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Oberschenkelhalsbruch

Krankheiten
Wenn man von einem Oberschenkelhalsbruch hört, denkt man meist an alte Menschen. Und tatsächlich betrifft es meist ältere Menschen. Schon ein einfacher Sturz kann bei ihnen zum Oberschenkelhalsbruch (fachl. Schenkelhalsfraktur) führen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochendichte der Knochen ab und somit auch die Stabilität. Frauen sind häufiger davon betroffen, da durch die hormonelle Umstellung im Alter die Knochensubstanz leidet. Ebenso sind Menschen gefährdet, die an Osteoporose leiden.
Inhalt

Oberschenkelhalsbruch – Ursachen
Oberschenkelhalsbruch – Behandlung
Oberschenkelhalsbruch – Dauer und Verlauf nach Operation
Oberschenkelhalsbruch – Vorbeugen
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Oberschenkelhalsbruch – Ursachen

Wenn es zu einem Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) kommt, ist der Oberschenkelknochen im Bereich des abgewinkelten Halses gebrochen. Das obere abgewinkelte Ende des Oberschenkelknochens ist der Oberschenkelhals, der Hüftkopf, der in der Hüftpfanne eingepasst ist, bildet das Hüftgelenk. Kommt es zu einem Oberschenkelhalsbruch, bricht der abgewinkelte Schenkelhals, der den Kopf des Oberschenkelknochens trägt.
Bild: pixabay website5
Die Ursache eines Oberschenkelhalsbruchs ist die abnehmende Knochendichte. Bereits ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Knochendichte kontinuierlich ab. Leidet man zusätzlich zu dem natürlichen Abbauprozess noch unter Osteoporose (Knochenschwund) wird dieser Abbauprozess beschleunigt. Bei Frauen kommt die altersbedingte hormonelle Umstellung während der Wechseljahre hinzu, die sich ebenfalls auf die Knochensubstanz auswirkt.

Nimmt die Knochendichte bzw. Knochenmasse ab, bedeutet das, dass die Knochen immer spröder und instabiler werden. Bei älteren Menschen kann ein leichter Sturz, wie zum Beispiel Stolpern und auf die Hüfte fallen, zu einem Oberschenkelhalsbruch führen.
Oberschenkelhalsbruch – Symptome

Die Symptome treten unmittelbar nach dem Sturz auf, und zwar durch:

  • Starke Schmerzen im Hüftbereich
  • Betroffene können mit dem Bein nicht mehr gehen
  • Das betroffene Bein ist häufig nach außen gedreht
  • Es bilden sich Blutergüsse und Schwellungen am Hüftgelenk
Oberschenkelhalsbruch – Diagnose

Die Diagnose bei einem Oberschenkelhalsbruch ist meist schon anhand der sichtbaren Symptome gestellt. Um den Schweregrad der Verletzung feststellen zu können, wird der Arzt das Becken und die Hüfte röntgen.
Oberschenkelhalsbruch – Behandlung

In den meisten Fällen muss ein Oberschenkelhalsbruch operiert werden. Der Bruch muss stabilisiert werden, so dass der Patient so schnell wie möglich wieder in der Lage ist aufzustehen.

Je nach Schweregrand der Verletzung wird die Behandlung erfolgen, das hängt auch u. a. davon ab, ob die Blutversorgung des Schenkelhalses und des Hüftkopfes durch den Bruch beeinträchtigt ist. Ist der Hüftkopf zu sehr beschädigt, wird zu einem künstlichen Hüftgelenk geraten.

Nur in wenigen Fällen kann auf eine Operation verzichtet werden, nämlich dann, wenn die Bruchenden nicht gegeneinander verschoben sind; es sich um einen hüftkopfnahen, eingekeilten Bruch handelt. Bei diesen Patienten wird das Bein geschient und bereits nach zwei bis drei Wochen mit der Physiotherapie begonnen.

Wenn operiert werden muss, sollte dies möglichst zeitnah nach dem Unfall geschehen. Die Operation dauert ca. 45 Minuten. Entscheidet man sich zur Erhaltung der Knochen, was meist bei jüngeren Patienten der Fall ist, wird die Bruchstelle mittels Platten, Schrauben und Nägeln stabilisiert. Dieses Verfahren nennt man Osteosynthese. Es wird versucht Kopf und Hals des Oberschenkelknochens optimal anzupassen. Das Risiko einer Minderdurchblutung des Oberschenkelkopfes besteht, wenn es sich um einen mittigen Oberschenkelhalsbruch handelt. Das würde schlimmstenfalls zum Absterben des Knochens führen.

Bei älteren Patienten über 70 Jahren wird sich hingegen meist zum Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks (Endoprothese) entschieden. Entweder wird ein Komplettaustausch vorgenommen, das heißt künstlicher Oberschenkelkopf und künstliche Hüftgelenkspfanne (Total-Endoprothese) oder es wird nur der Oberschenkelkopf ausgetauscht.

Im Gegensatz zur Osteosynthese, ist das künstliche Hüftgelenk bereits unmittelbar nach der OP schon wieder voll belastbar. Bei der Osteosynthese braucht es eine längere Zeit bis zur vollständigen Heilung und somit zur Belastbarkeit.

Der Krankenhausaufenthalt nach einer Oberschenkeloperation beträgt in der Regel 10 bis 14 Tage. In dieser Zeit soll die Mobilität des Patienten wieder hergestellt werden. Die krankengymnastischen Übungen beginnen unmittelbar nach der Operation. Der Patient lernt zunächst sich an Gehhilfen fortzubewegen. Die krankengymnastischen Übungen müssen zuhause fortgesetzt werden, um wieder eine vollständige Mobilität zu erreichen. Das hängt natürlich vom Alter und vom gesundheitlichen Allgemeinzustand des Patienten ab. Bei älteren Menschen kann ein Reha-Aufenthalt infrage kommen, die die zusätzliche nötige pflegerische Unterstützung bietet.
Operation - Oberschenkelhalsbruch
Bild: pixabay website5
Oberschenkelhalsbruch – Dauer und Verlauf nach Operation

Ein Oberschenkelhalsbruch ist sehr schmerzhaft. Und auch nach der Operation wird man noch einige Zeit mit zum Teil starken Schmerzen zu kämpfen haben. Natürlich ist eine angemessene Schmerztherapie daher sehr wichtig, allein schon um die Mobilisation so früh wie möglich wieder herzustellen.

Es kommt aber auch auf das Alter und den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten an und welche Operation durchgeführt wurde. Desweiteren ist die Heilung von der Knochensubstanz abhängig. Bei Menschen, die unter Osteoporose leiden, wird die Heilung einen längeren Zeitraum beanspruchen.

Bei der Osteosynthese, bei der die Knochen mit Schrauben, Nägel und Platten wieder zusammengefügt wurden, dauert die Heilung bis zu 12 Wochen. In dieser Zeit muss das Hüftgelenk geschont werden und darf keiner Belastung ausgesetzt sein. Aber auchnach dieser Zeit ist noch für einen längeren Zeitraum Vorsicht geboten, da die Gefahr eines erneuten Bruchs besteht. Das bedeutet auch für mehrere Wochen an Krücken zu gehen, um das Gelenk zu entlasten. Für Menschen, die noch im Beruf stehen, heißt das unter Umständen eine Arbeitsunfähigkeit über mehrere Monate.

Wurde ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt, ist dies wesentlich schneller wieder belastbar. Da diese Operation aber meist bei älteren Menschen vorgenommen wird, bedeutet das auch, dass die Genesung sehr lange dauern kann. Das hängt individuell von dem Patienten ab, zum einen, wie sein gesundheitlicher Allgemeinzustand ist und zum anderen, wie seine psychische Verfassung ist. Hier kann es wichtig sein, den Patienten nicht nur physisch zu mobilisieren, sondern auch psychisch.
Oberschenkelhalsbruch – Diagnose
Bild: pixabay website5
Oberschenkelhalsbruch – Vorbeugen

Einem Oberschenkelhalsbruch kann man nicht sicher vorbeugen. Die Knochen werden im Alter brüchiger und somit instabiler. Hinzu kommt bei alten Menschen eine zunehmende Unbeweglichkeit und auch eine Unkonzentriertheit oder schlechtes Sehen, so dass es zu Stürzen kommen kann. Im Vorteil sind sicherlich die Menschen, die ihr Leben lang Sport getrieben haben und auch bis ins hohe Alter auf mehr Bewegung achten, wodurch die Knochenstabilität länger erhalten bleibt. Wichtig ist auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung, für gesunde Knochen vor allem eine kalziumreiche Ernährung.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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