Malve - Wilde Malve (Malva sylvestris) – Heilpflanze - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Malve - Wilde Malve (Malva sylvestris) – Heilpflanze

Heilpflanzen
Seit Anfang der Antike war die Malve ein fester Bestandteil im Arzneischrank römischer und griechischer Ärzte. Schon Dioskurides, ein römischer Feldarzt verordnete Malvensaft gegen allerlei Krankheiten. Malve wird auch heute noch für zahlreiche Beschwerden und Krankheiten genutzt, da sie neben Schleimstoffen auch Gerbstoffe sowie ätherische Öle enthält.

Die Malve wirkt reizlindernd, schleimhautschützend, antibakteriell und antientzündlich. In der Naturheilkunde und in der Homöopathie werden die Wurzel, Malvenblüten, Malvenblätter und die Samen verwendet.

Die Sammelzeit der Wurzeln ist der März bis April und der Oktober. Die Blüten und Blätter werden von Juni bis August gesammelt und der Samen wird von August bis September eingesammelt.
Heilpflanze - Wilde Malve
Bild: pixabay website5
Inhalt

Pflanzenbeschreibung
Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Malve Wirkung
Malve Heilwirkung bei
Malve Anwendung innerlich
Malventee Zubereitung
Malventee- Kaltauszug Zubereitung
Malve Anwendung äußerlich
Wichtiger Hinweis
Malve als Küchenkraut
Pflanzenbeschreibung

Die Malve wächst an Wegrändern, auf Schuttplätzen und an Zäunen. Der Stengel wird meist 30 cm bis 40 cm lang und wächst entlang des Bodens, manchmal jedoch auch aufrecht. Die Blätter sind rund, gelappt und erinnern mit ihrer Herzform an die Blätter des Frauenmantels. Die Blüte der Malve entfaltet ab Juni ihre violett-roten Blüten. Es gibt viele verschiede Malvenarten, doch haben alle eine ähnliche Heilwirkung.

Die Malve gehört zu den Malvengewächsen (Malvaceae).
Geschichte Wilde Malve

In der Chinesischen Medizin (TCM) wird die Malve als Heilpflanze schon seit mehr als 5.000 Jahren geschätzt. Auch wird die Malve in der Bibel erwähnt, als Moses einen Fieberkranken Malventee verabreicht.

Malven waren seit der Antike feste Bestandteile im Arzneiarsenal römischer und griechischer Ärzte. Der römische Feldarzt Dioskurides empfahl Malvensaft täglich zu trinken, um gegen allerlei Krankheiten gerüstet zu sein. In den Kräuterbüchern von P. A. Matthioli sowie im Garten der Gesundheit wurden zudem zahlreiche Beschwerden und Krankheiten mit der Malve behandelt.

In jener Zeit war die Malve eine universell eingesetzte Arzneipflanze, die für innere und äußerliche Anwendungen verwendet wurde. So wurde z. B. ein täglicher Malvensaft für das allgemeine Wohlbefinden getrunken, um sich vor Krankheiten zu schützen. Gegen Erkrankungen der Lunge oder sogar gegen Tuberkulose wurden die Malvenwurzel, der Samen und die Blätter mit Milch oder Wein eingenommen. Zudem kam das Kraut in Form von Arzneiwein oder als Tee in Verbindung mit Fenchel und Anis bei Magen- und Darmbeschwerden zum Einsatz.

Äußerlich wurde die Malve u.a. zur Behandlung von Hautgeschwüren verwendet, wobei hier das Kraut und die Samen der Pflanze mit Milch vermischt und auf die Haut aufgetragen wurden.
Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

In der Medizin kommen die Wurzel, Blätter und Blüten der Malve zum Einsatz.
Die Blätter enthalten zu fünf bis zwölf Prozent Schleimstoffe, die aus Zuckermolekülen wie Galactose, Glucose und Glucuronsäure bestehen. In Malvenblüten finden sich ebenfalls Schleimstoffe. Sie sind ähnlich aufgebaut und kommen in vergleichbaren Mengen vor wie in den Blättern. Daneben stecken in den Blüten Anthocyane, zum Beispiel die Substanz Malvin.
Malve Wirkung

  • reizlindernd
  • schleimhautschützend
  • antibakteriell und
  • antientzündlich
Malve Heilwirkung bei

Malve Anwendung innerlich

Als Tee getrunken hilft die Malve gegen Erkrankungen der Atmungsorgane und Fieber. Mit ihren schleimlösenden und reizlindernden Eigenschaften eignet sie sich hervorragend bei Reizhusten.

Auch bei Entzündungen der Verdauungsorgane kann die Malve helfen.
Malventee Zubereitung: Man nehme ein bis zwei Teelöffel Malvenblüten, die man mit 250 ml heißem Wasser übergießt. Die Ziehzeit liegt bei acht bis zehn Minuten. Danach wird abgeseiht und der Tee in kleinen Schlucken getrunken. Der Tee hilft vor allem bei grippalen Infekten mit trockenem, festsitzendem Husten. Auch kann man den Tee mit weiteren Kräutern, wie z. B. Spitzwegerich, Schlüsselblume oder Salbei ansetzten. Man sollte täglich zwei bis drei Tassen trinken.
Neben einem heißen Tee werden auch Mazerate (Kaltwasserauszüge) aus Malven zubereitet, die meistens für Entzündungen im Mund- und Rachenraum zum Einsatz kommen.
Malventee- Kaltauszug Zubereitung: Man nimmt 1,5 bis 2 Teelöffel Malvenblüten- oder Blätter und übergießt diese mit 250 ml handwarmen Wasser. Nun muss die Mischung für 7 bis 9 Stunden ziehen. Nachdem Abseihen der Kräuter, kann das Mazerat getrunken oder gegurgelt werden.
Malve Anwendung äußerlich

Malve wird auch heute noch in Form von Salben zur Behandlung von Wunden und Verbrennungen genutzt. In einigen Studien konnte tatsächlich nachgewiesen werden, dass die Verwendung von Malvus sylvestris eine erhebliche Verbesserung von Wunden zur Folge hatte. Verantwortlich - oder zumindest mitverantwortlich - ist wohl der in der Pflanze enthaltende Stoff Malvon.

Gelegentlich werden auch Wundbehandlungen mit frischen Blättern empfohlen, diese gelten allerdings heute als nicht mehr vertretbar. Es besteht die Gefahr von Infektionen auf sekundärem Weg, da die Oberfläche der Malve mit Fremderregern behaftet sein kann.
Wichtiger Hinweis

Grundsätzlich sind Nebenwirkungen von Malventee nicht bekannt, solange er innerhalb der üblichen Empfehlungen eingenommen wird. Durchgängig, dass heißt über sieben Tage, sollte man den Tee nicht trinken, da es dazu kommen kann, das die Nahrung nicht mehr effizient genug verwertet wird.

Wenn man Malve anwendet, sollte die Arzneipflanze nicht direkt mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Durch die in der Malve enthaltenden Schleimstoffe kann die Aufnahme von Medikamenten im Darm behindert werden. Ein Abstand von mindestens 3 Stunden sollte berücksichtigt werden.
Malve als Küchenkraut

Heute ist die Malve als Küchenkraut nur wenig bekannt. Sie ist jedoch essbar. Es ist schon einige Zeit her, dass die jungen Malvenblätter unter anderem in Salaten verarbeitet wurden. Heute dürften die Blätter bei uns nur noch sehr wenige schätzen, da die Schleimstoffe der Malve durchaus zu spüren sind und auf viele eher abschreckend wirken. Ein Versuch ist jedoch durchaus lohnenswert, da die jungen Blätter sehr mild sind und einen überraschend angenehmen Geschmack haben.

In einigen südeuropäischen Ländern, z.B. Spanien oder Italien werden Malvenblätter jedoch auch mit gekocht oder sogar mit angebraten.

So haben auch einige Getränkehersteller verarbeitete Malvenblüten in Erfrischungsgetränken, meist mit Birne oder Zitronenmelisse im Angebot.

Es ist allerdings nicht ganz geklärt, ob es sich bei der dort angepriesenen Malve um die echte Malve oder lediglich um den Hibiskus handelt.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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