Prostatabeschwerden- Erkrankung durch Hormonveränderungen - Heilmed-Krankheit Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Heilmed - Krankheit
Naturheilkunde und Naturheilung
Direkt zum Seiteninhalt
Naturheilung - Sodbrennen
Bilder: pixabay website5

Prostatabeschwerden- Erkrankung durch Hormonveränderungen

Krankheiten
Allgemeines: Als benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata (Vorsteherdrüse) gemeint. Sie wird durch Hormonveränderungen hervorgerufen. Die Prostata („Vorsteherdrüse“) liegt am Blasenausgang des Mannes. In Größe und Form ähnelt sie einer Kastanie. Ihre hauptsächliche Aufgabe ist die Bildung der Samenflüssigkeit auch Spermaflüssigkeit genannt.

Benigne Prostatahyperplasie (BPH), auch Prostata-Adenom oder fälschlicherweise Prostatahyperthrophie genannt kann praktisch bei allen Männern über 50 Jahren (Beginn mit Mitte 30) nachgewiesen werden. Beschwerden haben jedoch nur eine kleine Gruppe. Das häufigste Problem, über das die Männer klagen, ist die Schwierigkeit die Blase zu entleeren. Über 4 Millionen Männer in Deutschland leiden an einer Verengung der Harnröhre bedingt durch die Vergrößerung der Prostata. Gebunden ist das Wachstum an das Altern und eine intakte Hodenfunktion.

Prostatahyperplasie ist eigentlich eine harmlose Erkrankung, krankheitsverursachend aber auf Harnwege und Nierenfunktion, jedoch eine ernstzunehmende Krankheit. Die durch die Prostata führende Harnröhre wird durch die vergrößerte Prostata zusammengedrückt. Es kommt zu dauerndem Harndrang, wobei der Patient aber immer nur kleine Mengen Urin ausscheiden kann.

Es verbleibt immer mehr Resturin in der Blase. Dadurch werden Harnwegsinfektionen begünstigt, da sich im Urin die Bakterien sehr gut und schnell vermehren können. Sie können dann von der Harnblase bis in die Nieren aufsteigen und dort Entzündungen auslösen. Zudem wird die Entwicklung von Harnsteinen in der Blase begünstigt. Da sich der Urin bis in die Nieren stauen kann, können die Nieren durch diesen anhaltenden Druck mechanisch geschädigt werden.
Männliches Harnsystem
Bild: fotolia

Symptome

Der Patient wird feststellen, dass er immer häufiger den Drang hat nachts auf Toilette zu müssen, zudem bemerkt er, dass das Wasserlassen länger dauert und der Harnstrahl schwächer geworden ist. Viel Bewegung und ein warmes Bad erleichtern die Blasenentleerung. Wenn man langes Sitzen bevorzugt, gerne stark gewürzte Speisen und dem Alkohol nicht abgeneigt ist, werden die Beschwerden verstärkt. Zudem können auch Verstopfungen, Kälte und bestimmte Medikamente die Beschwerden verstärken.

Eine Notfallsituation tritt dann ein, wenn der Patient, trotz stark gefüllter Blase und quälendem Harndrang kein Wasser lassen kann, man bezeichnet diese Situation als „akuten Harnverhalt“. Wenn die Niere durch diesen ständigen Urinstau geschädigt ist, treten beginnende Zeichen einer Abnahme der Nierentätigkeit auf. Es besteht dann eine Niereninsuffizienz. Anzeichen dafür sind z. B. ein gesteigertes Durstgefühl, Gewichtsabnahme, aber auch Übelkeit und Kopfschmerzen gehören dazu. Seltener kommt es zu Blutbeimengungen im Urin.

Beckenorgane beim Mann

Im nebenstehenden Bild sind die Beckenorgane des Mannes dargestellt. Darauf ist ersichtlich, dass die Harnröhre, die den Urin aus der Harnblase ableitet, von der Prostata umschlossen wird. Wenn die Prostata vergrößert ist, verengt sie auf Grund der Lage die Harnröhre. Dadurch wird der Abfluss des Urins aus der Blase erschwert oder staut sich gefährlich an. Dieser Umstand bewirkt einen ständigen Harndrang und einen schwächeren Harnstrahl beim Wasserlassen.

Im Bereich der Prostata fließt die von der Prostata und den Samenbläschen hergestellte Flüssigkeit in die Harnröhre. Die Spermien werden in den Hoden gebildet und in den Nebenhoden gespeichert. Bei einer Ejakulation werden die Spermien durch die Samenleiter in die Harnröhre geführt.
Prostatauntersuchung
Bild: clip-dealer

Diagnostik

Meist geben die oben genannten Symptome des Patienten während der Befragung durch den Arzt schon Hinweise auf die Diagnose vergrößerte Prostata. Es wird eine Messung der Urinstrahlstärke durchgeführt, die bei der Prostatahyperplasie vermindert ist. Manchmal ist die Harnblase aufgrund ihrer ständigen Füllung durch die Bauchdecke tastbar.

Die Prostata wird rektal vom Arzt untersucht. Der Arzt führt einen Finger über den Anus ein paar cm in den Darm ein. Die Prostata liegt an dieser Stelle direkt am Darm an und ist auf diesem Wege gut zu ertasten, so dass der Arzt in der Lage ist Beschaffenheit und Größe sehr gut zu ertasten. Die Untersuchung ist für den Patienten nicht angenehm, sollte aber keine Schmerzen verursachen.

Bei oben beschriebener Symptomatik ist die Prostata meist diffus vergrößert und fühlt sich prall elastisch an. Eine weitere Untersuchung wäre die Ultraschalluntersuchung der Blase und Nieren um zu zeigen, wie viel Resturin in der Blase verbleiben bzw. ob sich schon Harnsteine gebildet haben. Bei den Nieren ist darauf zu achten, ob sich durch einen Urinstau die Nieren schon krankhaft verändert haben. Eine genaue Größenbestimmung der Prostata kann durch den Ultraschall bessere Untersuchungsergebnisse bringen.

Bei der AUG (Ausscheidungsurographie) wird ein jodhaltiges Mittel (Röntgenkontrastmittel) in die Vene gespritzt, das die Nieren ausscheiden und dann die Harnwege füllen. Gleichzeitig wird ein Röntgenbild angefertigt. So erkennt man, ob die Harnwege bereits durch den ständigen Urinstau erweitert sind.


Das Blut wird in einer Laboruntersuchung auf bestimmte Blutwerte hin untersucht. Man kann dann die Nierenfunktion beurteilen, wenn z. B. der Kreatinwert oder der Harnstoff erhöht sind. Die Erhöhung dieser Werte sagt aus, dass bereits die Nieren geschädigt sind und ihre Funktion nachgelassen haben.

Das Prostata-spezifische Antigen, welches in der abgekürzten Form nur PSA-Wert genannt wird, ist in der Regel erhöht.

Naturheilkunde und Naturheilung

Homöopathie Prostatabeschwerden- Typische Symptome und Mittel
Homöopathie Arzneien Prostataleiden- Wirkungsweise
Naturheilung bei Prostatabeschwerden- wenn die Prostata wächst

Vorheriger Beitrag: Balanitis – Eichelentzündung

Nächster Beitrag: Therapie Prostataleiden- Ein starker Harndrang


Seitenanfang


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.

Zurück zum Seiteninhalt