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Glyphosat- Doch nicht gefährlich?

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Eine neue Studie der WHO, die jetzt veröffentlicht wurde, hält das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat für nicht mehr krebserregend.

Das ist eine überraschende Wende, da die WHO Glyphosat immer als wahrscheinlich krebserregend eingeteilt hat.

Diese neue Studie kommt jedoch zu einem brisanten Zeitpunkt, da in dieser Woche die EU über die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung abstimmt.

Jedenfalls ist es nach dieser neuen Studie unwahrscheinlich, dass Glyphosat bei der Nahrungsaufnahme für Menschen ein Krebsrisiko darstellt. Das stellten die Experten der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt fest. Zudem würde die Chemikalie vermutlich auch keine Veränderungen des menschlichen Erbgutes auslösen.

Diese neuen Angaben wiedersprechen jedoch den Ergebnissen einer Untersuchung der Internationalen Behörde für Krebsforschung (IARC), die in Lyon ansässig ist und zur WHO gehört. Von dieser Behörde (IARC) wurde Glyphosat als wahrscheinlicher Krebserreger eingestuft.

Das am häufigsten eingesetzte Herbizid steht nach der Behörde für Krebsforschung in Verdacht krebserregend zu sein. Jetzt jedoch wurde ein Bericht zweier UN-Organisationen veröffentlicht, in dem steht, dass es dafür keine Belege gibt. Demnach hätten Tiertests mit für Menschen relevanten Dosen des Mittels gezeigt, dass Glyphosat bei der Nahrungsaufnahme nicht zu genetischen Zellveränderungen führe. Das sind die Ergebnisse eines Fachgremiums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Dieser Bericht der WHO stimmt mit dem aktuellen Bericht der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) überein. Die  EU-Behörde Efsa (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) kam schon früher zu dem Ergebnis, das nach ihrer Analyse Glyphosat als wahrscheinlich nicht krebserregend zu gelten habe, wenn das Mittel bestimmungsgemäß angewendet wird.

Allerdings scheint er im Gegensatz zu Feststellungen der ebenfalls mit der WHO verbundenen Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) zu stehen. Diese hatte Glyphosat im März 2015 als wahrscheinlich krebserregend eingestuft.

Der entscheidende Punkt für das unterschiedliche Ergebnis ist wohl:
Einsatz des Pflanzengifts
Bild: pixabay website5
EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): Das Fachgremium hat versucht, ein konkretes Risiko abzuschätzen, gemessen daran, welche Mengen Glyphosat in die Umwelt gelangen und welche Dosis der Mensch durchschnittlich ausgesetzt ist.
Internationalen Agentur für Krebsforschung: Auch hier war der Schwerpunkt für die Studie, wie oben beschrieben, welche Mengen Glyphosat in die Umwelt gelangen. Die Studie der IARC interessierte sich jedoch nur für die Substanz und nicht dafür, wie das Risiko je nach Anwendung von Glyphosat aussieht. So kam es hier zu dem Ergebnis wahrscheinlich „krebserregend“.
EU-Zulassung

Über die weitere Zulassung von Glyphosat soll bis spätestens Ende Mai 2016 entschieden werden, da die jetzige Zulassung Ende Juni 2016 ausläuft. Der EU-Ausschuss für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit will voraussichtlich am Donnerstag (19.05.2016) entscheiden, ob die Zulassung verlängert werden soll oder nicht. In dem Ausschuss sitzen Vertreter der 28 Mitgliedstaaten. Frankreich hat sich nach bisherigen Erkenntnissen gegen eine weitere Zulassung ausgesprochen. Deutschland wird sich der Stimme enthalten, wenn die deutschen Ministerien kein Einvernehmen erzielen. Zur Zeit ist es nicht sicher ob eine Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung zustande kommt.
 
Eigentlich war die Bundesregierung eine treibende Kraft, die sich für eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung stark gemacht hat. Doch ist man sich offenbar in der großen Koalition nicht mehr so einig.
Streit in der Koalition

Auch wird in der Bundesregierung gestritten, ob Glyphosat tatsächlich schädlich ist oder nicht. Vor wenigen Tagen erst hat Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vor wenigen Tagen angekündigt, dass die SPD-Ressorts eine EU-Wiederzulassung des Herbizid ablehnen würden. Hendricks Argumentierte, das in Deutschland und Europa das Vorsorgeprinzip gelte. Das heißt: So lange wir nicht zweifelsfrei wissen, ob Glyphosat für die Gesundheit unbedenklich ist, sollten wir diese Chemikalie auch nicht zulassen.

Auf Grund dieser Aussage erklärte Agrarminister Christian Schmidt (CSU), dass er überhaupt kein Grund sieht, dass Hendricks eine Rolle rückwärts macht, dafür hätte er kein Verständnis.

Schon jetzt hat sich das Kanzleramt eingeschaltet, um den Streit zu beenden.
Aber man sieht, dass es auch in der Koalition keine einheitliche Position über Glyphosat gibt.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte noch am Freitag dazu, dass es durchaus normal sei, dass sich das Kanzleramt bei unterschiedlichen Positionen im Kabinett einschalte.
Bisheriger Ablauf: Glyphosat-Zulassung
 
Für eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat hat sich das Europaparlament ausgesprochen. Geplant ist jetzt jedoch nur noch eine sieben- und nicht fünfzehn Jahre dauernde Zulassung, so von der EU-Kommission empfohlen. Auch fordert das Parlament die EU-Kommission auf, einen Plan zu erarbeiten wonach der Einsatz des Pflanzengifts zu reduzieren ist. Zudem sollte auf bisher erlaubte Zusatzstoffe verzichtet werden.

Dieser Kompromiss wurde in Straßburg mit klarer Mehrheit verabschiedet. Grüne und Linke Abgeordnete hatten die Forderung gestellt, die Zulassung nicht zu erneuern, da Glyphosat in Verdacht steht krebserregend zu sein. Die Abgeordneten fanden mit ihrer Forderung aber keine Mehrheit.

Die Gegner der weiteren Zulassung von Glyphosat verwiesen auf das Studienergebnis der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), die Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstuft.

Nur kam die zuständige EU-Behörde Efsa (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) zu einem anderen Ergebnis. Nach ihrer Analyse stufen sie Glyphosat als wahrscheinlich nicht krebserregend ein, wenn das Mittel bestimmungsgemäß angewendet wird.

Das Pestizid kommt seit den Siebzigerjahren in der Landwirtschaft und bei Privatleuten zum Einsatz. Seit Ablauf des Patents im Jahr 2000 wird es von verschiedenen Herstellern vertrieben. Nach Angaben des Europaparlaments ist der weltweite Verbrauch in den vergangenen Jahrzehnten um das 260-Fache angestiegen - von 3200 Tonnen im Jahr 1974 auf 825.000 Tonnen im Jahr 2014.

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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