Schöllkraut (Chelidonium majus) – Naturheilkunde - Heilmed-Krankheit Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Schöllkraut (Chelidonium majus) – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Bevorzugt wächst das Schöllkraut in der Nähe von Häusern und an Mauern und wird so überwiegend als Unkraut gehalten.

Die Pflanze ist jedoch eine starke Heilpflanze. Schon seit langem werden die Extrakte der Pflanze für Erkrankungen der Leber und Galle verwendet. Schöllkraut ist ein Verwandter des Schlafmohns und hat so auch eine beruhigende und krampflösende Wirkung. Hervorgerufen werden diese Eigenschaften durch die in beiden Pflanzen vorkommenden Alkaloide.
Naturheilkunde Schöllkraut
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Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Schöllkraut (Chelidonium majus) – Pflanzenbeschreibung
Schöllkraut (Chelidonium majus) – Geschichte
Schöllkraut - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Schöllkraut Heilwirkung und Anwendungsbereiche
Schöllkraut (Chelidonium majus) – Nebenwirkungen
Schöllkraut (Chelidonium majus) – Anwendung
Schöllkraut (Chelidonium majus) - Äußerliche Anwendung
Schöllkraut (Chelidonium majus) – Homöopathie
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Das Schöllkraut hat eine Vielzahl von volkstümlichen Namen.

So zum Beispiel:

  • Krätzenkraut
  • Schwalbenwurz
  • Himmelsgabe
  • Teufelsmilchkraut
  • Trudenmilchkraut
  • Aflkraut
  • Blutkraut
  • Gschwulstkraut
  • Bockskraut
  • Gilbkraut
  • Goldkraut
Schöllkraut (Chelidonium majus) – Pflanzenbeschreibung

Bevorzugt wächst die mehrjährige Pflanze in unmittelbarer Nähe unseres Lebensraumes. Sie begegnet uns auf unseren Spaziergängen in Gärten, an Häusern und an Mauern.

Das Schöllkraut ist ein Verwandter des Schlafmohns, sieht aber völlig anders aus. Deshalb gehört sie wie dieser in die Familie der Mohngewächse.

Schöllkraut wurzelt eher flach und bildet ein dichtes Netz von gelblichbraunen bis braunen Wurzelhaaren aus. Die Wurzelhaare entspringen dem dunkelbraunen bis fast schwarzen Rhizom, einer unterirdisch stark verdickten Sprossachse.
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Die Wachstumshöhe der Heilpflanze reicht von 20 cm bis zu 65 cm. Der runde Stängel der Pflanze verzweigt sich mehrmals, bis er oben in kleinen gelben Blüten endet.

Auffällig sind die Blätter der Pflanze. Die Blätter sind weich, leicht behaart und haben eine hellgrüne Farbe.

Die Blüten bestehen aus vier Blütenblättern und haben eine gelbliche Farbe. Das Schöllkraut blüht von April bis September und bildet immer wieder neue Blüten.

Aus den Blüten entwickeln sich die länglichen Schoten der Heilpflanze, in denen sich die kleinen schwarzen Samen befinden.

Das Schöllkraut ist gut zu erkennen durch den Saft, der austritt, wenn man die Pflanze beschädigt.

Das Schöllkraut gehört zur Pflanzenfamilie der Mohngewächse (Papaveraceae) und der wissenschaftliche Name lautet „Chelidonium majus“.
Schöllkraut (Chelidonium majus) – Geschichte

Schon im Mittelalter war die Heilkraft des Schöllkrautes bekannt; aber nicht nur Mediziner schätzten diese Pflanze wegen seiner wunderbaren Wirkungen. So haben auch verschiedene Künstler in den vergangenen Jahrhunderten das Schöllkraut z. B. auf Altarbildern neben anderen Kräutern verewigt.

Ab dem Mittelalter wurden Anwendungen mit dem Schöllkraut bei Erkrankungen von Galle und Leber empfohlen.

Der volkstümliche Name Warzenkraut entstand wohl, da es zudem ein alt bewährtes Mittel gegen Warzen und allerlei Hautbeschwerden ist.
Schöllkraut - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Verwendet von der Pflanze werden in der Naturheilkunde die Blätter, den vor der Blüte gewonnenen Saft, der Wurzelstock und die Wurzeln.

Inhaltsstoffe

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Heilpflanze sind:

  • mehrere Alkaloide
  • Saponine
  • Farbstoff
  • ätherisches Öl
  • Glaukopikrin
  • Protopin
  • Chelerythrin
  • Flavone
  • Bitterstoffe
  • Sanguinarin
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Schöllkraut Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Das Schöllkraut hat eine Vielzahl von verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen.

So wirken die Inhaltsstoffe zum Beispiel:

  • antibakteriell
  • hautreizend
  • schweißtreibend
  • krampflösend
  • schmerzstillend
  • beruhigend
  • fungizid
  • menstruationsregelnd
  • zellwachstumshemmend

Anwendungsbereiche

Da einige Teile der Pflanze giftig sind, sollte man auf Fertigpräparaten zurückgreifen.

Das Schöllkraut wird erfolgreich bei Leber- und Gallenleiden eingesetzt. Vor allem eignen sich die Extrakte zur Behandlung von Gallenblasenentzündung, Leberschwellung, Gelbsucht, Gallengries, Rheuma und Gicht.

Die Extrakte helfen zum Beispiel beifolgenden Problemen:

  • Ekzeme
  • Flechten
  • Galle
  • Leber
  • Asthma
  • Schwielen
  • Verstopfung
  • Warzen
  • Ödeme
  • Neuralgien
  • Rheuma
  • Schuppenflechte
  • Augenentzündungen
  • Geschwüre
  • Hühneraugen
  • Krampfhusten
  • Krätze
  • Gicht
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Schöllkraut (Chelidonium majus) – Nebenwirkungen

Das Schöllkraut ist eine stark wirkende Heilpflanze, die aber bei einer zu hohen Dosierung giftig ist.

So enthält besonders die Wurzel einen hohen Anteil an giftigen Alkaloiden. Auch der Saft der Heilpflanze ist giftig.

Im getrockneten Kraut verliert sich die Giftigkeit.

So ist es empfehlenswert nur Fertigpräparate des Schöllkrauts zu verwenden.

Äußerlich kann der Saft des Schöllkrauts die Haut reizen oder Allergien auslösen. Die giftige Alkaloid-Wirkung ist bei der äußerlichen Anwendung jedoch nicht gefährlich.
Schöllkraut (Chelidonium majus) - Anwendung

Extrakte des Schöllkrautes kann man innerlich und äußerlich anwenden. Im Fachhandel kann man Extrakte des Schöllkrauts als Tinktur aus dem blühenden Kraut, als Tee des getrockneten Krauts und als Presssaft käuflich erwerben.
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So helfen die Extrakte der Heilpflanze zum Beispiel bei Stauungen des Gallenflusses, bei Gallenblasenentzündungen, bei einer Leberschwellung, bei Gelbsucht, Gallengries, Rheuma und Gicht.

Wegen seiner entkrampfenden Wirkung wird es auch gerne bei Menstruationskrämpfen, Magenschmerzen, Asthma, Reiz- und Krampfhusten verwendet.

Zu beachten ist, dass das getrocknete Kraut als Tee etwas schwächer wirkt als die Tinktur oder der Presssaft.
Schöllkraut (Chelidonium majus) - Äußerliche Anwendung

Der Saft des Schöllkrauts wirkt ätzend und wirkt somit hautreizend. Er soll aber, täglich aufgetragen, Warzen, Hühneraugen und Schwielen heilen.
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Schuppenflechte
Will man seine Augen stärken, nimmt man ein gewaschenes Schöllkrautblatt mit sauberen, feuchten Händen und zerreibt den Stängel des Blattes zwischen Daumen und Zeigefinger.

Die gewonnene geringe Flüssigkeit streicht man über die Lider und in die Augenwinkel.

Durch diese Anwendung soll die Sehkraft erhalten bleiben.

Achtung: Nie direkt die Flüssigkeit in die Augen streichen.

Äußerlich kann man die Extrakte der Heilpflanze auch gegen Ekzeme, Geschwüre, Akne und andere Hauterkrankungen anwenden.
Schöllkraut (Chelidonium majus) - Homöopathie

In der Homöopathie wird Chelidonium majus erst in Konzentrationen eingesetzt, in denen es nicht mehr bedenklich hinsichtlich einer möglichen Lebertoxizität ist. Chelidonium spielt in der Homöopathie eine wichtige Rolle bei Störungen im Gallen-Leber-System sowie bei Entzündungen. Wegen seiner antientzündlichen und leberstimulierenden Wirkung ist Chelidonium in manchen homöopathischen Lymphmitteln enthalten.
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Fazit: Bei einer äußerlichen Anwendung, wenn es die Haut verträgt, besteht durch eine Anwendung des Schöllkrauts keine Gefahr. Als Teil von Teemischungen, die in normalem Maße getrunken werden, ist das getrocknete Kraut auch bei innerlicher Anwendung ungefährlich. Nur den Saft darf man innerlich nicht hoch dosieren. In Kleinstmengen ist wohl auch der frische Pflanzensaft unschädlich.
Wissenschaftlich wurde inzwischen die anregende Wirkung auf die Galle nachgewiesen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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