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Naturheilkunde: Wanzenbisse - Bettwanzen

Bettwanzen (Cimex lectularius) oder auch Hauswanzen genannt, gehören zu den Plattwanzen. Sie halten sich vorzugsweise in den Schlafplätzen von gleichwarmen Lebewesen, überwiegend Menschen, auf und ernähren sich von deren Blut. Die zu den Parasiten zählenden Tierchen kommen weltweit vor. Sie erreichen eine Körperlänge von bis zu 5,5 Millimeter, sind papierdünn, behaart und von rotbrauner Farbe. Ist die Wanze mit unserem Blut vollgesogen, beträgt ihre Größe 9,9 Millimeter. Die Lebenserwartung einer Bettwanze beträgt durchschnittlich 6 bis 12 Monate. Die Bettwanzen sind nachtaktive Tiere, die unempfindlich gegen Kälte sind und bis zu 40 Wochen ohne Nahrung auskommen können.

Es gibt viele Gelegenheiten, um sich die lästigen Parasiten ins Zuhause zu holen. So zum Beispiel als Andenken aus dem Urlaub aus dem Hotel. Aber auch in gebrauchten Möbeln oder Kleidung können die Wanzen eingeschleppt werden.
Hauswanzen
Bild: pixabay website5
Inhalt

Symptome - Bettwanzenbisse
Anzeichen für Bettwanzen
Behandlung bei Bettwanzenbissen
Bettwanzenbisse mit natürlichen Mitteln behandeln
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Symptome - Bettwanzenbisse

Meist zeigen sich Bettwanzenstiche durch eine reihenartige Anordnung auf der Haut. Das liegt daran, dass die Wanzen meist nicht gleich beim ersten Stich ein Blutgefäß treffen und erst bei mehreren Versuchen nebeneinander fündig werden. So entstehen die typischen „Wanzenstraßen“. Besonders betroffen sind dabei die unbedeckten Körperstellen, wie Hals, Arme und Beine. Die Bisse verursachen durch den Speichel der Wanzen einen sehr starken Juckreiz, erst Stunden nach dem Biss. Der Juckreiz hält ca. eine Woche an, wobei sich um die Einstichstellen rote Quaddeln bilden.

Die Reaktion auf Bettwanzenbisse fällt unterschiedlich aus. Während einige Menschen die Bisse der Wanzen kaum bemerken, zeigen die anderen allergische Reaktionen, die sich zu einem stark brennenden Hautausschlag entwickeln können.
Anzeichen für Bettwanzen

Wenn man die Symptome, die auf Bettwanzen hindeuten, auf seiner Haut entdeckt hat, sollte man genauer forschen, um sicher zu gehen, dass es sich auch wirklich um Bettwanzen handelt. Sicher ist, dass die Tierchen nicht von alleine wieder verschwinden und sich munter vermehren.

Als erstes sollte man sehr genau sein Bett und die Bettwäsche untersuchen nach den typischen Anzeichen, die für Bettwanzen sprechen. Das sind winzige rote Blutpunkte auf dem Laken sowie die Fäkalien der Tiere, aber auch schlafende Bettwanzen und zerquetschte Bettwanzen.
Behandlung bei Bettwanzenbissen

Bei Wanzenbefall kann man nur symptomatisch behandeln, das heißt, Medikamente oder/und natürliche Heilmittel einsetzen, um den Juckreiz zu lindern.

Folgende Mittel werden empfohlen und sind rezeptfrei

  • Salben, die Hydrocotison oder Cortison enthalten.
  • Kühlende Lotionen, die bei Hautausschlag beruhigend wirken.
  • Diphenhydramin zur Abschwellung der Bisse.
  • Pramoxine zur Schmerzlinderung.
  • Allergietabletten (Antihistaminika) zur Abschwellung.
  • Ibuprofen bei Schmerzen, wirken entzündungshemmend.
Bettwanzenbisse mit natürlichen Mitteln behandeln

Folgende Hausmittel helfen den Juckreiz zu lindern und haben eine abschwellende und austrocknende Wirkung:

  • Zitronensaft auf einen Wattebausch und damit die Bissstellen betupfen.

  • Aloe Vera-Gel auf die Bisswunden auftragen. Aloe Vera enthält natürliche Antibiotika.

  • Warme Bäder mit folgenden Zusätzen (eine halbe Tasse): Backsoda mit oder ohne Salz, konzentriertes Pfefferminzöl, Pulverisiertes Haferflockenmehl (in der Drogerie als Badezusatz erhältlich).

  • Paste mischen aus Backsoda und Wasser. Die Mischung auf die Wanzenbisse auftragen und eine Stunde trocknen lassen. Danach die getrocknete Paste mit lauwarmem Wasser abspülen.

Achtung! Wanzen können das Q-Fieber übertragen, eine Krankheit, die durch das Bakterium Coxielle burnetti ausgelöst wird. Dabei kommt es zu Fieber mit grippeähnlichen Symptomen, die bis zu 7 Tage anhalten können. Im schlimmsten Fall kann es zur Lungenentzündung oder auch Leberentzündung kommen. Hierbei muss mit entsprechenden Antibiotika behandelt werden. Die Übertragung des Q-Fiebers ist jedoch eher selten. Trotzdem ist es wichtig die Wanzenbisse zu beobachten und bei Unsicherheiten und länger anhaltendem Verlauf zum Arzt zu gehen.

Die beste Behandlung nützt allerdings gar nichts, wenn die Bettwanzen die Wohnung befallen haben, denn dann werden Sie immer wieder gebissen. Die Betten, Matratzen, Teppiche etc. müssen gründlich gereinigt werden und die Kleidung, Bettwäsche und Handtücher müssen so heiß wie möglich (mindestens auf 60 Grad) gewaschen werden. Sollten Sie den Kampf gegen die Parasiten nicht gewinnen, was wahrscheinlich ist, da diese sich in die unmöglichsten Ecken und Ritzen verkriechen, muss ein Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden. Dieser wird einen Ofen, der Ihre Wohnung auf 55 Grad erhitzt, aufstellen. Die Prozedur dauert einen Tag, um zu gewährleisten, dass alle Wanzen absterben. In dieser Zeit dürfen Sie sich nicht in Ihrer Wohnung aufhalten.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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