Schnittwunden richtig behandeln - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Naturheilkunde und Naturheilung
Heilmed-Krankheit.de
Direkt zum Seiteninhalt
Naturheilung
Schnittwunden richtig behandeln
Die Schnittwunde zählt zu den häufigsten Verletzungen im Haushalt, und das meist bei alltäglichen Tätigkeiten, wie zum Beispiel Gemüse oder Obst schneiden oder man verletzt sich an einer Glasscherbe oder auch an Papierrändern. Eine Schnittwunde ist meist schmerzhaft und blutet stark. Wie eine Schnittwunde richtig behandelt wird und wann man besser damit zum Arzt geht, hängt u. a. von der Tiefe des Schnittes ab.
Inhalt

Was bezeichnet man als Schnittwunde?
Schnittwunden – Ursache
Schnittwunde – Symptome
Schnittwunde – Behandlung
Kleinere Schnittwunden behandelt man wie folgt:
Was ist bei größeren und tieferen Schnittwunden zu beachten?
Schnittwunden vorbeugen
Weitere Themen
Was bezeichnet man als Schnittwunde?

Eine Schnittwunde ist ein glatter Schnitt in die Haut verursacht durch einen scharfkantigen Gegenstand. Die Wundränder sind dabei in der Regel glatt. Eine Schnittwunde ist je nach Tiefe des Schnittes schmerzhaft und blutet meist stark. Die Wundversorgung sollte daher unverzüglich erfolgen.
Naturheilkunde - Schnittwunden
Bild: pixabay website5
Schnittwunden – Ursache

Eine Schnittwunde kann man sich durch allerlei scharfkantige Gegenstände zuführen. Meist kommt es durch Unachtsamkeit oder Unvorsichtigkeit zu derartigen Verletzungen. Bei den folgenden Gegenständen sollte man deshalb aufmerksam sein und Maßnahmen, wie die richtige Handhabung des Gegenstandes, beachten:

  • Messer
  • Schere
  • Rasierklinge
  • Scherben
  • Konservendosen
  • Papier
  • Skalpell und
  • an einigen Pflanzen, wie zum Beispiel an der Yucca Palme

Eine mutwillige Eigenverletzung, meist mit Rasierklingen und besonders an den Armen, ist häufig bei Personen mit einer Persönlichkeitsstörung wie der sogenannten Borderline-Störung zu beobachten.
Schnittwunde - Symptome

Eine Schnittwunde unterscheidet sich deutlich von beispielsweise einer Schürfwunde, bei der nur die oberste Hautschicht abgeschürft ist. Meist handelt es sich bei der Schnittwunde um einen glatten Schnitt, wobei je nach Tiefe der Verletzung Blut herausquillt, verbunden mit mehr oder weniger starkem Wundschmerz.

Bei einer tiefen Schnittwunde, bei der Sehnen, Nerven oder größere Blutgefäße durchtrennt wurden, kann es zu Komplikationen kommen, daher müssen diese Wunden ärztlich versorgt werden.

Ist eine Arterie durchtrennt, spritzt das Blut pulsierend aus der Wunde. Sind Nerven betroffen, kann es zu Lähmungserscheinungen oder Gefühlsirritationen kommen. Bei verletzten Sehnen kann die Bewegung eingeschränkt sein.
Schnittwunde - Behandlung

Die Behandlung bzw. die Wundversorgung bei einer Schnittwunde hängt ganz von der Schwere der Verletzung ab.
Größere und tiefere Schnittverletzungen
Bild: pixabay website5
Schnittwunden vorbeugen
Bild: pixabay website5
Kleinere Schnittwunden behandelt man wie folgt:

  • Wunde säubern: Bevor ein Pflaster auf die Wunde geklebt wird, ist es wichtig, die Wunde zuerst zu säubern, da ansonsten Keime in die offene Wunde eindringen können. Eventuelle Fremdkörper, wie zum Beispiel Glassplitter, müssen entfernt werden, am besten mit einer sauberen Pinzette. Auch sollte man das heraustretende Blut einen Augenblick tropfen lassen, so werden Verschmutzungen und Keime ausgespült.
  • Wunde reinigen: Nun die Wunde unter fließend kaltem Wasser nochmals spülen – besser noch mit einer sterilen Kochsalzlösung (falls zur Hand).
  • Wunde desinfizieren: Die Wunde sollte vor dem Verbinden oder Bepflastern desinfiziert werden. Hierfür eignet sich am besten ein Hautdesinfektionsmittel mit Jod. Ansonsten kann auch mit Alkohol desinfiziert werden, was allerdings sehr brennt und daher sehr schmerzhaft ist.
  • Wunde verschließen: Bei kleineren Schnittwunden reicht meistens ein einfaches steriles Pflaster aus, je nachdem wo der Schnitt sitzt. Für Verletzungen an der Fingerkuppe gibt es spezielle Fingerkuppen-Pflaster. Auf jeden Fall ist es ratsam, ein Sortiment verschiedener Pflaster in Form und Größe in seiner Hausapotheke zu haben.

In der Regel heilen kleinere Schnittwunden innerhalb weniger Tage problemlos wieder ab und es bleiben auch keine Narben zurück. Bei senkrechten Schnittwunden am Finger, die über ein Fingerglied hinausgehen, kann durch das Beugen der Finger die Heilung etwas länger dauern. Sollten sich aber Rötungen oder Schwellungen an der verletzten Stelle zeigen oder die Wunde ist überhitzt, sollte man sich nicht scheuen, auch mit einer kleinen Schnittverletzungen zum Arzt zu gehen.
Was ist bei größeren und tieferen Schnittwunden zu beachten?

Größere und tiefere Schnittverletzungen sollten grundsätzlich von einem Arzt behandelt werden. Hier gilt es zunächst die Blutung so schnell wie möglich zu stoppen, um einen zu hohen Blutverlust und einen eventuell damit verbundenen Kreislaufschock zu verhindern. Die Blutung lässt sich mit einem Druckverband stoppen. Hat man keinen Druckverband zuhause (sollte jedoch im Verbandskasten im Auto sein), so muss man eben improvisieren. Das geht mit einem Taschentuch oder einem anderen sauberen Tuch und einem Gürtel oder einer Kordel. Das Tuch als „Päckchen“ zusammenfalten, auf die Wunde drücken und mit einem Gürtel oder breiterem Band fixieren.

Nach der Erstversorgung einer größeren Schnittwunde sollte dann unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Nur bei einer ärztlichen Untersuchung kann festgestellt werden, ob Sehnen, Nerven oder größere Blutgefäße verletzt wurden. Um Komplikationen weitestgehend zu vermeiden, sollte deshalb die ärztliche Behandlung der Wunde so schnell wie möglich vorgenommen werden (spätestens innerhalb von etwa sechs Stunden). Ein fachgerechtes Desinfizieren und Verschließen der Wunde, durch Nähen, Klammern oder das Verschließen mit Gewebekleber ist die optimale Voraussetzung für eine komplikationslose Heilung. Dennoch kann es bei tiefen Schnittverletzungen zu bleibenden Beeinträchtigungen kommen, wenn zum Beispiel Nerven durchtrennt wurden. Hier können Gefühlsirritationen bleiben oder im Gesicht eine Veränderung der Mimik sowie bleibende Narben.
Schnittwunden vorbeugen

Grundsätzlich kann man Verletzungen nicht immer vorbeugen. Jedoch sollte man einige Gebrauchsregeln beachten, wie zum Beispiel das richtige Halten eines Messers beim Schneiden. Wie man mit einem Messer oder einer Schere umgeht, sollte man auch frühzeitig seinen Kindern beibringen und dabei immer wieder auf die Wichtigkeit der Einhaltung dieser Regel aufmerksam machen; dadurch lassen sich Unfälle vermeiden.
Weitere Themen

Verletzungen: Naturheilung bei Verletzungen
Wundbehandlung und Wundheilung: Homöopathische Behandlung von Wunden
 
Wundstarkrampf (Tetanus) – Schutzimpfung
Vorheriger Beitrag: Psychogene Schmerzen - Naturheilkunde

Nächster Beitrag: Verletzungen: Naturheilung bei Verletzungen


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt