Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Kratzbeeren sind enge Verwandte der Blaubeeren. Der Geschmack der Kratzbeeren ist nicht so intensiv, wie die der Blaubeeren und zudem säuerlich. Die Früchte und Blätter sind jedoch gute Vitaminspender und eignen sich für einen gesunden Tee hervorragend.

Die Kratzbeeren gehören zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse (Rosaceae), die aus mehreren tausend Arten besteht. Die bekanntesten Arten, die zu dieser Gattung gehören sind wohl Himbeeren und Brombeeren.

Heimisch ist die Pflanze in Europa und Nordasien. Sie ist selbstbefruchtend, braucht also zur Frucht- und Samenbildung keine weiteren Blüten.
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Pflanzenbeschreibung
Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Geschichte
Kratzbeere - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Kratzbeere – Heilwirkung und Anwendungsbereiche
Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Anwendung
  • Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Teerezept
  • Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Tinkturrezept
Äußerliche Anwendung
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Die Kratzbeeren sind in der Volksheilkunde auch unter den Namen Ackerbeere oder Bockbeere bekannt.

Weitere Namen der Kratzbeeren sind:

  • Bereifte Brombeere
  • Bockbeere
  • Kratzbeere
  • Kroatzbeere
  • Bockbeere
Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Pflanzenbeschreibung

Heimisch ist die Kratzbeere in Europa. Die Kratzbeere ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wachstumshöhe von 20 cm bis 70 cm erreicht. Sie wächst bevorzugt an Wald- und Wegrändern an warmen sonnigen Plätzen. An schattigen Plätzen wächst die Pflanze langsamer und hat weniger Früchte.

Die Pflanze hat Stacheln, die kratzen, aber nicht stechen. Das könnte auch den Namen der Pflanze erklären.
Bild: pixabay website5


Die Blätter der Kratzbeere sind dreizählig und ungleich gezähnt. Die Blüten der Pflanze sind große weiße Sterne mit fünf Einzelblättchen und blühen zwischen Juni und Juli. Die Blüten der Kratzbeere sind kaum von den Blüten der Blaubeere zu unterscheiden.

Bis zum Spätsommer entwickeln sich aus den Blüten die Samen in den blaureifen Früchten.

Die Kratzbeere wird im Gegensatz zur Blaubeere nicht kultiviert. Da sie im Vergleich zur Blaubeere eine eher geschmackliche Enttäuschung ist und eher einen faden und säuerlichen Geschmack hat.

Trotzdem gilt sie als Vitaminspender und die Früchte und Blätter eigenen sich hervorragend für einen gesunden Tee.
Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Geschichte

Kratzbeeren wurden schon seit der Steinzeit genutzt. Später wurden die Blätter der Pflanze als Tee zubereitet.

Nach Plinius sind Früchte und Blüten harntreibend, ein Aufguss in Wein hilft gegen Gallensteine.

Der griechische Arzt Pedanios Dioscurides empfahl Extrakte der Kratzbeere zum Beispiel gegen Durchfallerkrankungen, wie es aus seinem Werk Materia medica beschrieben wird.
Kratzbeere - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Kratzbeeren haben eine Vielzahl gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe.

So zum Beispiel:

  • Ätherisches Öl
  • Oxalsäure
  • Milchsäure
  • Kalzium
  • Kalium
  • Gerbstoff
  • Pektin
  • Apfelsäure
  • Salicylsäure
  • Bernsteinsäure
  • Vitamin C
Kratzbeere – Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Die Heilwirkung der Inhaltsstoffe ist zum Beispiel:

  • tonisierend
  • adstringierend
  • blutreinigend
  • harntreibend
  • blutstillend
  • schleimlösend

Anwendungsbereiche

Die Beeren und Blätter kann man auf Grund der Inhaltsstoffe zum Beispiel gegen


einsetzen.
Kratzbeere (Rubus caesius L.) - Anwendung

Verwendet werden die Extrakte der Waldbeeren überwiegend als Tee oder Tinktur.

Kratzbeere (Rubus caesius L.) – Teerezept: Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel Kratzbeerenblätter mit heißem Wasser. Der Sud muss für zehn Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Der Tee wird in kleinen Schlucken getrunken.

Innerlich angewendet hilft der Tee zum Beispiel gegen Verschleimung der Atmungsorgane, hat eine blutreinigende Wirkung und führt zu einer Verbesserung von Hautproblemen, wie Ekzemen und schlecht heilenden Wunden. Aufgrund seiner adstringierenden (zusammenziehenden) Wirkung hilft der Tee zudem bei Magen- und Darmstörungen und Durchfällen.

Kratzbeere (Rubus caesius L.) - Tinkturrezept: Ein mit Kratzbeerenblätter gefülltes Schraubdeckelglas wird mit Weingeist oder Doppelkorn aufgefüllt, so dass alles bedeckt ist. Die Mischung muss für zwei bis sechs Wochen ziehen und wird dann in eine dunkle Flasche abgeseiht.

Täglich kann man bis zu dreimal am Tag 10 bis 50 Tropfen einnehmen. Ist die Tinktur zu konzentriert, dann kann man sie mit Wasser verdünnen.
Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann man die Extrakte z. B. zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum einsetzen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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