Sperma-Allergie- Kein Mythos - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Naturheilkunde und Naturheilung
Heilmed-Krankheit.de
Natürliche Heilung mit Hilfe der Naturheilkunde
Direkt zum Seiteninhalt

Sperma-Allergie- Kein Mythos

Symptome
Sie ist eine sehr seltene allergische Reaktion des Immunsystems. Bisher wurde sie nur in rund 100 Fällen beschrieben. Daten aus den USA gehen jedoch von 20.000 bis 40.000 Betroffenen aus.

Jean-Pierre Allam, Allergologe und Androloge und seine Kollegen vom Universitätsklinikum Bonn erforschen vor allem Zusammenhänge der Sperma-Allergie mit anderen Allergien. Haben die Forscher die Symptome einer Allergie zugeordnet, folgt ein Test mit Sperma oder isolierter PSA. So lassen sich z. B. Nahrungsmittelallergien ausschließen.

Die Symptome einer Sperma-Allergie gleichen anderen Allergien. Es kommt beim Sex zum Jucken und Brennen, zu Schwellungen- und Rötungen, Quaddel-Bildung und es kann zum Ausschlag am ganzen Körper kommen. Ist die Allergie stark ausgeprägt wird dem Betroffenen übel, er kann sich erbrechen und bekommt Durchfall. Im schlimmsten Fall kann die Allergie lebensgefährlich sein, da beim Hautkontakt mit Sperma die Atemwege zuschwellen und das Herz-Kreislauf-System reagiert. So kommt es zu erheblicher Atemnot und im extremen Fall zum tödlich verlaufenden anaphylaktischer Schock.

Diese Allergie kann Frauen genauso wie Männern treffen.
Inhalt

Sperma- Allergien häufen sich
Auslöser Sperma-Allergie
Weitere Themen
Auslöser Sperma-Allergie
Bild: pixabay website5
Sperma- Allergien häufen sich

Bei rund der Hälfte der Patienten waren auch andere Allergien bekannt, berichtet Allam. Die Dunkelziffer bei einer Sperma-Allergie ist sehr hoch, da es für viele Betroffenen sehr unangenehm ist über ihr Problem zu sprechen und dass seit 2005 sich die Zahlen der Betroffenen mehren, sagt der Mediziner.

Ein Niederländer hatte 1958 die Allergie zum ersten Mal beschrieben. Zwei weitere Holländer hatten erst 44 Jahre später das so genannte Post Orgasmic Illness Syndrom analysiert. Das heißt die Krankheitssymptome nach einem Orgasmus.
Naturheilkunde: Sperma-Allergie
Bild: pixabay website5
Was heißt das?

Unspezifische Symptome löst das Sperma bei Männern aus. Diese Symptome passen jedoch nicht zu einer Allergie erläuterte Allam. Betroffene litten häufig nach einem Orgasmus unter Kopfschmerzen und grippeähnlichen Anzeichen. Die Symptome hielten im Durchschnitt zwei bis sieben Tage an. Die Betroffenen reagieren jedoch positiv auf einen Allergietest mit Sperma.

Warum das so ist, ist noch völlig unerforscht.
Auslöser Sperma-Allergie

Betroffene reagieren nicht auf das Sperma selbst, sondern allein auf die Flüssigkeit in der sich die Spermien befinden, das sogenannte Seminalplasma. Kommt es zur Allergie verhält sich das Immunsystem im Prinzip genauso wie bei einem Heuschnupfen. Das Immunsystem wertet die Flüssigkeit als Krankheitserreger und löst eine heftige Abwehrreaktion aus.

Der Auslöser der Sperma Allergie war lange unbekannt, er wurde erst vor einigen Jahren bestimmt. Es handelt sich um ein Eiweiß, das sogenannte Prostataspezifische Antigen (PSA). Dieses Protein wird in der Prostata produziert und befindet sich im Sperma. Auf Grund dessen hilft den Betroffenen auch kein anderer Sexualpartner.

Die Allergie ist nicht partnerspezifisch.
Auslöser Sperma-Allergie
Bild: fotolia.de
Behandlung

Allam betonte, dass sich eine Sperma-Allergie gut behandeln ließe. Er führte aus, dass ein Kondom beim Geschlechtsverkehr ein sicherer Schutz sei. Betroffene blieben dann beschwerdefrei. Problematisch wird es dann aber, wenn man sich ein Kind wünsche. Denn Frauen, die an einer Sperma-Allergie leiden sind keinesfalls unfruchtbar. Sollte die Frau nur leichte Symptome haben, kann sie vor dem Sex allergieunterdrückende Medikamente einnehmen. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Hyposensibilisierung, bei der der Körper gegenüber Allergenen eine Toleranz entwickelt.

Eine weitere Option wäre eine künstliche Befruchtung mit gewaschenen Spermien. Diese Methode wirkt bei sonst gesunden Frauen sehr gut. Das Problem bei dieser Methode ist, das die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen.
Diagnose

Nicht jede Körperreaktion muss zwangsweise eine Sperma-Allergie sein. Um eine sichere Diagnose zu stellen, müssen beide Partner untersucht werden. Nur zur Prophylaxe den Geschlechtspartner zu wechseln, bringt auch nichts. Es müssen vor allem alle anderen Möglichkeiten einer Allergie oder Erkrankung ausgeschlossen werden.

Um bei Frauen eine sichere Diagnose zu erhalten wird der sogenannte Scratchtest durchgeführt. Für diesen Test wird im Labor das Sperma des Partners aufbereitet, das heißt, dass die Spermaflüssigkeit von den Samenzellen getrennt werden. Das wird gemacht, da nicht die Spermien die Allergie auslösen, sondern eines der vielen Proteine die sich in der Spermaflüssigkeit befinden. Die Testflüssigkeit wird dann in verschiedenen Verdünnungen auf die Haut aufgebracht. Ist die Frau positiv, dann beginnt sich die Haut an der aufgetragenen Stelle rötlich zu färben und es kommt dann zu den typischen Quaddeln.
Zusammenfassung

Eine Sperma-Allergie ist eine erstzunehmende Erkrankung. Meist betrifft es Frauen zwischen zwanzig und dreißig Jahren. Die Frauen reagieren nicht allergisch auf die Spermien, sondern auf ein Protein, das sich in der Spermaflüssigkeit befindet. Bei einer allergischen Reaktion kommt es zu Schwellungen, Hautausschlägen, Durchfall, Erbrechen bis hin zum anaphylaktischer Schock.

Aber auch Männer können eine Allergie auf ihr eigenes Sperma entwickeln. Dieses Krankheitsbild nennen die Mediziner Postorgansmic Illness Syndrome kurz POIS. Dieses Syndrom wurde erstmals im Jahre 2002 beschrieben. Die betroffenen Männer berichten von Fieber, extremer Müdigkeit und brennenden Augen. Meist treten diese Symptome einige Minuten nach der Ejakulation auf und können bis zu einer Woche anhalten.

Bei der Hyposensibilisierung, wird das Allergen schrittweise in immer höheren Dosen verabreicht, um so den Körper langsam daran zu gewöhnen. Wenn alles nichts hilft, muss allerdings medikamentös vorgegangen werden. Man kann Antihistaminika verschreiben, wie man sie aus der Heuschnupfen- oder aus der allergischen Asthmatherapie kennt.
Weitere Themen

Allergien: Behandlung in der Homöopathie
Allergien: akute und langfristige durch Homöopathie lindern
Allergiemittel: Galphima glauca D4, D12, Luffa D12 (Kürbisschwämmchen)
Sollen Kinder schon früh mit Allergenen in Kontakt kommen

Bauchschmerzen durch Nahrungsmittelunverträglichkeit
Gluten Unverträglichkeit- Wenn Wasser zu Getreidemehl gegeben wird
Vorheriger Beitrag: Amalgam-Zahnfüllung - Unverträglichkeit - Allergie

Nächster Beitrag: Allergischer Schnupfen- Heuschnupfen ist jahreszeitlich begrenzt


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt