Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Beheimatet ist der Kreuzdorn in weiten Teilen Europas, im Norden Asiens und Afrika.

Medizinisch genutzt werden die Früchte des Kreuzdorns. Aber Achtung - Die Beeren sind leicht giftig und sollten nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich angewendet werden.

Verwendet werden die Extrakte des Kreuzdorns hauptsächlich als mildes Abführmittel.
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) – Pflanzenbeschreibung
Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) – Geschichte
Kreuzdorn - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Kreuzdorn – Heilwirkung und Anwendungsbereiche
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde
Kreuzdorn – Nebenwirkungen / Kontraindikation
Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) – Anwendung
  • Kreuzdorn Teerezept
  • Äußerliche Anwendung
Achtung
Fazit
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Der Kreuzdorn ist unter weiteren volkstümlichen Namen bekannt.
So zum Beispiel unter den Namen.

  • Hexendorn
  • Echter Kreuzdorn
  • Purgierkreuzdorn
  • Wegdorn
  • Färberbeere
  • Amselbeere
  • Kreuzbeere
Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) – Pflanzenbeschreibung

Heimisch ist der Kreuzdorn in Teilen Europas, im Norden Asiens und Afrika. Der Strauch erreicht eine Wachstumshöhe von bis zu drei Metern.

Die Pflanze an sich bevorzugt einen kalkhaltigen und lockeren Lehmboden. Zu finden ist der Kreuzdorn überwiegend an steinigen Hängen, in Hecken und Gebüschen, aber auch an Waldrändern und auf Wegen.

Den Namen erhielt der Strauch durch seine langen Dornen, die sich an seinen Zweigspitzen befinden. Die Rinde der Zweige ist in jungen Jahren glatt. Ist die Pflanze älter, bilden sich Risse und die Rinde bekommt ein schorfiges Aussehen.

Die Blätter haben vertiefte Blattnerven, sind eiförmig und glänzend. Die Blüten des Kreuzdornes fallen wegen ihres kleinen Wuchses und der grüngelben Farbe kaum auf. Aus ihnen entwickeln sich die kugeligen, etwa erbsengroßen Früchte, die zunächst grün sind und sich dann schwarz färben. Die Erntezeit der Beeren ist von August bis Oktober. Gepflückt werden nur die voll ausgereiften Beeren.

Unreife, grüne Beeren sollte man nicht sammeln und verwenden, denn diese sind giftig und können zu Bauchschmerzen führen.

Der wissenschaftliche Name des Kreuzdorns lautet „Rhamnus catharticus“ und sie gehört zur Pflanzengruppe der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae).
Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) – Geschichte

Im 16. Jahrhundert wurde der Kreuzdorn erstmals heilkundlich erwähnt, man lobte die stark abführende Wirkung dieser Heilpflanze.

Durch die reinigende Wirkung der Extrakte des Kreuzdorns wurde er im Mittelalter auch zur Vertreibung von Dämonen eingesetzt.

In den alten Kräuterbüchern des Mittelalters wird der Kreuzdorn auch als Färbemittel erwähnt.
Kreuzdorn - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

In der Medizin werden die reifen Früchte des Kreuzdorns genutzt.

Inhaltsstoffe

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Pflanze sind:

  • Flavonglykoside
  • Anthrachinon-Verbindungen
  • Glykoside
  • Polyphenole
  • Vitamin C
Kreuzdorn – Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Extrakte des Kreuzdorns sind zum Beispiel:

  • kreislaufanregend
  • blutreinigend
  • harntreibend

Anwendungsbereiche

Der Kreuzdorn wird innerlich und äußerlich angewendet. Die Hauptanwendung der Extrakte des Kreuzdorns werden hauptsächlich als Abführmittel genutzt.

Trotz der guten Wirkung bei Darmträgheit sind bei Einnahme von Kreuzdorn einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

Als Abführmittel sollten man auf Kreuzdorn nur zurückgreifen, wenn andere Maßnahmen wie eine Ernährungsumstellung oder die Einnahme von Leinsamen erfolglos waren.
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

Neben der Verwendung als Abführmittel werden die Extrakte des Kreuzdorns in der Volksheilkunde bei vielen anderen Beschwerden eingesetzt.

So zum Beispiel bei:

Kreuzdorn – Nebenwirkungen / Kontraindikation

Eine zu hohe Dosierung sollte vermieden werden. Überschreitet man die empfohlene Dosierung kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall.

Auch eine längere Einnahme vom Kreuzdorn-Tee kann zu reversiblen Pigmenteinlagerungen in der Darmschleimhaut führen. Zudem kommt es zu Störungen des Wasser- und Mineralstoffhaushalts.

Während einer Schwangerschaft und Stillzeit sollten auf die Extrakte des Kreuzdorns verzichtet werden sowie bei Kindern unter 12 Jahren.

Bei einem Darmverschluss, entzündlichen Darmerkrankungen und bei Entzündungen in der Bauchhöhle darf man auf keinem Fall Extrakte des Kreuzdorns einnehmen.
Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) - Anwendung

Der Kreuzdorn ist leicht giftig, weswegen er nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich angewendet werden sollte.

Einen Tee kann man aus den getrockneten, reifen Beeren zubereiten.

Kreuzdorn Teerezept: Für einen Tee aus dem Kreuzdorn übergießt man zwei Teelöffel getrocknete Beeren mit einem Viertelliter heißem Wasser. Der Sud muss zehn Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Der Tee hilft zum Beispiel bei Verstopfung. Er hilft aber auch gegen zu niedrigen Blutdruck, Rheumatismus oder Gicht.

Äußerliche Anwendung: Äußerlich, z. B. als Umschlag, helfen die Extrakte des Kreuzdorns gegen chronische Hautausschläge und Ekzeme.
Achtung: Extrakte nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen. Zum einen kann es dadurch zu einer chronischen Stuhlträgheit kommen und es kann zu Wassermangel und Mineralstoffmangel kommen.
Fazit: Die stärkste Wirkung zeigen die Extrakte als Abführmittel. Verwenden kann man die Extrakte jedoch auch zur Linderung von Gichtanfällen, Rheuma und Hautausschlägen.
Der Kreuzdorn sollte nicht länger als eine Woche eingenommen werden.

Generell sollte man als Anwender der Extrakte sehr vorsichtig bei der Dosierung sein, denn bei einer Überdosierung kann es zu Bauchkrämpfen oder Herzrhythmusstörungen kommen.

Oft haben pflanzliche Heilmittel eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper, sie lindern Beschwerden oder lassen sie ganz verschwinden und das häufig ohne Nebenwirkungen. Trotzdem sollte man vor der Einnahme immer Rückfrage mit seinem behandelnden Arzt halten.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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