Schmerzen in der Leiste - Leistenbruch (Leistenhernie) - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Schmerzen in der Leiste - Leistenbruch (Leistenhernie)

Krankheiten
Meist kommen Schmerzen in der Leiste akut und haben einen stechenden Schmerz und eine bewegungseinschränkende Wirkung. Die plötzlichen Schmerzen sind häufig ein- aber auch beidseitig zu spüren. Erfahren Sie hier auf Heilmed-Krankheit mehr über eine Verletzung der Leiste.

Der Leistenbruch, medizinisch Leistenhernie, Hernia inguinalis ist wohl die häufigste Ursache für Schmerzen und Raumforderung im Leistenbereich.

Meist geht ein auslösendes Ereignis voraus, z. B. eine plötzliche Bewegung oder schweres Heben, was zu einer Verletzung (Läsion) der Leistenstrukturen führt. Auftreten kann eine Schwellung der Leiste jedoch auch ohne begleitende Schmerzen.
Leistenhernie - Übergewicht abbauen
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Inhalt

Leistenbruch (Leistenhernie) was ist das?
Indirekte Hernie
Direkte Hernie
Ursachen einer Leistenhernie
Folgende Erkrankungen können auch ursächlich sein für Schmerzen im Leistenbereich (Inguinalbereich)
Naturheilkunde - Leistenbruch
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Leistenbruch (Leistenhernie) was ist das?

Die Leistenhernie kann entweder angeboren oder durch Überbelastung bei Bewegung (beispielsweise dem schnellen Anheben schwerer Gegenstände, starkem Husten, Erbrechen, Übergewicht oder bei einer Schwangerschaft) erworben sein.

Es wird beim Arzt von einem Bruch gesprochenes, es ist jedoch kein Knochen gebrochen. Beim Leistenbruch wird Gewebe durchstoßen. Anatomisch bildet die Leiste den Übergang zwischen Bauch und Oberschenkel. Zusätzlich befindet sich der Leistenkanal in dieser Region. Durch diesen Kanal verlaufen wichtige Blutgefäße und Nerven. Diese verbinden den Bauchraum mit dem Genitalbereich. Beim Mann verläuft durch diesen Kanal der Samenstrang und bei Frauen das sogenannte Mutterband, welches die Gebärmutter stabilisiert.

Die Region der Leiste muss viel Druck aushalten. Schon wenn wir husten, niesen, schwere Kartons oder Einkaufstüten schleppen, drücken die Bauchorgane auf den Leistenbereich. Allein aus diesem Grund ist die Region mit kräftigen Muskeln und Sehnen versehen. Sollte die Leistenregion den Druck nicht mehr standhalten, können die Schichten der Bauchwand (genauer das Bauchfell) den Kanal durchbrechen. Es kommt dann zu einem sogenannten Bruchsack, der als Bruchinhalt Teile des Darms und Fettgewebe, das dem Darm aufliegt (Darmnetz), enthalten kann. Die Stelle, an der der Bruchsack durchtritt, nennt man Bruchpforte.

Je nach dem welchen Weg der Bruchsack genommen hat, unterscheidet man zwischen einer inneren und einer äußeren Hernie. Bei letzterer bildet der Eingeweidesack eine deutliche Vorwölbung nach außen. Äußere Hernien sind Leistenhernien (Hernia inguinalis), Nabelbrüche (Hernia umbilicalis) oder Schenkelhernien (Hernia femoralis). Innere Hernien, wie beispielsweise die Hiatushernie (betrifft das Zwerchfell) mit einem nach innen vorgewölbtem Bruchsack treten deutlich seltener auf.

Bei den äußeren Leistenbrüchen unterscheidet man noch zwischen indirekten und direkten Hernien.
Indirekte Hernie

Bei der indirekten (laterale) Leistenhernie ist zu erkennen, dass die Bruchpforte seitlich auf Höhe des Hüftknochens liegt, durch die der Darminhalt über die innere Öffnung des Leistenkanals in diese vordringt. Der Bruchsack kann von dort durch den Leistenkanal in Richtung Genitalorgane wandern, in einigen Fällen sogar bis zum Hodensack oder Schamlippen. Diese Form des Bruchs ist meist durch eine Fehlentwicklung des Bauchdeckenverschlusses angeboren und betrifft Männer häufiger als Frauen.
Direkte Hernie

Die direkte (mediale) Leistenhernie ist eine mittig liegende Bruchpforte, bei der der Bruchinhalt fast senkrecht direkt durch die Bauchwand dringt. Der Bruch durchzieht nicht den Leistenkanal. Dieser Leistenbruch ist erworben und durch Bindegewebeschwäche oder Operationsnarben in diesem Bereich ausgelöst.
Ursachen einer Leistenhernie

Oftmals gibt es Begleitsymptome bei Leistenbrüchen. Das sind neben der Schwellung oftmals ausstrahlende Schmerzen in den Genitalbereich oder bei Beinbewegungen, beim Stuhlgang sowie beim Niesen, Husten oder Pressen. Wenn es dann auch noch zu verstärktem Schmerz mit Übelkeit und Erbrechen kommt, kann dies ein chirurgischer Notfall sein. In diesen Fällen können möglicherweise Darmanteile eingeklemmt sein.
Folgende Erkrankungen können auch ursächlich sein für Schmerzen im Leistenbereich (Inguinalbereich)

  • Verletzung oder Kompression von verlaufenden Gefäße oder Nerven in der Leistengegend
  • Hüftgelenksentzündungen, z. B. Arthritis.
  • Abszesse und Entzündungen
  • Hodenveränderungen, wie z. B. Wasseransammlungen oder Krampfaderbildung im Hodenbereich
  • Weitere urologische Störungen wie Harnwegsinfekt, Harnsteine oder eine Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata)
  • Leistenbandzerrung
  • Spinalkanalstenosen - das ist eine Verengung durch Kompression der dort verlaufenden Nervenwurzeln.
  • Verschleißerscheinungen - Arthrose im Hüftgelenk
  • Wachstumsschmerzen
  • Blockade des Kreuz-Darmbein-Gelenk (Iliosakralgelenk)
  • Knochenbrüche
  • Gynäkologische Erkrankungen, z. B. gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose)
  • Maligne Tumore: Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Prostatakarzinom oder ein Hodenkarzinom

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.

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