Nesselsucht / Nesselfieber (Urtikaria) - Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Nesselsucht / Nesselfieber (Urtikaria) - Naturheilkunde

Naturheilung

Eine häufig allergische Hautkrankheit ist die Nesselsucht. Die Symptome der Nesselsucht sind ähnlich wie bei einem Kontakt mit Brennnesseln. Die Hauptsymptomatik sind Quaddeln - Hauterhebungen und ein starker Juckreiz. Die Quaddeln (Bläschen) können an einzelnen Stellen oder am ganzen Körper auftreten. Sind an einer Stelle die blass roten bis roten Bläschen oder Flecken verschwunden, können sie an anderer Stelle wieder auftreten. Die roten Hautstellen bilden nach einigen Minuten eine Schwellung mit einem weißen Zentrum. Die Symptome der Erkrankung können nach wenigen Minuten oder aber auch Stunden nach Kontakt mit dem Auslöser auftreten. Eine Erkrankung kann mehrere Tage oder Wochen andauern, es kommen dann immer wieder Quaddeln nach.

Unterschieden wird diese Hautkrankheit in zwei Verlaufsformen, der akuten
und der chronischen Nesselsucht. Bei der akuten Form heilen die Quaddeln innerhalb weniger Stunden oder Tage von selbst wieder ab. Bei der chronischen Form kann sie über Monate bestehen bleiben.

Aufgrund der vielen Ursachen von Nesselsucht kommt es nicht selten vor, dass die Auslöser der Beschwerden nicht ausfindig gemacht werden können. Der Auslöser der Nesselsucht ist meist unbekannt. Man weiß, dass die Erkrankung oft im Zusammenhang mit echten Allergien auftaucht, wie z. B. nach einem Insektenstich, Medikamenteneinnahme oder aber nach einer Nahrungsmittelaufnahme. Das Führen eines Tagebuches kann hier helfen, herauszufinden, wann in welcher Situation die Urtikaria (med. Name) auftritt. Betroffen sind vor allem Erwachsene. Frauen etwas häufiger als Männer.

Inhalt
Bild: Clip-Dealer
Weitere mögliche Ursachen
Untersuchung
Zu den Untersuchungen gehören
Schulmedizinische Behandlung
Naturheilung – Selbsthilfe
Weitere Tipps aus der Naturheilkunde
Weitere Naturheilverfahren haben sich bei Nesselsucht bewährt
Einzelmittel aus der Homöopathie
Beschreibung zweier Pflanzen als Beispiel
Allgemeine Anwendungsgebiete Pulsatilla pratensis

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Weitere mögliche Ursachen

  • Chronische Zahnwurzelentzündungen, Nebenhöhlen und Mandelentzündungen, Magen-Darminfekte durch Heilcobacter pylori (bakterieller Befall der Magenschleimhaut) und Darmpilze

  • Akute Infektionen, dazu gehören Erkältungskrankheiten, Harnwegsinfekte oder aber auch als Begleiterscheinung von verschiedenen Erkrankungen wie z. B. bakterielle eitrige Infekte der oberen Atemwege sowie virale Erkrankungen

  • Unverträglichkeit auf Medikamente z. B. Penicillin, Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Blutdruckmittel wie ACE-Hemmer, Betablocker, Entwässerungsmittel, Insulin, Impfungen

  • Schimmelpilze

  • Pflanzen-Pollen, Nesselhaare, Duftstoffe

  • Metalle wie Nickel, Chrom oder Amalgam

  • Anstieg der Körpertemperatur (Cholinergische Nesselsucht) verursacht z. B. durch Alkohol, Fieber, scharfes Essen, Sport, heißes Wasser, emotionaler Stress

  • Bestimmte Nahrungsmittel wie z. B. Fisch, Eier, Getreide, Kuhmilch, Schalentiere, Muscheln, Nüsse, Beeren oder Soja sowie Lebensmittelinhaltsstoffe z. B. Geschmacks- und Farbstoffe oder Konservierungsstoffe

  • Rückstände von Spritzmitteln am Obst oder Gemüse oder behandeltem Fleisch

  • Insektenstiche- Mücken, Flöhe, Bienen

  • Milben, Hausstaub, Tier-Haare, Tier-Speichel, Federn, Quallen

  • Parasiten- Würmer, Amöben, Lamblien (Die Lambliasis oder Lamblienruhr ist eine Durchfallerkrankung)

  • Tierfälle oder Federn

  • Manueller Auslöser durch Reibung, Hautdruck oder extreme Kälte oder Wärme, direkte oder auch indirekte Sonnenbestrahlung, Röntgenstrahlen, körperliche oder seelische Belastung

  • Chemikalien- z. B. Putzmittel, Färbstoffe in Kleidern, Insektizide, Waschmittel

  • Latex

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Erkennen

  • Juckreiz und Verlangen zu reiben, Brennen und Stechen

  • Rote Hautflecken, mückenstichartige Bläschen, die sich jedoch schnell zu größeren Quaddeln bilden. Die Farbe der betroffenen Stellen sind blass rot, rot oder weiß

  • Aufgedunsenes Gesicht, Schwellungen und Schwellungen der Lippen, Kopfschmerzen, Atemnot, Magenkrämpfe, Durchfall und Übelkeit und Erbrechen sowie Blutdruckabfall

  • Bei einer schweren allergischen Urtikaria Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, eventuell Magen- und Darmbeschwerden, erhöhte Körpertemperatur, Schluck- und Atembeschwerden

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Beschwerden

Es bilden sich zunächst rote Flecken die etwas später in Schwellungen (med. Urtikaria) übergehen. Diese Quaddelbildung sind Feuchtigkeitsansammlungen (Ödeme) in der oberen Hautschicht. Die Nesselsucht kann je nach Auslöser unterschiedlich aussehen. Die Quaddeln selbst können klein sein wie ein Stecknadelkopf oder groß sein wie eine Handfläche. Sie können an nur einer Körperstelle auftreten oder aber auch großflächig auftreten und verschiedene Quaddelherde können sich zu einem großen Fleck zusammenfügen. In den meisten Fällen jucken diese Herde stark und klingen meist nach 24 Stunden wieder ab, ohne Narben oder andere Spuren zu hinterlassen. Der Schub kann aber auch mehrere Tage bis zu mehreren Wochen andauern. Es kommt dann immer wieder zu Quaddelbildung. Der Grund ist hier, dass hauteigene Abwehrzellen in der Lederhaut, die sogenannten Mastzellen den Botenstoff Histamin freisetzen. Histamin spielt eine entscheidende Rolle bei der Nesselsucht, weil Histamin zur Erweiterung der Hautgefäße führt und es so zu nachfolgenden Schwellungen und Rötung der Haut sowie zum Juckreiz führt.

Die Quaddeln können sich überall am Körper bilden. Am häufigsten sind sie aber an Armen, Beinen, Rumpf und im Gesicht zu beobachten. Seltener sind Quaddeln an den Augenlidern, der Zunge oder an der Mundschleimhaut anzutreffen. Ist die Mundschleimhaut betroffen (med. Angiödem) dauert die Schwellung meist länger bis sie sich zurückbildet. Da es sich hier auch um eine allergische Reaktion handeln könnte, muss der Betroffene sofort zum Arzt.

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Untersuchung

Allein die Hautreaktion, Quaddelbildung und Juckreiz zeigen eine Nesselsucht an. Der Arzt muss nun den Auslöser finden, damit der Betroffene diese zukünftig vermeidet.

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Zu den Untersuchungen gehören

  • Provokationstests (es werden vermutete Allergene unter die Haut gespritzt oder eingenommen)

  • Laboruntersuchungen

  • Allergologische Tests


Wie bei allen Allergien ist bei der Suche nach dem auslösenden Allergen auch der Patient gefordert: Durch seine Beobachtungen und Wahrnehmungen hilft er, die auslösende Ursache zu finden. Denn nur wenn man den Auslöser kennt, kann dieser vermieden werden.

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Schulmedizinische Behandlung

Eingesetzt werden Antiallergische Wirkstoffe (Antihistaminika) als Tabletten oder Gel und eventuell Schmerzmittel. Sollten die Beschwerde nach einiger Zeit wieder zurückgehen bedarf es keiner weiteren medizinischen Behandlung.

Liegt jedoch eine schwere allergische Reaktion vor (anaphylatischer Schock) mit einem Kreislaufzusammenbruch, handelt es sich um einen medizinischen Notfall und es ist sofort der Rettungsdienst zu verständigen (Tel.: 112). Allergiker sollten einen Notfallpass sowie ein Notfallset bei sich tragen. Im Notfallset befinden sich meist ein Antihistaminikum, Kortisontabletten, sowie eine Adrenalin-Fertigspritze. Empfohlen wird so ein Set gerade bei Insektenstichallergien (Wespen, Hornissen, Bienen) und Erdnussallergien.

Ist die Nesselsucht chronisch, es kommt also immer wieder zu Schüben, dann wird eine Dauermedikation mit einem Antihistaminikum empfohlen.

Einige Formen der Nesselsucht werden auch mit einer Gewöhnungstherapie behandelt. Das bedeutet, wenn z. B. Kälte der Auslöser ist werden unter ärztlicher Aufsicht kühle Bäder verordnet. Dies geschieht häufiger, so dass sich der Körper langsam daran gewöhnen kann. Ist der Auslöser der Nesselsucht körperliche Belastung, kommen gezielte Belastungsübungen zum Einsatz.

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Naturheilung – Selbsthilfe

  • Diät- Lebensmittel, die nicht vertragen werden, absetzen

  • Vitamin C

  • Fischöl

  • Calcium

  • Kühlende Umschläge, kalte Duschen, Kältepackungen

  • Absetzen von Medikamenten, die eventuell das Nesselfieber verursachen

  • Tragen eines Allergiepasses bei bekannter schwerer Allergie

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Weitere Tipps aus der Naturheilkunde

  • Stiefmütterchen-Tee trinken oder betroffene Stellen damit waschen

  • Brennnessel-Tee

  • Mit Johannisöl, (Sonnenkontakt vermeiden), Lavendelöl, Nachtkerzenöl oder mit Borretschöl die betroffenen Stellen einreiben

  • Kompressen mit Ringelblume oder Schwarztee

  • Umschläge mit Quark

  • Waschen mit Essigwasser; Molkosan; Salzwasser; Meersalzbad

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Weitere Naturheilverfahren haben sich bei Nesselsucht bewährt

  • Klimatherapie- durch Aufenthalte im Hochgebirge und am Meer

  • Akupunktur und chinesische Heilkräuter

  • Bäder mit Totem-Meer-Salz, Eichenrinde

  • Eigenbluttherapie

  • Neuraltherapie (Die Neuraltherapie ist eine Methode zur Behandlung chronischer Erkrankungen über das vegetative Nervensystem)

  • Heilpflanzen- z. B. Brennnesseltee, Kümmelsamen, Nachtkerzenöl, Umschläge mit grünem Tee

  • Entspannungsverfahren

  • Heilfasten

  • In der Homöopathie mit Bienen- und Ameisengift

  • Enzymtherapie mit Bromelain (Enzym aus der Ananas mit vielen Wirkungen im Körper. Viele davon beruhen auf den das Blut verdünnenden Funktionen) und Wobenzym (ist ein entzündungshemmendes Arzneimittel (Antiphlogistikum))

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Einzelmittel aus der Homöopathie

  • Apis mellifica

  • Bovista lycoperdon

  • Calendula officinalis

  • Dolichos pruriens

  • Histaminum

  • Lycopodium clavatum

  • Natrium muriaticum

  • Phenobarbitalum

  • Poumon histamine (Lungenhistamin)

  • Pulsatilla pratensis

  • Sulfur

  • Urtica urens


Diese Homöopathischen Medikamente werden bei Allergien und Neurodermitis empfohlen.

Der Nesselausschlag wird häufig durch eine Pollenallergie oder Lebensmittelvergiftung ausgelöst. Die Erkrankung kann durch diese homöopathischen Heilmittel gelindert werden. Sollte der Nesselausschlag aber trotz Verabreichung von homöopathischen Heilmitteln weiterbestehen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Unumgänglich ist der Arztbesuch, wenn der Ausschlag das Gesicht erreicht, hier besonders die Augenlider oder der Betroffene unter Atemnot leidet.

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Beschreibung zweier Pflanzen als Beispiel

Ein homöopathisches Heilmittel aus dem Pflanzenbereich ist Calendula officinalis. Die Ringelblume liefert die Ausgangssubstanz für dieses Heilmittel. Die Ringelblume ist eine beliebte Gartenpflanze und kommt aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Von dieser Pflanze wird zur Herstellung von Calendula officinalis der obere Teil der Pflanze benötigt. Aus diesem Teil der Pflanze wird die Urtinktur gewonnen. Calendula officinalis hat sich hauptsächlich im Bereich der Dermatologie (Hautkrankheiten) bewährt. Zusätzlich ist Calendula ein gutes Desinfektionsmittel und garantiert eine verbesserte Wundheilung. Eingesetzt werden kann Calendula officinalis bei vielen weiteren Erkrankungen viralen Ursprungs und bestimmten entzündlichen Symptomen.

Pulsatilla pratensis wird aus der in Europa wachsenden Wiesenküchenschelle (Anemone pulsatilla) gewonnen, auch Küchenschelle oder Kuhschelle genannt. Die Pflanze gehört zur botanischen Familie der Hahnenfußgewächse. Diese mehrjährige, krautige Pflanze ist giftig. Zur Herstellung des homöopathischen Heilmittels werden die Stiele der Pflanze getrocknet und weiterverarbeitet. Pulsatilla ist für seine vielfältigen Heileigenschaften wie z. B. bei Fieber oder verschiedenen Infektionen bekannt und beliebt. In der Psychiatrie wird es verwendet, um schüchternen oder besonders emotionellen Menschen zu helfen, aber auch jenen, die sich leicht aufregen.

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Allgemeine Anwendungsgebiete Pulsatilla pratensis

  • Bindehautentzündung

  • Bronchitis

  • Dyspepsie- Reizmagen

  • Depression

  • Erfrierungen

  • Leukorrhoe- Weißfluss

  • Nesselsucht

  • Mastitis, Mastadenitis- Brustdrüsenentzündung

  • Mumps

  • Gerstenkorn

  • Otitis- Ohrentzündung

  • Vaginitis- Scheidenentzündung

  • Ulcus cruris- offenes Bein

  • Rhinitis- Schnupfen

  • Rhinopharyngitis- Entzündung des Nasen-Rachen-Raums

  • Masern

  • Röteln

  • Raynaud-Syndrom- Gefäßerkrankung

  • Krampfadern

  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.

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