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Mariendistel – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Die Mariendistel (Silybum marianum) wird bis zu 1,5 Meter hoch und hat einen aufrechten, verzweigten Stängel. Die Blätter der Pflanze glänzen grünlich und weisen an den Blattnerven weißliche Flecken auf, sie sind stark gezähnt und tragen an ihren Enden dornige Lappen. Die Blüten der Pflanze sind purpurrot und sehen kugelförmig aus. Umgeben sind sie von spitzen Hüllschuppen. Die Früchte der Heilpflanze sind glatt, länglich und glänzen dunkelbraun und bilden einen weiß glänzenden Pappus (Haarkranz). Beheimatet ist die Pflanze vor allem in Südeuropa, Nordafrika und Westasien. Dort wächst die Pflanze auf trockenen Böden. Die Heilpflanze gehört zu den Korbblütlern und blüht von Juni bis September.
Inhalt

Geschichte
Verwendete Pflanzenteile
Weitere Anwendungsgebiete
Wie wende ich die Mariendistel an?
Innerliche Anwendung
Äußerliche Anwendung
Heilpflanze- Mariendistel
Bild: pixabay website5
Geschichte

Der medizinische Nutzen der Mariendistel ist seit über 2.000 Jahren bekannt. Bereits bei Plinius und in Dioskurides „De Materia medica“ wurde Silybum als eine distelartige Arzneipflanze erwähnt. Seinen Namen hat die Mariendistel aus einer Legende. Nach dieser Legende stammen die weißen Flecken auf den Blüten von der Milch der heiligen Maria, die auf die Blätter dieser Distelart träufelte, als sie auf der Flucht nach Ägypten ihr Kind stillte.

Die Mariendistel kam schon im frühen Mittelalter durch kräuterkundige Mönche nach Mitteleuropa, wo sie in Klostergärten angebaut wurde. Danach kam sie schnell in Bauern- und Apothekergärten. So wurde die Mariendistel schnell ein bedeutendes Volksheilmittel. So wurde die Mariendistel schon von Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert erwähnt. Im Jahre 1485 empfahl das botanische Standardwerk „Gart der Gesundheit“ die Mariendistel gegen Stechen im Leib. Spätere Kräuterbücher empfahlen die Mariendistel auch gegen Blutsturz, bei Krämpfen, fliegender Hitze, entzündeter und verstopfter Leber und Zahnschmerzen. Zudem sollte ein Distelaufguss den Milchfluss der Ammen fördern.
Verwendete Pflanzenteile

Zum Einsatz in der medizinischen Anwendung kommen die Marienfrüchte. Die samenartigen Früchte werden hauptsächlich als Tinktur eingesetzt, weil sie für die Teezubereitung etwas zu hart sind.

Ihr Haupteinsatzgebiet sind Leber und Gallenprobleme. Sie hat aber auch eine ausgeprägte entkrampfende Wirkung auf das vegetative Nervensystem.
Inhaltsstoffe

Die Blüten enthalten 1,5 bis 3 % Silymarin, das ist ein Wirkstoffgemisch aus verschiedenen Flavonolignanen:

  • Silibinin,
  • Isosilibinin,
  • Silychristin
  • Silydianin.
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe

Daneben steckt in den Früchten fettreiches Öl, bestehend aus Fettsäuren wie Linol- und Ölsäure sowie reichlich Eiweiß.
Anwendung

Die Mariendistel findet ihre Hautanwendung gegen Leberprobleme.
Heilwirkung

  • adstringierend
  • entgiftend
  • harntreibend
  • krampflösend
  • leberstärkend
  • schweißtreibend
  • tonisierend
  • anregend
Weitere Anwendungsgebiete

Wie wende ich die Mariendistel an?

Durch wissenschaftliche Studien ist die leberschützende Wirkung der Mariendistel belegt.

Verwendet werden die Früchte (Samen) der Mariendistel. Das Mariendistelkraut wird üblicherweise nicht eingesetzt.

Die häufigste Art Mariendistel anzuwenden ist der Kauf von Fertigprodukten aus der Apotheke.

Innerlich wendet man Mariendistel als Tee an, gegen Leberprobleme.
Innerliche Anwendung

Rezept: 2 Teelöffel voll Mariendistel-Früchte werden mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Den Tee lässt man 10 bis 20 Minuten ziehen. Anschließend wird der Tee abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken. Vom Tee trinkt man ein bis drei Tassen, jeweils vor den Mahlzeiten.
Äußerliche Anwendung

Zur Behandlung von einem Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris) kann man pulverisierte Mariendistelsamen verwenden. Der Samen wird einfach auf das Geschwür gestreut.

Eine andere Methode wäre es, einen getränkten Mariendisteltee-Umschlag auf das Geschwür zu legen.
Homöopathie

Die Mariendistel ist der Homöopathie unter dem Namen „Carduus Marianus bekannt. Hauptsächlich wird sie in niedrigen Potenzen von D1 und D6 verwendet.
Eingesetzt wird dieses Mittel gegen Gelbsucht, diversen Leberproblemen, Blutungen und Hämorrhoiden.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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