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Neue Zeckenart im Raum Hannover

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In einem Forschungsprojekt untersucht die Tierärztliche Hochschule Hannover, wie verbreitet die neu in der Region auftretenden Bunt- oder Auwaldzecken sowie die Hyalomma-Zecke sind.

Das berichtete unter anderem die Neue Presse Hannover.

Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen, so zum Beispiel die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose.

Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gibt es eine Impfung, während es für die Borreliose keinen Impfstoff gibt.
Bild: pixabay website5
Bisher ist bekannt, dass sich die Buntzecken und die Hyalomma-Zecken in der Region Hannover vermehrt ausbreiten.

Die Tierärztliche Hochschule will nun in einem Forschungsprojekt erfassen, in wie weit sich die Krabbeltiere verbreitet haben. Auch bittet die Hochschule die Bevölkerung um Hilfe.

Prof. Dr. Christina Strube vom Institut für Parasitologie, führte aus, dass die Buntzecke, auch als Auwaldzecke bekannt, erstmals in diesem Jahr gefunden wurde.

Strube wies zudem darauf hin, dass Hundebesitzer aufpassen müssten, da es bei ihren Hunden durch die Buntzecke zu einer Hundebabesiose (auch als Hundemalaria bekannt) kommen kann. Die meisten Hunde versterben an dieser Infektion. Medikamente gegen Hundebabesiose sind bei vielen Tierärzten nicht verfügbar und für eine Bestellung über eine internationale Apotheke ist es dann zu spät. So empfiehlt Prof. Dr. Christina Strube den Hundebesitzern, ihren Hund vorher mit einem Mittel zu schützen. Die verursachende Zeckenart kommt an Wegrändern und in den Wäldern vor. Das Tier ist an seiner emaileartigen Marmorierung leicht zu erkennen.
Die tropische Riesenzecke Hyalomma-Zecke kommt in Deutschland normalerweise nicht vor. In den vergangenen Jahren wurde diese Zeckenart aber immer wieder vermehrt entdeckt.

Vermutet wird, dass die Hyalomma-Zecke von Zugvögeln eingeschleppt wurde. Durch die warmen Temperaturen der vergangenen Jahre in Deutschland konnten sie sich dann zu ausgewachsenen Zecken entwickeln. Die Besonderheit dieser Zeckenart ist, dass sie aktiv auf Menschen oder Tiere zuläuft, wobei sie sehr flink ist. Trägt das Tier einen Erreger in sich, kann das auch für den Menschen gefährlich werden. Als mögliche Krankheiten kommt es hier zu Fleckenfieber oder zum sogenannten Krim-Kongo-Fieber. Vor allem dieser Virus bereitet den Wissenschaftlern große Sorge.

Beim Krim-Kongo-Fieber kommt es zu Fieber, Gelenkschmerzen und Blutungen. Beginnt die Behandlung zu spät kann sie tödlich enden. Besonders gut zu erkennen ist die Hyalomma-Zecke an ihrer Größe und ihrem Aussehen: Im Vergleich zu den hier bekannten Holzbock-Zecken ist sie mindestens doppelt so groß und hat gestreifte Beine.
Prof. Dr. Christina Strube vom Institut für Parasitologie, warnt davor, dass man damit rechnen müsse, dass mehr Zeckenarten das Tier und den Menschen befallen können, so dass sich das Erregerspektrum ausbreitet. Es steigt dadurch das Risiko, sich mit gefährlichen Krankheiten anzustecken.

Auch bitten sie darum, dass man einen Fund dieser beiden Arten umgehend an die Tierärztliche Hochschule senden soll und den Fundort mit Postleitzahl bzw. GPS-Daten mitteile.

Fazit: Die Buntzecke oder Auwaldzecke, die dieses Jahr das erste Mal in der Region Hannover entdeckt wurde, kann Erreger von Hirnhautentzündung und Fleckfieber auf den Menschen übertragen. Aber nur dann, wenn die Zecke den Erreger selbst in sich trägt. Auch müssen Hundebesitzer achtsam sein, da die Auwaldzecke die sogenannte Hundebabesiose (auch als Hundemalaria bekannt) überträgt. Durch den Biss der Zecke wird der Hund mit einem Parasiten infiziert, der ihre roten Blutkörperchen zerstört. Die Hundebabesiose oder Piroplasmose führt ohne Behandlung zum Tod des Hundes.

Zu erkennen ist die Buntzecke oder Auwaldzecke an ihren emailleartig marmorierten Körper.

Die Hyalomma-Zecke stammt ursprünglich aus Afrika, Asien und Südeuropa. Vermutet wird, dass diese Zeckenart mit Zugvögeln nach Deutschland eingeschleppt wurde. Zu erkennen ist sie an ihrer Größe. Sie wird bis zu zwei Zentimeter groß und ist so nahezu dreimal so groß wie ihr europäischer Verwandter. Zudem besitzt sie auffällig helle, braun-gelb gestreifte Beine.

Bislang gehen die Forscher nicht davon aus, dass die Hyalomma-Zecke FSME oder Borreliose überträgt. Hyalomma-Zecke gilt aber als Überträger des Hämorrhagischen Fiebers (Krim-Kongo-Fieber).

Nach Einzelfunden in den Vorjahren wurde die tropische Hyalomma-Zecke 2018 gleich mehr als dreißigmal in Deutschland registriert.

Zeckenarten

Gemeiner Holzbock: Der gemeine Holzbock gehört zur Familie der Schildzecke. Er kommt nicht nur in Deutschland vor, sondern auch in vielen europäischen Ländern. Meist lebt er im Wald und an Waldrändern. Er überträgt Bakterien wie Borrelien und das FSME-Virus auf Menschen und Tier. Zu erkennen ist der gemeine Holzbock an seinem auffälligen rot-braunen Hinterleib.

Ixodes inopinatus: Bisher kam diese Zeckenart nur im Mittelmeerraum vor. Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) meldete jedoch eine stabile Population dieser Zeckenart in Süddeutschland.

Auwaldzecke und Hyalomma-Zecke siehe oben.

Mai 2019
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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