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Waldbaden – Ein Erlebnis für Körper und Seele

Naturheilkunde
Wer bei dem Begriff „Waldbaden“ an Wasser denkt und das Baden in einem Waldsee, der liegt völlig falsch. Waldbaden heißt auf Japanisch übersetzt Shinrin-Yoku und bedeutet die bewusste Wahrnehmung der Natur sowie sich selbst. Somit geht das Waldbaden mit all seiner Intensität über einen einfachen Waldspaziergang hinaus.

In Japan gilt das Waldbaden bereits als eine anerkannte Therapieform und wird sogar von Ärzten verschrieben. Die gesundheitlichen Effekte, wie unter anderem zum Beispiel der Abbau von Stress und Stärkung des Immunsystems, stehen dabei im Vordergrund.

Das Waldbaden ist inzwischen ein internationaler Gesundheitstrend, dessen positive gesundheitliche Wirkung durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt ist. Auch in Deutschland findet das Waldbaden immer mehr Anhänger.
Inhalt

Waldbaden – Wie geht das?
Waldbaden – Welcher Wald eignet sich dafür?
Waldbaden – Ausrüstung
Waldbaden – Ohne Ziel durch den Wald gehen
Waldbaden – Bewusst mit den Sinnen wahrnehmen
  • Sehen
  • Riechen
  • Hören
  • Fühlen
Waldbaden – Gesundheitliche Wirkung
  • Psyche
  • Physis
Waldbaden- Naturheilung
Bild: pixabay website5
Waldbaden – Wie geht das?

Das Waldbaden unterscheidet sich von einem einfachen Waldspaziergang oder vom Wandern im Wald. Deshalb sollte man, wenn man Waldbaden möchte, sich schon etwas genauer damit befassen. Waldbaden kostet nichts, ist für jeden in jedem Alter geeignet und man muss dafür auch nicht besonders sportlich aktiv sein. Die einzige Voraussetzung ist aber, dass man sich bewusst auf das Erlebnis Waldbaden einlässt. Wer das lieber unter professioneller Anleitung erlernen möchte, der kann sich einer Kursgruppe anschließen. Kursangebote gibt es inzwischen reichlich, so dass man in seiner Stadt sicherlich fündig wird. Die Kosten liegen etwa bei 25 Euro bis 50 Euro pro Kurseinheit.

Wer sich aber mit dem Thema Waldbaden befasst, kann das durchaus auch ohne Gruppe in Angriff nehmen. Wenn man nicht alleine in den Wald möchte, ist vielleicht eine Freundin oder Freund dabei.
Waldbaden – Welcher Wald eignet sich dafür?

Beim Waldbaden muss es nicht ein großes Waldgebiet sein, auch in einem kleinen Waldstück kann man gut Waldbaden. Bei der Auswahl des Waldes sollte man vielleicht darauf achten, dass dort nicht so viele Menschen sind. Gerade wenn man sich erst mit dem Waldbaden vertraut machen möchte, ist es eher störend, wenn man sich dabei von anderen Menschen beobachtet fühlt.
Waldbaden - Ausrüstung

Für das Waldbaden braucht es keine besondere Ausrüstung. Je nach Jahreszeit die entsprechende Kleidung und bequeme Schuhe sind wohl das wichtigste. Ein kleiner Rucksack reicht für Getränke, wie Tee oder Wasser. Was nicht zur Ausrüstung gehört, ist das Handy – mal nicht erreichbar sein. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte es ebenfalls „lautlos“ in seinem Rucksack verstauen.
Bilder: pixabay website5
Waldbaden – Ohne Ziel durch den Wald gehen

Beim Waldbaden kommt es nicht darauf an eine bestimmte Strecke zurückzulegen. Vielmehr geht man durch den Wald wie man möchte und in welchem Tempo. Auch eine Zeitvorgabe gibt es beim Waldbaden nicht, ob nun eine halbe Stunde oder zwei Stunden und mehr – das ist nicht wichtig beim Waldbaden. Genauso wie die Pausen, die je nach Bedarf eingelegt werden können; es gibt keine festen Vorgaben.
Waldbaden – Bewusst mit den Sinnen wahrnehmen

Den Wald mit allen Sinnen wahrnehmen – was heißt das?

Sehen: Den Wald sehen, die Bäume anschauen von den Wurzeln bis zu den Baumkronen. Beobachten wie sich die Zweige und die Blätter der Bäume im Wind hin und her wiegen. Die Farbvielfalt des Waldes sehen und das Sonnenlicht zwischen den Zweigen wahrnehmen.

Riechen: Wie riecht es im Wald? Wie riecht die Rinde eines Baumes, die Blätter oder das Moos?

Hören: Es ist durchaus nicht nur still im Wald. Wenn man richtig lauscht, hört man das Rauschen der Blätter, das Knacken der Zweige unter seinen Füßen und das Rascheln. Und man hört das Zwitschern der Vögel.

Fühlen: Den Wald ertasten, das Moos mit den Händen fühlen, die Baumrinde oder die Blätter. Zum Fühlen gehören auch die Luft und der Luftzug. Wie fühlt sich die Waldluft auf der Haut an? Die Luft bewusst langsam ein- und ausatmen.
Waldbaden – Gesundheitliche Wirkung

Das Waldbaden hat eine positive gesundheitliche Wirkung, was seit vielen Jahren auch wissenschaftlich belegt ist, und das sowohl psychisch, als auch physisch.

Psyche: Regelmäßige Waldspaziergänge bzw. Waldbaden wirken sich positiv auf die Psyche aus. Sie helfen Stress abzubauen und düstere Gedanken zu vertreiben. Waldbaden kann aber auch vorbeugend schützen, um mit Stresssituationen besser umgehen zu können. Selbst bei Depressionen oder Burnout können sich regelmäßige Aufenthalte im Wald positiv auswirken.

Physis: Das Waldbaden hat auch positive gesundheitliche Auswirkungen auf den Körper. So soll es das Immunsystem stärken, den Blutdruck regulieren, den Cortisol-Spiegel senken, die Atemwege befeuchten und die Atmung verbessern. Zudem wirkt sich das Waldbaden entspannend auf die Muskulatur aus.

Darüber hinaus befinden sich sogenannte Terpene in der Waldluft. Terpene sind Botenstoffe, die von den Bäumen abgegeben werden, um Schädlinge oder Pilzbefall fernzuhalten. Diese Botenstoffe werden von den Menschen über die Atmung und über die Haut aufgenommen. Die Terpene sollen, so heißt es in mehreren wissenschaftlichen Studien, die Killerzellen im Blut erhöhen. Killerzellen nennt man eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die Viren im menschlichen Körper erkennen und abtöten können. Insgesamt sollen Terpene das Immunsystem stärken sowie den Kortisol-Spiegel und den Blutzuckerspiegel regulieren.
Bilder: pixabay website5
Fazit: Um sich mit all seinen Sinnen auf das Waldbaden einzulassen, bedarf es ein wenig Übung. Meist funktioniert das nicht auf Anhieb, da es gar nicht so einfach ist, den Alltag mit allem, was einem so im Kopf herumschwirrt, für eine Weile hinter sich zu lassen. Wichtig ist es aber, sich auch dahingehend nicht unter Druck zu setzen – beim nächsten Waldbaden klappt das „sich einfach nur treiben lassen“ dann vielleicht schon besser.
Fakt ist, dass ein Aufenthalt im Wald, ob nun in Form von Waldbaden oder auch Waldspaziergängen, gut für Körper, Geist und Seele ist.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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