstörungen und innerer Unruhe. Häufige Nebenwirkungen, wie z. B. Depression und depressive Stimmungen stehen schon im Beipackzettel.

Allein in der Datenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte findet man allein für Mirena mehr als 270 gemeldete Verdachtsfälle von Depression, Aggression, Nervosität, Schlaflosigkeit, verminderter Libido und Panikattacken.

Bisher hat der Hersteller Bayer mit seinen Hormonspiralen seit 2016 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielt.
Bayer jedenfalls behauptete, dass es bei der Firma keine vorliegenden Daten, also keine Anhaltspunkte dafür gäbe, dass zwischen der Verwendung von levonorgestrelhaltigen Intrauterinsystemen (Spirale) und der Entwicklung von schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen einen Zusammenhang gibt.

Genauere Untersuchungen am Erasmus University Medical Center in Rotterdam von Professor Steven Kushner (Professor für neurobiologische Psychiatrie) kamen zu dem Schluss, dass Frauen, die eine Hormonspirale trugen, in Stresssituationen häufig besonders große Mengen des Stresshormons Kortisol ausschütteten. Somit gilt chronischer Stress als wichtiger Risikofaktor für viele befürchteten psychischen Nebenwirkungen der Hormonspirale.

Kushner führte aus, „dass seine Experimente klar zeigen würden, dass levonorgestrelhaltige Hormonspiralen nicht nur lokal in der Gebärmutter wirken“.

Kritik übte er auch an der Broschüre von Bayer, denn dort steht dass das Hormon Levonorgestrel nur lokal freigesetzt wird.
Hormonspirale

Die Hormonspirale (aus Kunststoff) wird für die Dauer von 3 Jahren vom Arzt in die Gebärmutter eingesetzt, gibt dort direkt das Hormon Gestagen ab und bewirkt dadurch eine örtliche Veränderung in der Gebärmutter. Der Eisprung wird bei dieser Methode nicht gehemmt.

Vorteile: Keine Anwendungsfehler möglich und daher sicher. Die Regelblutung ist häufig schwächer, kürzer und weniger schmerzhaft. Geringeres Thromboserisiko wie bei der Pille oder dem Hormonring. Kann auch bei bestimmten Gerinnungsstörungen als Verhütungsmittel zum Einsatz kommen. Keine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten, da das freigesetzte Gestagen überwiegend nur örtlich wirkt. Die Hormonspirale ist auch während der Stillzeit geeignet.

Nachteile: Spätestens sechs Wochen nach Beginn der letzten Monatsblutung sollte die Regelblutung einsetzen, da sonst aus verschiedenen Gründen (z. B. Verrutschen der Spirale) eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden kann. Das Risiko für eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft ist etwas erhöht. In den ersten Monaten können vermehrt Schmierblutungen auftreten. Auch Zwischenblutungen können auftreten. Eher selten sind Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gewichtsveränderungen, Libidoverlust, depressive Verstimmungen und Brustspannen. Bei ca. 20 % der Frauen, die die Hormonspirale schon länger anwenden, schwächt die Menstruation sich ab oder bleibt aus (Amenorrhö). Die Gefahr der sogenannten Zystenbildung des Eierstocks ist bei etwa jeder Zehnten Anwenderin der Hormonspirale zu verzeichnen. Auch Unterleibsentzündungen sprechen gegen die Verhütung mit einer Spirale.

Kosten: Die Hormonspirale kostet zwischen 250 und 400 Euro. Der Preis gilt für Beratung, Untersuchung und für das Einlegen der Spirale. Monatlich umgerechnet betragen die Kosten hierfür zwischen ca. 7,00 Euro bis 11,00 Euro.

23.06.2017
Risiko für die Gesundheit- Hormonspirale
Bild: fotolia.de
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.

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