TCM Hülsenfrüchte in der Schwangerschaft- z. B. die Adzukibohnen - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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TCM Hülsenfrüchte in der Schwangerschaft


Bei den Hülsenfrüchten sind besonders die Adzukibohnen (Phaseolus calcaratus oder Phaseolus angularis)) hervorzuheben. Die Bohnen sind klein und braun bis schwarz gefärbt. Sie sind sehr mild. Der Funktionsbereich Milz, Dünndarm und Herz sind die Wirkrichtungen.

Weitere Stärken sind

Milz stärkend, Nässe ausleitend, Schwellungen beseitigend, Hitze kühlend, Xue-Stasen zerstreuend, Nieren stärkend und Diabetes lindernd.

Aus dem Jahre 752 gibt es ein klassisches Rezept: Karpfensuppe mit Adzukibohnen. Die Suppe wird täglich morgens heiß gegessen und sie wirkt gegen Schwellungen und Ödeme in der Schwangerschaft. Eine weitere Bohne ist die Saubohne oder dicke Bohne (Vicia faba) genannt. Diese Bohne ist süß und scharf und wirkt- Stützend auf die Mitte, Nässe ausleitend und blutungsstillend (auch während der Schwangerschaft).

Weiterhin kommen Linsen und Erbsen (Erbsen nur frisch im Sommer) in Frage. Gerade für Veganer Frauen (kein oder wenig Fleisch) sind Hülsenfrüchte wichtige Proteinquellen. Bohnen und Linsen lassen sich besonders im Sommer oder zur Kühlung von Hitze-Zeichen - auch gekocht als Salat zubereiten und mit frischem Gemüse angereichert, z. B. Frühlingszwiebel oder kleinen Mengen grüner Paprikaschote und einer Gewürzgurke als Salat verwenden.

Eigenschaften von Linsen

Süß, etwas warm, Verdauung harmonisierend, Magen stärkend, erhöhtes Qi absenkend, Herz und Blutzirkulation stärkend, Sommerhitze kühlend.

Eigenschaften von Erbsen

Süß, neutral, Qi und Blut stärkend, den Mittleren Erwärmer ins Gleichgewicht bringend, gegenläufiges Qi verringern (Hitze, Unruhe), Qi absenkend, harntreibend und abführend, Nässe ausleitend.

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Schwangere sollten aus Sicht der TCM kleine Mengen tierisches Eiweiß zu sich nehmen. Kleine Menge bedeutet 3- bis 4-mal wöchentlich 70g bis 100 g Fleisch in Form von Suppen, Fleischbrühe oder Eintöpfen. Es ist leichter aus gut gekochten, leicht verdaulichen tierischen Produkten Blut zu bilden als aus vegetarischen Produkten.

Fleisch vom Rind oder Geflügel hat im Allgemeinen ein warmes ausgewogenes Temperaturverhalten und ist süß im Geschmack und süß steht für den Bezug zur Mitte.


Eier sind ebenfalls sehr nahrhaft und können mit in den normalen Speiseplan einbezogen werden.

Man sollte darauf achten, dass Hähnchen nicht die Hauptform tierischer Proteine im Speiseplan werden, weil ihr Temperaturverhalten eher heiß ist. Ihr übermäßiger Genuss kann zu Fülle-Hitze im Körper führen. Es ist günstiger, verschiedene Fleischsorten zu essen.

Rindfleisch- süß, neutral; Qi und Blut und Yin tonisierend, Magen/Milz stärkend, Sehnen und Knochen nährend. Huhn-süß, warm; Qi und Blut tonisierend, Yang stützend, Blut-Stagnation beseitigend, Kälte austreibend, Yin treibend, den Mittleren Erwärmer wärmend, Eingeweide stärkend, Jing tonisierend, Knochenmark füllend.

Fleisch sollte als Bestandteil von Gemüse-Suppen, Eintöpfen und Fleischbrühen gegessen werden. Empfohlen wird Gemüse wie Möhren, Pastinake, Petersilienwurzel, Steckrübe, Kürbis und Esskastanie (Maronen).

Ein bewusstes Essen, besonders mit Gemüse, Getreide und kleinen Mengen Fleisch ist durchaus zu empfehlen.

Früchte, vorwiegend Äpfel und Kirschen sollten in kleinen Mengen gegessen werden.

Aber übermäßig viele Säfte, besonders von Zitrus-Früchten, löschen die natürliche Hitze des Magens, was eine Verlangsamung der Verdauung und die Bildung von Nässe-Fülle im Körper zur Folge hat. Dies kann zu Müdigkeit, Qi-Stagnation und starker Gewichtszunahme führen.

Meerestiere während der Schwangerschaft wie Krebse, Krabben oder Garnelen sollten gemieden werden, da sie das Blut dynamisieren. Nur der erwähnte Karpfen sowie der Barsch und insbesondere nach der Entbindung der Tintenfisch sind gut um das Leber-Yin zu stützen, das Blut zu nähren und emporschlagendes Yang zu besänftigen. Der Barsch beruhigt zudem den Fötus.

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.

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