Seidelbast (Daphne mezereum) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Naturheilkunde und Naturheilung
Heilmed-Krankheit.de
Natürliche Heilung mit Hilfe der Naturheilkunde
Direkt zum Seiteninhalt

Seidelbast (Daphne mezereum) – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Extrakte des Seidelbastes darf man nur in homöopathischer Verdünnung anwenden, da die Pflanze sehr giftig ist. Extrakte des Seidelbastes können ab D4 gegen Hautprobleme, Ekzeme und nässende Ausschläge helfen.

Der Seidelbast hat rosa und lila Blüten, aus denen sich die scharlachroten Früchte entwickeln. Die Früchte sind jedoch hoch giftig.

Als Heilpflanze wird der Seidelbast schon seit der Antike genutzt. Im Mittelalter wurden Extrakte der Pflanze z. B. als Abführ- und Brechmittel verwendet.

Achtung: Der Seidelbast ist eine potentiell tödlich giftige Pflanze.
Naturheilkunde Seidelbast
Bild: pixabay website5
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Seidelbast (Daphne mezereum) – Pflanzenbeschreibung
Seidelbast (Daphne mezereum) – Geschichte
Seidelbast Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Seidelbast (Daphne mezereum) – Anwendungsbereiche
Seidelbast Nebenwirkungen / Kontraindikation
Seidelbast (Daphne mezereum) – Anwendung
Seidelbast (Daphne mezereum) – Homöopathie
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

In der Volksheilkunde hat der Seidelbast eine Vielzahl von Namen.

So wird er z. B. folgendermaßen in der Volksheilkunde benannt:

  • Giftbeere
  • Süssbast
  • Waldlorbeer
  • Buschweide
  • Waldveigl
  • Warzenkraut
  • Menschendieb
  • Brennwurz
  • Elendsblum
  • Kellerkraut
Seidelbast (Daphne mezereum) – Pflanzenbeschreibung

Der Seidelbast steht streng unter Naturschutz. Beheimatet ist der Seidelbast in Europa und Nordasien. Er liebt Waldränder, lichte Stellen im Wald und die Nähe von Hecken und anderen halbschattigen Standorten

Die Pflanze wächst auf nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden und wächst zwischen 0,5 m bis 1 m hoch.

Die Rinde der Pflanze hat eine graubraune Farbe. Bevor die Blätter des Seidelbastes austreiben, blüht die Pflanze zwischen Februar und April. Die Blüten, die eine rosa Farbe haben, duften stark und befinden sich direkt am Stängel, was dem Seidelbast ein exotisches Aussehen gibt. Sie sind sehr klein und stehen in Dreiergruppen in den ehemaligen Blattachseln.

Die lanzettlichen Blätter treiben zum Ende der Blütezeit aus, die dann die Blüten deutlich überragen.

Aus den Blüten entwickeln sich leuchtend scharlachrote Früchte, die sehr giftig sind.

Schon wenige Früchte können einen Menschen töten.

Das gilt nicht für Drosseln, da sie die Früchte gerne fressen und so die Pflanze verbreiten.

Der Seidelbast gehört zur Pflanzenfamilie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae) und der wissenschaftliche Name lautet „(Daphne mezereum)“.

Achtung: Die Pflanze ist stark giftig. Seidelbast nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Schon ein einfacher Hautkontakt reicht aus, um dass es zu Hautreizungen und Blasenbildungen kommen kann. Innerlich eingenommen ist der Seidelbast noch gefährlicher.
Seidelbast (Daphne mezereum) – Geschichte

Der Seidelbast wurde schon in der Antike von Hippokrates, Galen und anderen Ärzten als Heilmittel geschätzt.

Auch im Mittelalter war der Seidelbast ein beliebtes Abführ- und Brechmittel. In der Volksmedizin wurde der Seidelbast verwendet, um beispielsweise schlecht heilende Wunden zu versorgen.

Namensgebung: Daphne war eine griechische Bergnymphe und wurde von ihrem Vater, dem Flussgott Peneios, in einen Lorbeerstrauch verwandelt, um sie vor den Nachstellungen des Gottes Apoll zu schützen. Da die Blattform des verwandten Lorbeer-Seidelbasts an den Lorbeer erinnert, wurde die Pflanzen-Gattung nach dem unglücklichen Mädchen benannt.
Seidelbast Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Eine medizinische Verwendung in der Homöopathie findet die Rinde des Seidelbastes.

Inhaltsstoffe

Die Rinde hat eine Vielzahl von Inhaltsstoffen.

So zum Beispiel:

  • Daphnetoxin
  • Flavonoide
  • Apfelsäure
  • Beta-Sitosterol
  • Cumaringlycosid
  • Daphnin
  • Harz
  • Hesperidin
  • Mezerein
Bilder: pixabay website5
Seidelbast (Daphne mezereum) – Anwendungsbereiche

Seidelbast ist eine äußerst gefährliche Giftpflanze und somit wird von einer Selbstbehandlung strikt abgeraten. Bei Fertigpräparaten sind die Angaben des Beipacktextes oder die Anweisungen des Arztes zu befolgen

Die Extrakte des Seidelbastes kann man zum Beispiel bei folgenden Erkrankungen anwenden:

  • Ekzeme
  • Blasenkrämpfe
  • Niesreiz
  • Gelenkschmerzen
  • Magenschleimhautentzündung
  • Rückenschmerzen
  • Schnupfen
  • Blähungen
  • Bläschen
  • Zungenbrennen
  • Herpes Zoster
  • Koliken
  • Kopfschmerzen
  • Gürtelrose
  • Trigeminusneuralgie
  • Verstopfung
  • Gelenkversteifung
  • Harnbrennen
  • Hautkrankheiten
  • eingeschlafene Füße
  • Nackenschmerzen
  • nässende Ausschläge
  • Neuralgien
Seidelbast Nebenwirkungen / Kontraindikation

Der Seidelbast ist in fast allen Pflanzenteilen giftig. Schon der Saft der Rinde kann bei einem Hautkontakt sehr unangenehme Ausschläge und Bildung von Pusteln auf der Haut verursachen.

Zudem kann die Einnahme weniger Beeren bereits tödlich sein.

Kommt es dennoch zu einer ungewollten Vergiftung ist sofort der Notarzt zu verständigen.

Vergiftungserscheinungen sind zum Beispiel:

  • ein Brennen der Mund- und Rachenschleimhäute
  • Reizungen des Magens
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Krämpfe
  • Blutungen

Kinder sollten vor dem Verzehr der einladend roten Beeren, aber besonders vor dem Verschlucken oder Zerbeißen der Samen, eindringlich gewarnt werden!

Für Beratung und Hilfe steht auch der Vergiftungsnotruf zur Verfügung.

Notrufnummern

  • Baden-Württemberg 0761 19240
  • Bayern 089 19240
  • Berlin, Brandenburg 030 19240
  • Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen 0551 19240
  • Hessen, Rheinland-Pfalz 06131 19240
  • Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen 0361 730730
  • Nordrhein-Westfalen 0228 19240
  • Saarland 06841 19240

Aufgrund der telefonisch mitgeteilten Fakten beurteilt die Ärztin/der Arzt der Vergiftungsinformationszentrale, ob ein Gesundheitsrisiko besteht und ärztliche Hilfe nötig ist. Die Beratungen betreffen Medikamente, chemische Stoffe beziehungsweise Haushaltsprodukte, Pflanzen, Pilze, Tiere (z.B. Schlangenbisse), Sucht- und Genussmittel sowie unbekannte Stoffe.
Seidelbast (Daphne mezereum) - Anwendung

Durch die Giftigkeit des Seidelbastes wird er bei uns nur noch in der Homöopathie angewendet.

Als homöopathisches Mittel Mezereum kann man den Seidelbast jedoch ab der Potenz D4 einnehmen.

Verwenden sollte man den Seidelbast am besten, auch in der homöopathischen Zubereitung, nur unter Aufsicht eines Arztes.
Seidelbast (Daphne mezereum) - Homöopathie

Bewährt hat sich zum Beispiel der Seidelbast in der Homöopathie, unter den Namen „Daphne mezereum“ in Potenzierungen höher als D3, bei Hauterkrankungen mit starkem Juckreiz, bei Gürtelrose, Schmerzzuständen und Nervenschmerzen.

Hergestellt wird Daphne mezereum aus der frischen, vor der Blüte gesammelten Zweigrinde.

Für rheumatische Beschwerden und Gicht gibt es z. B. zur medizinische Verwendung Extrakte der Pflanze in Pflastern.

Die homöopathischen Verdünnungen des Seidelbastes können auch Magen-Darm-Beschwerden lindern und bei Hautproblemen wie z. B. Ekzeme und Ausschläge helfen.
Fazit: Alle Teile des Seidelbastes sind giftig. Allein eine Berührung mit dem Seidelbast kann zu Hautreizungen, Blasen sowie ein Absterben des Gewebes führen.
In der Homöopathie können die Extrakte der Pflanze jedoch wertvolle Dienste leisten. Es ist wichtig, homöopathische Arzneimittel nur unter Aufsicht eines erfahrenen Arztes anzuwenden.

Der Seidelbast (Daphne mezereum) steht unter strengem Naturschutz und darf nicht gesammelt werden.
Bilder: pixabay website5
Vorheriger Beitrag: Schwarzkümmel – Naturheilkunde

Nächster Beitrag: Seifenkraut (Saponaria officinalis) – Heilpflanze


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt