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Benötigt man zusätzliche Vitamine?

Naturheilkunde
Immer wieder hört und liest man, dass man zusätzliche Vitamine benötigt, um das Immunsystem zu stärken. Die Werbung verspricht, dass man sich mit zusätzlichen Vitaminen vor Erkältungen, Demenz und sogar vor Krebs schützen kann.
Das ist so aber nicht richtig, da der Körper bestimmte Vitamine über Monate im Körper speichern kann.

So zum Beispiel

  • Vitamin A: der Speicher für Vitamin A im Körper reicht oft über Monate.
  • Vitamin C: auch Vitamin C reicht über einen längeren Zeitraum aus, da der Körper einen Vorrat hat.
  • Vitamin D: nach einem guten, sonnenreichen Sommer ist eigentlich jeder Körper ausreichend mit Vitamin D versorgt, so dass der Vorrat bis zum Frühjahr ausreicht.

Fest steht aber, dass wohl jeder dritte Deutsche Vitamine in Form von Tabletten, Pulver und Trinkampullen zur Gesundheitsvorsorge zu sich nimmt.

Viele davon greifen sogar täglich zu den Nahrungsergänzungsmitteln, so die Gesellschaft für Konsumforschung, kurz GFK, die eine Untersuchung zu diesem Thema veröffentlicht hat. Auch sind Multivitaminprodukte am beliebtesten, da sie praktisch alle wichtigen Vitamine enthalten.
Inhalt

Vitamine im Körper
Fettlösliche Vitamine sind z. B.:
Ausnahmen bei wasserlöslichen Vitaminen sind z. B.:
Wozu benötigt man Vitamine
Wasserlösliche Vitamine
Vitamine im Körper

Auf die meisten in der Werbung angesprochenen Vitamine kann man verzichten, da der Körper viele dieser Vitamine nicht täglich benötigt. Viele dieser Vitamine werden in Organen und Gewebe gespeichert, um sie bei Bedarf abzurufen.

Im Körper werden z. B. fettlösliche Vitamine gespeichert, wasserlösliche jedoch, bis auf wenige Ausnahmen nicht.
Fettlösliche Vitamine sind z. B.:

  • Vitamin A
  • Vitamin D
  • Vitamin E
  • Vitamin K
Ausnahmen bei wasserlöslichen Vitaminen sind z. B.:

  • Vitamin C
  • Vitamin B12
Wozu benötigt man Vitamine

Vitamin A: dieses Vitamin ist wichtig für gutes Sehen, für die Haut und Schleimhäute, aber auch für gutes Hören und Riechen. Enthalten ist Vitamin A in vielen Gemüsen und wird in der Leber gespeichert. Ist der Speicher voll, reicht der Vorrat an Vitamin A bis zu vier Monaten aus. In Deutschland ist ein Vitamin A-Mangel eher selten. Zu bedenken ist jedoch, dass eine Überdosierung an Vitamin A sehr riskant ist. Vitamin A ist zudem wichtig für die Wachstumsprozesse vieler Zellen. Eine Rolle spielt es zum Beispiel beim Wachstum der Knochen sowie für die Funktion einiger zur Fortpflanzung wichtiger Vorgänge.
 Vitamin A-Mangel
Bild: website5
Vitamin D: hier behauptet gerade die Werbung, dass es im Winter, wenn die Sonne wenig scheint, zusätzlich eingenommen werden soll, um das Immunsystem und die Knochen zu stärken. Erwiesen ist jedoch, dass der Körper das Vitamin unter Einfluss von UV-Licht selbst bildet und in der Leber und dem Fettgewebe abspeichert. Das Vitamin wird dann in der sonnenarmen Zeit abgerufen. Nach einem sonnenreichen Sommer sollte der Vitamin D-Speicher gut gefüllt sein und bis zum nächsten Frühjahr ausreichen. Den Vitaminbedarf an Vitamin D deckt der Körper zu 80 % durch die Sonne selbst, die restlichen 20 % werden über die Nahrung aufgenommen.
Wichtig ist Vitamin D für den Calciumhaushalt und reguliert den Auf- und Abbau der Knochen. Ein starker Mangel an Vitamin D hat Folgen für die Knochengesundheit. Bei Kindern können sich die Knochen verbiegen (Rachitis) und bei Erwachsenen kann es zu Erweicherungen (Osteomalzie) der Knochen kommen oder aber zum Knochenabbau (Osteoporose).
Vitamin D - Immunsystem
Bild: pixabay website5
Vitamin E: eine zusätzliche Einnahme von Vitamin E soll uns vor Herzkreislaufkrankheiten und Demenz schützen sowie unsere Abwehrkräfte stärken. Vitamin E wird über Fleisch, Fisch, Pflanzenöl, Eiern und Gemüse in auseichender Menge vom Körper aufgenommen. Das nicht benötigte Vitamin E wird vom Körper in der Leber, dem Fettgewebe, den Muskeln und im Gehirn gespeichert. Das Vitamin E wird bis zu einer Menge von 1.000 Milligramm gespeichert. Bei einem täglichen Verbrauch von ca. 10 Milligramm kann man mit seinem Vorrat bis zu 100 Tagen ohne zusätzliche Aufnahme von Vitamin E auskommen.
Vitamin E ist der Überbegriff für die sogenannten Tocopherole, es gehören insgesamt acht Vertreter dazu. Am besten wirkt das sogenannte alpha-Tocopherol beim Menschen. Das Vitamin E kann der Körper nicht selbst herstellen, es gehört aber zu den lebensnotwendigen Vitaminen, die der Körper über die Nahrung aufnimmt.
Auseichender Menge- Vitamin E
Bild: website5
Vitamin K: wichtig ist das Vitamin K für Knochen und für die Blutgerinnung. Vitamin K ist vor allem in Gemüse, Salate, Öl und Geflügel vorhanden. Überschüssiges Vitamin K wird in großen Mengen in der Leber gespeichert. Somit ist eine tägliche zusätzliche Einnahme nicht nötig. Wer Medikamente einnimmt, um die Blutgerinnung zu hemmen, für den ist eine zusätzliche Einnahme von Vitamin K gefährlich, da es die Wirkung der Medikamente hemmt.
Bild: website5
Vitamin K ist in der Natur weit verbreitet. Die meisten Menschen sind gut mit Vitamin K versorgt. Besonders reichhaltig ist es in Blattgemüse, verschiedenen Kohlsorten und Hähnchenfleisch enthalten. Wobei Früchte und Getreide relativ Vitamin K-arm sind.

Vitamin K arbeitet als eine Art Hilfseinheit im Stoffwechsel mit.
Wasserlösliche Vitamine

Vitamin C: der Tierorganismus kann Vitamin C selbst herstellen. Diese Eigenschaft ging dem Menschen im Laufe der Evolution leider verloren. Der Mensch muss Vitamin C seinem Körper selber zuführen. Die allgemeine Überzeugung, dass man Vitamin C täglich seinem Körper zuführen muss, um die Immunabwehr zu stärken, stimmt so nicht.
Der Körper speicher überschüssiges Vitamin C in Nebennieren und Milz ab, in einer Menge von ca. 4.000 Milligramm. Zudem können die roten Blutkörperchen Vitamin C praktisch recyclen, das heißt, nach der Benutzung wieder restaurieren. Das funktioniert leider nicht endlos, aber ein Nachschub an Vitamin C ist erst ca. nach 14 Tagen nötig.
Bild: pixabay website5
Vitamin C schützt vor Krankheiten, weil es aktiv an der Abwehr von Viren und Bakterien beteiligt ist, indem es sich hauptsächlich in den Leukozyten anreichert und aktivierte T-Zellen unterstützt. Zusätzlich hilft es Arteriosklerose vorzubeugen, da es die Innenwände der Arterien glättet, so dass sich kein Cholesterin anheften kann. Vitamin C ist ein wichtiger Schutz für die Hirnanhangdrüse und unterstützt deren Hormonausschüttung. Somit ist Vitamin C an den Regelkreisen der Sexualhormone, der Stresshormone, des Wachstums und der Schilddrüsentätigkeit beteiligt.
Vitamin B12: auch dieses Vitamin ist wasserlöslich. Der Körper speichert das Vitamin 12 jedoch in Leber und Muskeln in großen Mengen ab. Der Vorrat kommt überwiegend aus den Lebensmitteln Käse und Fisch. Der gespeicherte Vorrat reicht bis zu einem Jahr aus. Somit ist ein B 12 Mangel äußerst selten. Vitamin B 12 sollte man jedoch nicht mit Vitamin B 9, der Folsäure verwechseln. Folsäure ist wichtig für Frauen mit Kinderwunsch, vor und während der Schwangerschaft.
Vitamin B 12 (Cobalamin) ist ein wasserlösliches Vitamin. Das Vitamin wird nicht selbst vom Körper hergestellt, es muss über Nahrungsmittel aufgenommen werden. Wichtig ist es für unser Nervensystem und hat auch eine schützende Wirkung für unser Herz-Kreislauf-System. Eine Gefahr für ein B 12-Mangel kommt in Europa nur sehr selten vor. Lediglich Veganer, die keine tierischen Lebensmittel zu sich nehmen haben ein erhöhtes Risiko.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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